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  • 20. Oktober 2003, noch kein Kommentar

In Deutschland dümpelt Big Brother im Schmuddelsender RTL 2 so vor sich hin – in England ist das Format seit drei Jahren nicht mehr wegzudenken. Im Spin-off Teen Big Brother, bei dem acht 18-Jährige zehn Tage lang im Wohncontainer eingesperrt waren, machte nun ein Schwuler das Rennen. Der Frisör Paul gewann eine Weltreise im Wert von 30.000£ (43.000€).

Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten: Zum ersten Mal kam es in der britischen Big-Brother-Reihe zu Sex im Container – zwischen der Kellnerin Jade und dem Skater Tommy. Die Show wurde im August aufgezeichnet und lief eine Woche lang jeden Tag im öffentlich-rechtlichen Channel 4. Der Fernsehsender hatte die Show als "Bildungsprogramm" für Schulkinder produziert. Es sollte aufgezeigt werden, wie Jugendliche aus unterschiedlichen sozialen Schichten miteinander auskommen. Im Vormittagsprogramm und auf Videokassetten für Schulen können die jungen Leute eine "kindgerechte" Fassung sehen – ohne so manche schlüpfrige Diskussion, auch Schimpfwörter wurden herausgeschnitten. Um 22:00 Uhr zeigte der Sender dann die "Erwachsenenversion", in der auch die Sexszene ansatzweise zu sehen war. Zwischen zwei und drei Millionen Briten verfolgten die Sendung.

Sieger Paul ist auf seiner Reise inzwischen in Australien angekommen. Auf der Webseite steht über ihn: "Er wollte schon Haare schneiden als er 13 war." Mit 16 ist er von zu Hause ausgezogen, da er eine Karriere als Stylist zu machen; er möchte für Models in Mailand arbeiten. In Teen Big Brother wollte er der Öffentlichkeit zeigen, dass er "nicht nur wieder einer von diesen schwulen Frisören ist."

20. Oktober, 18:15 Uhr