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Jennifer Keeton glaubt, sie kann nur mit homophoben Einstellungen eine gute Christin sein

Amerikanische Universitäten dürfen Psychologie-Studenten den Abschluss verweigern, wenn diese Schwule und Lesben bekehren wollen, hat ein Berufungsgericht entschieden.

Die Richter wiesen nach Angaben des "Chronicle of Higher Education" die Klage der Studentin Jennifer Keeton ab, die einen Abschluss als Schulpsychologin anstrebte. Sie wollte erreichen, dass sie graduieren darf, obwohl sie offen zugibt, Homosexuellen die "Konversionstherapie" empfehlen zu wollen. Diese Behandlungsmethode wird von sämtlichen Psychologenverbänden abgelehnt, da sie unwirksam ist und die Patienten destabilisiert. In vielen Fällen treibt sie verzweifelte Schwule oder Lesben sogar in den Selbstmord. Die Befürworter der Homo-Heilung, die sogenannte Ex-Gay-Bewegung, berufen sich dagegen oft auf christliche Werte, die Homosexualität nicht vorsehen würden.

Religionsfreiheit wird durch Antidiskriminierungsrichtlinien nicht eingeschränkt

Keeton hatte geklagt, weil die Universität ihr verfassungsmäßiges Recht auf freie Meinungsäußerung und Religionsfreiheit missachtet habe. Die Hochschule berief sich dagegen auf die internen Antidiskriminierungsrichtlinien, die Studenten Diskriminierung aufgrund der sexuellen Ausrichtung verbieten. Keeton argumentierte, dass diese Richtlinien sich speziell gegen Christen richteten, die dann gezwungen würden, gegen ihren Glauben zu handeln. "Eine öffentliche Hochschule sollte niemanden mit der Exmatrikulation drohen, nur weil er ein Christ ist und seinen Glauben nicht verleugnen will", erklärte die Organisation Alliance Defense Fund, die Keetons Klage finanzierte.

Diese Argumentationsweise wurde von den drei Richtern einstimmig verworfen. Die Universität habe ein Recht, wissenschaftliche Standards zu setzen. Ein Medizinstudent könnte auch keinen Abschluss erhalten, wenn er sich aus religiösen Gründen Bluttransfusionen ablehnen würde. "Wenn jemand freiwillig ein Berufsfeld wählt, muss er oder sie die Regeln und ethischen Voraussetzungen akzeptieren", erklärten die Richter.

Homo-Heilung hat auch in Deutschland immer noch Befürworter. Erst vor wenigen Monaten distanzierte sich die Bundesärztekammer vom "Bund katholischer Ärzte", der homosexuelle Neigungen mit "religiösen, psychotherapeutischen und medizinisch-homöopathischen Möglichkeiten" ausmerzen wollte (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Leo20mal6Anonym
#2 finkAnonym
  • 21.12.2011, 19:20h
  • auch in den usa dürften ungefähr folgende standards für therapiemethoden gelten:

    - wissenschaftlich fundierte diagnose
    - evaluation der wirksamkeit der behandlung
    - evaluation von möglichen schädlichen folgen
    - abbruch bei schädigung des klienten

    wer sich an diese standards ausdrücklich nicht halten will, der kann eben kein therapeut werden, weil er die gesundheit seiner klienten gefährden wird. das ist, als ob jemand gern truckfahrer werden möchte, aber darauf beharrt, er glaube aus religiösen gründen nicht an rote ampeln.

    das nun einsetzende geheul wegen angeblicher "christenverfolgung" ist natürlich voraussehbar.
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#3 dirkAnonym
  • 21.12.2011, 19:26h
  • Antwort auf #1 von Leo20mal6
  • nur das es völlig unlogisch ist das sie durch einen heterosexuellen akt ihre ängste vor homosexuellen verliert.

    vielleicht kann sie einfach nicht zu ihrer eigenen latenten homosexualität/ lesbisch sein stehen.
    ist bei männern ja auch häufig so das die besonders homophoben selber schwul sind.
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#4 Linu86Profil
  • 21.12.2011, 19:50hAachen
  • Und da sag nochmal einer, alle Amerikaner wären dumm und fett... im Gegensatz zu Deutschland herrscht in Amerika eine strikte Trennung von Kirche und Staat...
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#5 FarensworthAnonym
  • 21.12.2011, 20:27h
  • Antwort auf #4 von Linu86
  • Ja, vor allem bei den Reps. *facepalm*

    Abgesehen davon. Wenn ich schon sowas wie "homo-Heilung" höre. Ist "Homo" eine Krankheit? Selbst der bildungsresistenteste Amerikaner sollte mitlerweile mitbekommen haben, dass Homosexualität ein seit Jahrmillionen verankertes Verhalten ist, welches völlig normal ist. Unsere Vorfahren praktizierten gleichgeschlechtliche Handlungen ebenso wie es unsere nächsten Verwandten (also Primaten) heute tun. Es gibt Homosexualität bei bspw. Vögeln und Säugetieren. Frösche können sogar Transgender sein.
    Warum soll der Primat Mensch plötzlich rein heterosexuell sein und völlig normale homosexuelle Handlungen als abnormal ablehnen? Sind nicht diejenigen, die Homosexualität als "krank" brandmarken diejenigen, die krank sind? Homophobe Menschen sollten als asozial und gesellschaftsschädigend angesehen werden. Deswegen fordere ich Therapien für Homophobe, denn auch homophobe Menschen haben das Recht auf Resozialisierung.
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#6 SebiAnonym
  • 21.12.2011, 22:19h
  • Richtig so:
    gerade im Psychologie-Bereich hat man große Verantwortung und kann viel Schlimmes anrichten.

    Leute, die ihren Abschluss missbrauchen wollen, um gegen das Wissen ihrer Disziplin Menschen zu schaden, darf und muss der Abschluss verweigert werden.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.12.2011, 22:33h
  • Das Bundesberufungsgericht hat hier in diesem Fall richtig entschieden und ist auch eine Warnung für solche, die immer noch an die "Homoheilung" fest glauben und nicht überzeugt werden wollen, daß es vergebliche Liebesmüh ist, Lesben und Schwule zu "Heteros" zu konvertieren!
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#8 PatrickAnonym
#9 Katrin
#10 Leo20mal6Anonym