Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15613

Ein Taufbecken (Bild: Wiki Commons / Uwe Barghaan / CC-BY-3.0)

In der spanischen Provinz Jaén hat sich ein Priester geweigert, eine Taufe durchzuführen, weil einer der von den Eltern vorgesehen Paten schwul ist und in einer Partnerschaft lebt. Der Vorfall aus der Stadt Huelma vom letzten Wochenende schlägt jetzt in Spanien hohe Wellen.

Zu dem Vorfall kam es, als das Paar Details der Taufe mit dem Priester Manuel Garcia absprach. Der Priester fragte das Paar, ob der vorgesehene Taufpate Francisco Jimenez getauft und konformiert ist und fragte auch nach seinem Ehestatus. Das Paar überreichte dem Priester daraufhin sogar die Eheurkunde von Jimenez - aus der ersichtlich wurde, dass er mit einem Mann verheiratet ist.

Der Priester lehnte daraufhin die Patenschaft ab, das Kind wurde schließlich mit zwei Fremden als Paten getauft. Die Eltern wollen das nicht verstehen: Jimenez ist gläubiger Katholik und war gar in der Caritas und als Katechist aktiv. Das Paar wünscht sich auch, dass Jimenez sich um das Kind kümmert, sollte ihnen etwas zustoßen - wie es früher fürs Patenamt vorgesehen war.

Der Priester verteidigte sich, er habe nicht anders handeln können, da der geplante Pate "strikt unmoralisch und entgegen dem Naturgesetz" lebe. Würde er seine sexuelle Orientierung nicht ausleben, hätte es kein Problem gegeben.

Im kanonischen Recht der katholischen Kirche heißt es, ein Pate müsse "katholisch und gefirmt sein sowie das heiligste Sakrament der Eucharistie bereits empfangen haben. Auch muß er ein Leben führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht." Das Patenamt, das in der Bibel noch unbekannt ist, umfasst unter anderem eine Begleitung und Bezeugung der Taufe.

Die katholische Kirche kämpft in Spanien seit Jahren besonders stark gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben, mit kräftiger Unterstützung des Papstes. Es gibt Befürchtungen, die neue konservative Regierung könnte die Ehe-Öffnung wieder abschaffen (queer.de berichtete). Ansonsten sorgen immer wieder kleine Fälle von Diskriminierungen für Schlagzeilen, so wurde kürzlich einer Lesbe in Valencia die Kommunion verweigert. (nb)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 CarstenFfm
  • 23.12.2011, 14:36h
  • Naja...
    andereseits fänd ichs auch konsequenter, wenn Schwule ihrerseits die Kirche und ihre Sakramente boykottieren.... also austreten.


    Ehen werden im Standesamt geschlossen, Kinder werden dort registriert.... die kirchliche Folklore dazu braucht man nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 goddamn liberalAnonym
  • 23.12.2011, 14:42h
  • Antwort auf #1 von CarstenFfm
  • "Ehen werden im Standesamt geschlossen, Kinder werden dort registriert.... die kirchliche Folklore dazu braucht man nicht."

    Wohl wahr. Strikt nordeuropäisch und logisch gedacht. Passt aber nicht zur mediterranen Lebens-Folklore...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 musicaAnonym
#4 musicaAnonym
#5 Planlos
  • 23.12.2011, 15:20h
  • bekannt (jaja dafür kann man die kirche an für sich nicht verantwortlich machen ) aber der umgang mit dem bekannten mißbräuchen spricht bände...na um auf dem punkt zu kommen in bibel steht gott ist liebe da kann sich die kirche auf den kopf stellen und ihr absurden mist in die welt bölken...wenn ich als agnostiger mal davon ausgehe das es gott gibt dan hat der mich so geschaffen wie ich bin und damit würde ja die kirche in tiefer sünde handeln...jetzt mal so von rein logischen standpunkt her !!! und zum glück das jesus gesagt hat das man keine kirche braucht sondern gott im herzen ist ;) in diesem sinne ein schönnes fest :0)
  • Antworten » | Direktlink »
#6 bravllllAnonym
  • 23.12.2011, 15:44h
  • Antwort auf #2 von goddamn liberal
  • ähm bevor du nachdenkst und zu deinen klugen Postulaten kommst, solltest du bedenken, dass gerade in Nordeuropa Kirchen Staatskirchen sind (Dänemark, Schweden) und es dort dementsrechend ein aufgeklärtes Selbstverständnis der Taufe und allgemein der Kirchen existiert. Trotzdem und vielleicht gerade darum sind skandinavische Gesellschaften die tolerantesten. In Deutschalnd, wo wir eine hinkende Trennung von Kirche und Staat haben, sind ca. 66% der Bürger Anhänger der "kirchlichen Folklore" wie du sagst. Ich finde es einfach anmaßend deine Anschauung als die allgemein verbindliche und wahre zu halten. Kirchenkritik ist notwendig und angebracht, jedoch sollte sie nicht auf Kosten der individuellen Anschauung durchgeführt werden. Mit deiner Aussage ziehst du nicht nur die Katholiken sondern auch die Spanier durch den Kakao. Das ist kein hilfreicher Umgang mit Meinungsdifferenzen. Wenn du schon vorschlägst die "kirchliche Folklore" abzuschaffen, dann musst du auch begreifen, warum sie einigen Menschen wichtig ist. Empathiefähigkeit nennt man es. Würdest du sie haben, so würdest du produktive Kritik äußern und nicht nur unreflektierte Parolen niederschreiben.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 neue weltAnonym
#8 Geert
  • 23.12.2011, 16:03h
  • Antwort auf #2 von goddamn liberal
  • Absolut richtig! Man muss berücksichtigen, dass die RÖMISCH-katholische Kirche ein Produkt der lateinisch-mediterranen Welt ist. Dort ist sie zu Hause und dort gehört sie hin. Katholiken in nördlichen Ländern dagegen sind stark protestantisiert und verkopft. Sie können mit dem Folklorekatholizismus des Mittelmeerraumes wenig anfangen. Die Konflikte, auch um das Thema Homosexualität, sind zu einem großen Teil in diesem Mentalitätsunterschied zwischen lateinischen und germanischen Völkern begründet.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 profundemAnonym
  • 23.12.2011, 16:03h
  • Antwort auf #6 von bravllll
  • leider läßt du unerwähnt, dass die skandinavischen kirchen durch die skandinavische sozialdemokratie zivilisiert und demokratisiert wurden.

    darüber gibt es auch eine schöne studie* der konrad-adenauer-stiftung, die bekanntermaßen nicht im verdacht steht, sozialdemokratisches urgestein zu ihrem fundament zu zählen.

    (* "Würdest du sie haben, so würdest du produktive Kritik äußern und nicht nur unreflektierte Parolen niederschreiben.")
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Lapushka
  • 23.12.2011, 16:04h
  • Meines Wissens nach kommen Ungetaufte nach katholischem Glauben so oder so nicht in den Himmel, einfach aus Prinzip nicht. Weil sie nicht getauft sind.

    In diesem Fall wäre der Priester also bereit, die unsterbliche Seele eines Kindes zu opfern weil der Pate homosexuell ist.
    Nett...

    Aber dass die Kirche gerne mal Dritte bestraft, weiss man ja spätestens seit den (angedrohten?) Schließungen eines Obachlosen- und eines Pflegeheimes in den USA als Strafe für Eheöffnung für Homosexuelle.
  • Antworten » | Direktlink »