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Die Pille gegen Homosexualität gibt´s trotz anders lautender Meldungen nicht

Schwul-lesbische Aktivisten aus Israel kritisieren ein an Universitäten gebräuchliches Lehrbuch, in dem Homosexualität als heilbare "Borderline-Persönlichkeitsstörung" bezeichnet wird.

Wie die Tageszeitung "Haaretz" meldet, fordert die schwul-lesbische Gruppe "Aguda", dass das Buch "Prakim nivharim b'psichiatria" ("Ausgewählte Kapitel der Psychiatrie") nicht mehr in Vorlesungen oder Uni-Seminaren verwendet wird. Aktivisten haben inzwischen eine Online-Unterschriftenaktion gestartet, die am ersten Tag bereits von 500 Menschen unterschrieben worden ist.

An dem Fachbuch wird ein Kapitel über Homosexualität kritisiert, das die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten auflistet. Darin wird eine Theorie des 2005 verstorbenen amerikanischen Psychiaters Charles Socarides als "am meisten akzeptierter Ansatz heutzutage" bezeichnet. Socarides sah Homosexualität als Störung an, die meist von einer dominanten Mutter und einem schwachen oder zurückweisenden Vater ausgelöst werden würde. Der Autor des Artikels, der israelische Professor Shmuel Tiano, beschreibt Homosexualität weiter als Symptom einer "Borderline-Persönlichkeit", das bei einer Behandlung verschwinden könne.

Autor: Lediglich eine "historische Übersicht"

Nach der Kritik erklärte Tiano, dass er lediglich eine historische Übersicht über Behandlungsmöglichkeiten von Homosexualität verfasst habe, die nicht den augenblicklichen Erkenntnisstand abbilden würden. Chen Langer von Aguda kritisiert jedoch, dass die unkritische Auseinandersetzung mit angeblichen Behandlungsmöglichkeiten von Homosexualität in akademischen Texten nichts zu suchen hätte und Vorurteile am Leben erhalte.

Homosexualität wurde 1973 von der American Psychiatric Association aus der Liste der psychischen Störungen entfernt. 1992 folgte auch die Weltgesundheitsorganisation diesem Schritt. Derzeit propagiert im Westen vor allem die von konservativen Christen aus den USA angeführte "Ex-Gay"-Bewegung das Ziel der "Homo-Heilung". Dafür wirbt etwa der deutsche Bund katholischer Ärzte. Psychologen warnen jedoch davor, dass Versuche der Homo-Heilung Menschen in Verzweiflung stürzen könnten und oft im Selbstmord endeten. (dk)



#1 yomenAnonym
  • 27.12.2011, 13:12h
  • " Socarides sah Homosexualität als Störung an, die meist von einer dominanten Mutter und einem schwachen oder zurückweisenden Vater ausgelöst werden würde."

    wow!

    das ist wie bei meinen heterosexuellen freunden:

    deren veranlagung wurde von einem dominaten vater und einer schwachen oder zurückweisenden mutter ausgelöst.
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#2 DennisbAnonym
  • 27.12.2011, 13:21h

  • Ich bin nur bei meinem Vater aufgewachsen, habe meine Mutter nie kennengelernt und vermisse sie deswegen auch nicht. Wie erklären sich die Psychologen dann das ich schwul geworden bin, trotz keiner dominanten Mutter? Daran sieht man doch das man nichts verallgemeinern kann
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#3 kontextAnonym
  • 27.12.2011, 13:34h
  • Die rechten Zionisten toben:

    "Hundreds of Israeli academics are issuing calls and signing petitions demanding that a book containing unfashionable comments about homosexuality be censored and barred from any use in academic
    institutions. [...]

    .. that by adding that "T" to the "LGB" to construct "LGBT," the politicized homosexual militant movement (which is almost always anti-Semitic and pro-terror, by the way) has also shot itself in its own foot and undercut any chances it ever had of persuading the general public of its case for legitimizing homosexuality.

    And by leading the jihad for censorship, Israel's own militant homosexuals, led by its tenured pinks, is showing its own fundamental
    hostility to freedom of speech, academic freedom, and democracy." (zioncon.blogspot)
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#4 FenekAnonym
  • 27.12.2011, 13:53h
  • Ganz unglaublich!

    Solange sowas an Universitäten gelehrt wird, kann man bei so einem Staat nicht von einem modernen Staat sprechen. Israel steckt wohl leider immer noch im Mittelalter.
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#5 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 27.12.2011, 14:22h
  • Antwort auf #4 von Fenek
  • solange "in so einem Staat" hitzige Diskussionen über ein Buch geführt werden können, ist auch Israel nach wie vor ein modernes Land. Du steckst mit deiner überzogenen und hysterischen Kritik wohl leider noch im Mittelalter...
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#6 DiskursdeixisAnonym
#7 finkAnonym
  • 27.12.2011, 15:24h
  • Antwort auf #4 von Fenek
  • deine kritik ist natürlich berechtigt. aber mich würde ja mal interessieren, was in deutschen uni-bibliotheken noch so alles zu dem thema herumspukt.

    solange sich religiös motivierte irre auch in den wissenschaften herumtreiben (und denken wir einmal daran, dass "theologie" immerhin auch in deutschlands universitäten als "wissenschaft" gelehrt wird), bleibt ein "moderner staat" wohl weltweit eher ein unerreichtes ideal als eine realität.

    den wirklich modernen staat, von dem wir hier träumen, werden wir leider nicht mehr erleben.
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#8 nicht diskutabelAnonym
  • 27.12.2011, 17:43h
  • Antwort auf #5 von reiserobby
  • soso. menschenverachtung, faschismus und rassismus sind deiner auffassung zufolge also diskussionswürdige einstellungen.

    wer bei jeder notwendigen und gerechtfertigten kritik an kriegstreibenden und terrorverbreitenden eliten gleich "antisemitismus" schreit und damit den historisch ebenso erschreckend wie klar definierten inhalt dieses begriffes ad absurdum führt, sollte bei anderen, klar identifizierbaren formen der menschenverachtung mindestens genauso laut aufschreien (gilt immer auch für schwule). sonst entlarvt er sich endgültig als faktenverdreher und heuchler.
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#9 Mutter RosaAnonym
  • 27.12.2011, 17:43h
  • "Socarides sah Homosexualität als Störung an, die meist von einer dominanten Mutter und einem schwachen oder zurückweisenden Vater ausgelöst werden würde."

    Man mache einmal den Test und frage beliebig im schwulen Bekannten- und Freundeskreis herum.
    Man frage, zu wem der andere ein besseres Verhältnis gehabt hat - zum Vater oder zur Mutter?

    Das Ergebnis wird eindeutig sein: 90 % der Schwulen werden antworten: Das beste Verhältnis hatte ich zu meiner Mutter.

    Ja, ja, Schwule und ihre Mütter....
  • Antworten » | Direktlink »
#10 yomenAnonym