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Sah sich zur der Klarstellung genötigt, mit seiner Frau Claudia nicht nur zum Schein verheiratet zu sein: Philipp Lahm (Bild: Wiki Commons / Steindy / CC-BY-SA-3.0)

Homosexualität im Fußball war 2011 ein Dauerthema – geoutet hat sich ein Profi-Kicker aber ímmer noch nicht. Eine Bestandsaufnahme zum DFB-Dialogforum "Vor dem Ball sind alle gleich" im Januar.

Von Dirk A. Leibfried

Philipp Lahm ist es nicht, Arne Friedrich auch nicht und Joachim Löw schon gar nicht. Nie zuvor haben sich prominente Fußballer so vehement gegen das Gerücht, schwul zu sein, zur Wehr gesetzt wie im abgelaufenen Jahr. Getreu dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. In der schwulen Community sorgt eine derartige Dementi-Offensive eher für Kopfschütteln. Dort beschäftigt man sich im Moment viel lieber mit der Frage, ob der Deutsche Fußball-Bund (DFB), einer der Vorreiter im Kampf gegen Homophobie im Sport, nach dem angekündigten Rücktritt von Präsident Theo Zwanziger Kurs hält. Viele trauen dem "Fußball-Technokraten" Wolfgang Niersbach eher weniger gesellschaftspolitischen Eifer zu als seinem Vorgänger. Ungeachtet der bereits beschlossenen Personalie in der DFB-Führung soll der Kampf gegen Homophobie an der Basis endlich auf den Weg gebracht werden: Am 17. und 18. Januar findet in der Sportschule Hennef das Dialogforum "Vor dem Ball sind alle gleich – sexuelle Identitäten im Fußball" statt. Ein erster Schritt.

Die Zielsetzung der Auftaktveranstaltung, die den Fokus auf den Amateurfußball legt, liest sich eher unambitioniert: Es solle ein Überblick zum Thema sexuelle Identitäten im Fußball erarbeitet werden. Denn: Erst einmal müsse generell geklärt werden, ob dies überhaupt ein Thema für den Fußball sei. Die Ergebnisse der "offenen, vorurteilsfreien Auseinandersetzung" sollen im zweiten Schritt in eine strategische Ausrichtung münden. Nach Hennef eingeladen wurden Vertreter der Leitungs- und Fachebenen des DFB und seiner Landesverbände sowie externe Experten aus Politik, Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft.

Aufzuarbeiten gibt es jede Menge. Denn 2011 war ein Jahr, das vieles in Bewegung setzte. Nie zuvor wurde soviel über Homosexualität im Fußball gesprochen und geschrieben, nie zuvor haben sich Aktivisten vehementer gegen Homophobie im Sport eingesetzt. Jüngstes Beispiel: Während sich in nahezu jedem Profiverein mittlerweile ein schwul-lesbischer Fanclub etabliert hat, verlagert sich die Arbeit nun zunehmend ins Netz: Im November wurde die "Aktion Libero" ins Leben gerufen, eine Initiative deutscher Sportblogger gegen Homophobie im Fußball (queer.de berichtete). Mit der Unterstützung zahlreicher Prominenter wurde eine gemeinsame Erklärung gegen Intoleranz gegenüber Homosexualität im Fußball formuliert, viele Blogs haben sich darüber hinaus mit dem Thema intensiv beschäftigt und damit neue Zielgruppen erreicht.

Homophobie ist nach wie vor ein Problem im Fußball


Tausende junge, homosexuelle Sportler und Fans warten sehnsüchtig auf das Coming-out eines Profis (Bild: Stuttgarter Junxx)

Denn klar ist: Homophobie ist nach wie vor ein Problem im Fußball. Wenn Homosexualität im Zusammenhang mit Fußball auftaucht, ist der Hintergrund meistens negativ, heißt es in der Erklärung der "Aktion Libero". Man finde dann "mindestens unreflektiertes Verhalten, manchmal Unsicherheit, schlimmstenfalls echte Intoleranz." Dass sich speziell der Profifußball immer noch schwer tut mit dem Thema, bewies im Spätsommer 2011 Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller, als er sich über die Nominierungspraxis von Nationaltrainer Joachim Löw lustig machte (queer.de berichtete). Was angeblich "scherzhaft" gemeint war, musste dem Nationaltrainer den Atem stocken lassen: Denn nie zuvor hat ein Bundesliga-Profi die vermeintliche Homosexualität des Nationaltrainers so offen artikuliert wie Weidenfeller. "Vielleicht gibt es ja bald in irgendwelchen Jugendcamps noch weitere junge Torhüter, die dann eingeladen werden, wenn mal wieder einer ausfällt." Nein, er könne sich das überhaupt nicht mehr erklären. "Vielleicht sollte ich mir einfach die Haare schneiden. Oder etwas zierlicher werden. Ich weiß es nicht." Viel hinein zu interpretieren gibt es in diese Aussagen eigentlich nicht mehr.

Es ist davon auszugehen, dass ein 31-jähriger Profi sehr wohl weiß, was seine Worte bewirken können. Dass er Löw offenbar für schwul hält, ist dabei nicht einmal das Skandalöse. Vielmehr unterstellt er diesem, dass er nicht nach Leistung, sondern nach Aussehen aufstellt. Doch offenbar scheint diese Entgleisung in Fußball-Deutschland, das sich immer so gerne modern und fortschrittlich präsentiert, niemanden ernsthaft zu interessieren. Homophobie ist in den Stadien der Republik offenbar immer noch salonfähig. Auch Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff schwieg zu dem Vorfall. Dabei war es doch ausgerechnet Bierhoff, der im März 2011 nach Ausstrahlung des "Tatort"-Krimis "Mord in der ersten Liga" beklagte, dass die Prominenz der Nationalelf missbraucht werde, um irgendein Thema zu entwickeln oder einen Scherz zu machen. "Das sehe ich immer auch als einen Angriff auf meine Familie – die Familie der Nationalmannschaft." Hintergrund war ein fiktives "Tatort"-Zitat, wonach angeblich die halbe Nationalmannschaft, einschließlich Trainerstab, schwul sei. "Das ist doch schon so eine Art Volkssport, das zu verbreiten" (queer.de berichtete).

Unabhängig davon, dass es diesen "Volkssport" seit einigen Jahren tatsächlich gibt, sah sich Bierhoff damals zu einer Übersprunghandlung provoziert. Die Freude an der Arbeit werde der Nationalelf genommen, "wenn wir uns gegen haltlose Gerüchte wehren müssen". Bierhoff bierernst weiter: "Wir werden jetzt grundsätzlich bei der Nationalelf überlegen, wie wir mit solchen Dingen umgehen. Dass wir nicht wehrlos sind gegen Gerüchte und falsche Unterstellungen aller Art." Doch wer von Angriffen, Gerüchten und falschen Unterstellungen spricht, suggeriert natürlich immer auch, dass er Homosexualität nach wie vor als etwas Anrüchiges, etwas Verbotenes ansieht. Übrigens: Eine Aussage kam dem Teammanager leider nicht in den Sinn: Dass es für ihn nämlich kein Problem wäre, wenn es in der Nationalmannschaft tatsächlich homosexuelle Spieler gäbe. Eine verpasste Chance. Wieder einmal.

Friedrichs Freundin: "Mein Arne ist nicht schwul"


Zusammen mit Andreas Erb hat Dirk A. Leibfried im August das Buch "Das Schweigen der Männer" veröffentlicht

Da passt es ins Bild, wenn sich Fußballer mit Händen und Füßen gegen entsprechende Gerüchte wehren: "Ich bin nicht schwul. Ich bin mit meiner Frau Claudia nicht nur zum Schein verheiratet, und ich habe keinen Freund in Köln, mit dem ich in Wahrheit zusammenlebe", sagte Philipp Lahm der "Bild" (queer.de berichtete). Nach all den Gerüchten über eine heimliche Affäre habe er nun einen Punkt erreicht, "wo ich das Gefühl hatte, ich möchte klarstellen, dass das nicht stimmt." Auch Ex-Nationalspieler Arne Friedrich wollte sich nicht länger mit dem immer wieder kursierenden Gerücht, er habe eine Beziehung mit TV-Moderator Marco Schreyl, abfinden: "Ich bin seit zehn Jahren mit meiner Freundin zusammen und sehr glücklich und denke, für mich gibt es da überhaupt keine Diskussion", sagte er deshalb in der "rbb"-Sendung "Sportplatz" (queer.de berichtete). Und damit auch wirklich keine Zweifel aufkommen, legte Friedrichs Freundin einige Tage später in der "Bild" nach: "Mein Arne ist nicht schwul" (queer.de berichtete).

So grotesk diese Medienpolitik auch erscheint, sie macht selbst vor Bundestrainer Joachim Löw nicht halt: In der "Welt" wurde er gefragt: "Bei den Fußballern, wo das ganze Volk bibbert und mitzittert, da will man natürlich genau wissen, wer da mit wem unter einer Decke steckt. Wie auch immer, ich sag's jetzt einfach mal: Sie selbst, Herr Löw, wurden auch schon mal in die homosexuelle Hälfte gedrängt, weil Sie sich gut anziehen. Was sagen Sie dazu?" Ja, was sagt ein Bundestrainer dazu? Ganz einfach: "Was soll ich dazu sagen?" Er habe auch schon davon gehört. "Es ist wie mit dem Toupet. Auch das stimmt nicht. Fragen Sie gern meine Frau."

Dabei hätte ein Outing im Profifußball heine fast schon historische Dimension. Tausende junge, homosexuelle Sportler warten sehnsüchtig darauf, dass sich eines ihrer Idole zum Schwulsein bekennt. Es würde wohl vieles erleichtern. "Es wäre nicht nur ein Durchbruch für den Fußball, sondern für die gesamte Gesellschaft", glaubt DFB-Boss Zwanziger. Für den amerikanischen Sportsoziologen Eric Anderson ist ein Outing längst überfällig. Zwar sei Sport allgemein konservativer als die Gesellschaft selbst. Doch von einem Bollwerk der Homophobie könne beileibe nicht mehr die Rede sein. "Dass Athleten so große Angst davor haben, sich zu outen, ist in unserer Welt einfach irrational." Das jahrelange Versteckspiel sei für einen schwulen Athleten viel schlimmer. Am stärksten würde die Leistung darunter leiden. "Die ständigen Lügen machen einen psychisch fertig und kosten viel Energie, die dann auf dem Spielfeld fehlt."

Daran wird wohl auch das Dialogforum des DFB vorerst wenig ändern können. Und doch ist es ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Der Autor

Dirk A. Leibfried arbeitet als Journalist und Kommunikationsberater in Kaiserslautern. Er ist Mit-Autor des Buches "Das Schweigen der Männer – Homosexualität im deutschen Fußball", das im August 2011 im Verlag Die Werkstatt erschienen ist.


#1 TadzioScot
  • 30.12.2011, 15:46h
  • "[...]geoutet hat sich ein Profi-Kicker aber ímmer noch nicht[...]"

    Da würde ein RIESEN GROßES "Flashmob-Outing" (so würde man heute sagen) mit allen Schwulen Berühmtheiten der Welt sicher helfen...
    Das wäre ein echtes Massen Ereignis !

    Das heißt alle berühmten bekannten größen
    der Welt, wie z.B Schauspieler,Regie-Futzis,Drehbuchautoren, Songwriter, Musiker, Politiker, Sportler (wie Fussballer etc.pp)
    und so, würden sich exakt gleichzeitig in den Medien als Schwul/Lesbisch outen.

    DAS wäre DIE Sensation und würde so manchen Schwulen Teenie sicher beim Outing helfen und sicher auch den bekannten Berühmtheiten selbst...

    Natürlich sollten auch schon die bekannten Schwulen bei diesen Flashmob mit machen...

    Wie z.b Harvey Fierstein, Roland Emmerich, Elton John, Zachary Quinto, George Takei, Georg Uecker und wie sie alle heißen....

    Denn so ein "Flaschmob-Outing" würde sicher auch den Schwulen Fussballern helfen...

    Denn so wäre man im Schutz der Masse und nicht als einziger dem Outing ausgelifert....

    Was für'ne geile Idee... Nur wird das leider eh keine machen.... Also träum weiter TadzioScot...

    PS: Schreibfehler sind diesesmal
    schlicht und einfach... Schreibfehler
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#2 HnerAnonym
  • 30.12.2011, 16:03h
  • Die Homosexualität eines Fußballspielers ist solange kein Problem, wie er Tore schiesst!
    Wenn er aber nachlässt und sein Verein verliert, wird er von den Fans gnadenlos gemobbt werden!
    Ein Fußballer, der sich outet, weiss also, dass er eine doppelt so gute Leistung bringen muss wie ein Hetero. Unter diesen Umständen kann man es verstehen, wenn fast alle verdeckt bleiben.
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#3 Lapushka
  • 30.12.2011, 18:59h
  • Antwort auf #2 von Hner
  • "Wenn er aber nachlässt und sein Verein verliert, wird er von den Fans gnadenlos gemobbt werden!"

    Kann man nicht verallgemeinern. Kommt auf die Fans an, kommt auf den Verein an, kommt auf den Spieler an.
    Es gibt Spieler die stemmen sich gegen das Nachlassen und es gibt Spieler die schaukeln sich sichtlich die Eier. Letztere müssen mit Ungnädigkeit rechnen.
    Das ist aber auch jetzt der Fall wo es offiziell überhaupt keine homosexuellen Spieler gibt.

    "Ein Fußballer, der sich outet, weiss also, dass er eine doppelt so gute Leistung bringen muss wie ein Hetero."

    Nö, er muss einfach gute Leistung bringen.
    Sonst landet er schneller auf der Tribüne als er gucken kann. So wie alle anderen auch.

    Im Übrigen weiss man ja nicht, wer diese Spieler sind. Vielleicht sind ja welche darunter die bereits etwas geleistet haben und einen guten Status haben.
    Übertriebenes Beispiel, aber würde z.b Iniesta sich outen, würde die Welt ja nicht urplötzlich vergessen was für ein Typ das ist und was er als Fußballer schon geleistet hat.

    Ich muss generell noch was Kritisches zu der ganzen Schose loswerden:
    Mich nervt das Getue bei (männlichen) Sportlern langsam aber sicher ein wenig, da die Signalwirkung fatal ist.
    Wer homosexuell ist, versteckt sich besser anstatt Offenheit und Selbstbewusstsein vorzuleben.
    Wie schon oft angemerkt fehlt es besonders für männliche Jugendliche an unterschiedlichen schwulen Identifikationsfiguren.
    Aber anstatt ihnen welche zu bieten, macht man diese Maschinerie lieber mit, heult höchstens mal anonym rum aber streicht ansonsten weiter zufrieden die Kohle ein.
    Ist doch so. In der Doku darüber wurde ja gesagt, dass es in NM und BL homosexuelle Spieler gibt.
    Da fragt man sich doch, wenn die so furchtbar leiden wie immer kolporiert wird (und was ja auch nachvollziehbar ist), wieso steigen sie nicht aus und suchen sich einen anständigen Job wenn ihnen ihr Selbstwertgefühl und ihre Freiheit so wichtig ist und der Druck des Versteckens sie auffrisst?
    Weil man für ein Millionengehalt die ganze Sache halt offenbar doch irgendwie aushalten kann.
    Sie machen den Krams ja mit anstatt sich zu wehren. Wieso also sollte man etwas ändern wenn es auch so prima funktioniert und gleichzeitig noch die schöne Illusion der "letzten echtenBastion der Männerwelt" ( LOL) aufrechterhalten werden kann?
    Um der Nächstenliebe willen? Hahaha, ja sicher.

    Im Übrigen ist so ein Verhalten auch ein Mitgrund dafür, dass Homosexualität teilweise noch immer als etwas gilt das man frei wählen kann, was jedenfalls nicht unbedingt gelebt werden muss. Ist halt irgendwie so ne Vorliebe, so wie manche Leute halt gerne rauchen.
    Aber nichts Existenzielles.
    Dass es untrennbar mit der eigenen Identität verknüpft ist und zu einem dazu gehört, wird jedenfalls nicht unbedingt glaubwürdig wenn man (offiziell) ein Heteroleben lebt. Es bekommt dadurch nämlich einen optionalen Charakter.
    Ja, wäre schon nett wenn man frei sein könnte, aber notfalls gehts auch anders.

    Und das ist eine Sache die für die meisten anderen Minderheiten nicht gilt, weshalb der "Wenn man xy über Schwarze sagen würde, wäre das aber nicht erlaubt"-Vergleich oft ins Leere läuft.
    Ein Schwarzafrikaner kann sich nämlich z.B nicht verstecken und so tun als wäre er nicht schwarz. Auch nicht wenn er in einem Neonazi-Nest lebt und jeden Tag von denen fertig gemacht wird.
    Ein Behinderter ebensowenig. Andere Minderheiten müssen das sein was sie sind, mit allen Konsequenzen. Sie haben keine Wahlmöglichkeit.
    Homosexuelle entziehen sich dem aber teilweise. Und das nicht nur in Ländern in denen es strafbar ist.
    Das fördert natürlich einerseits nicht unbedingt die Glaubwürdigkeit und auf der anderen Seite, macht sowas es einer Gesellschaft oder einem Milieu (in diesem Fall Fußball-Milieu) sehr leicht, das Thema als mehr oder weniger nicht existent zu betrachten.

    Das war/ist beim Thema Rassismus im Fußball (was in den 80gern, 90gern krass(er) war als heute) anders. Denn wie gesagt: Schwarze Spieler, konnten nicht anders als schwarz sein.
    Damit muss(te) man sich auseinandersetzen.
    Mit phantomhaften homosexuellen Spielern ist das anders.
    Es "gibt" schliesslich im (deutschen) Profifußball keine Homosexuellen. Jedenfalls keine die man sehen kann.
    Wozu soll sich also der Ottonormal-Sportbar-Fan damit auseinandersetzen wenn er nicht selbst was damit zu tun hat?

    Gäbe es welche, wäre es auch für Bierhoff und Co. sehr viel schwieriger, das Thema zu umgehen und die mediale Betrachtung von möglichen Anfeindungen eine ganz andere.

    Lange Rede kurzer Sinn, ich behaupte nicht, dass ein Outing im Fußball total easy wäre, aber ich glaube mittlerweile, es ist unabdingbar damit der deutsche Fußball in dem Bereich wirklich mal ein Stück vorwärts kommt.
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#4 smallAnonym
  • 30.12.2011, 20:16h
  • Das ist, wie schon der Aufmacher schreibt, nun wirklich dutzendfach rauf und runter diskutiert worden....
    Ich kann es nicht mehr hören, es sei denn, es passiert wirklich mal was Neues!

    Alle haben sich zu Wort gemeldet, vermutet und dementiert.

    Ok, fast alle....
    Jetzt steige ich ein ins Boulevard:
    Da gibt es noch diesen ehemaligen Nationaltorwart, jetzt Ersatztorwart (wobei der eigentlich besser als der spielende ist) bei den "Blauen" in Herne West.
    Der sagt nix dazu, aber es gibt da Gerüchte über Gerüchte.....
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 30.12.2011, 23:15h
  • Im Männerfußball gilt immer noch das Motto "unter den Teppich kehren", wenn es um Homosexualität geht und die Einstellung "lieber schwule Fanclubs auf den Tribünen als schwule Mannschaftskollegen" und es wird Zeit, daß sich etwas ändert! Jonathan De Falco hat gezeigt, wie's geht!
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#6 FelixAnonym
  • 30.12.2011, 23:16h
  • Echte Sportler sind Vorbilder und verstecken sich nicht.

    Wer dieses Versteckspiel mitmacht, weiß gar nicht, was er an tollen Erfahrungen verpasst und macht sich auch mitschuldig an Homophobie.

    Würden sich Fußballer outen, wären es echte Vorbilder für Jugendliche wie für Erwachsene, für Homos wie für Heteros.
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#7 eMANcipationEhemaliges Profil
#8 WaschbärAnonym
  • 31.12.2011, 04:37h
  • Ich finde es übertrieben sich über die "Richtigstellungen" der Fussballer zu beschweren. Es ist doch selbstverständlich, dass man irgendwelche falschen Gerüchte nach einer bestimmten Zeit aus der Welt räumen möchte, irgendwann gehts einem halt auf die Nerven. Klaus Wowereit würde es doch 100% auch richtigstellen wenn ihm die Medien unterstellen würden, er wäre eigtl. Heterosexuell und hätte sich nur wegen der Publicity "scheingeoutet".
    Im übrigen ist dass auch eine riesige Beleidigung für die Frauen/Freundinnen der Spieler, wenn sie sich von den Medien als "Scheinfreundinnen" bezeichnen lassen müssen.

    Manchmal habe ich gerade bei Arne Friedrich oder Phillip Lahm so dass Gefühl, dass manche Leute geradezu darauf versessen sind, dass sie UNBEDINGT schwul sein müssen, und deswegen nichts anderes akzeptiert wird.

    Desweiteren möchte ich mal darauf hinweisen, dass die Fussballfans hier ebenfalls sehr Klischeehaft betrachtet werden. Als wären jetzt plötzlich alle Fussballfans homophobe Barbaren. Hier wird einfach behauptet, ein schwuler Fussballer müsse viel besser spielen als ein heterosexueller Fussballer, damit er von den Fans akzeptiert würde: Das ist eine Unterstellung, die niemand beweisen kann und die aufgrund von Vorurteilen (ein Urteil, dass vor dem eigentlichen Sachverhalt gefällt wurde :) ) gemacht wurde.

    Ich stand diese Saison bei jedem Heimspiel meines Fussballvereins mitten im Ultrasblock und nicht ein einziges Mal, habe ich jemanden "Schwuchtel" etc. brüllen hören. Damit will ich nicht sagen, dass es solche Fans nicht auch gibt, aber der Großteil der Fans ist, nach meinen Erfahrungen in deutschen Fussballstadien, mittlerweile ziemlich vernünftig, was diese Thematik anbelangt.
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#9 BvB FanAnonym
  • 31.12.2011, 11:51h
  • Im deutschen Fußball gibt es keine geouteten Spieler, aber in anderen Ländern.
    Die spielen aber verletzungsbedingt, wie zb Anton Hysen, nicht in der ersten Liga.
    Und dann gibt es da noch diesen Kanadier, er ist Profifußballer und auch wenn die amerikanishce und kanadische Liga nicht mit der eiropäischen zu vergleichen ist, ist es schon mal ein Fortschritt das sich zumindest dort jemand outete.
    Man kriegt es auch in der Presse nicht aus allen Ländern mit.
    Traurig aber das sich in Deutschland noch gar kein Spieler geoutet hat.
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#10 Lapushka