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  • 02. Januar 2012, noch kein Kommentar

Das Dokudrama erscheint am 6. Januar auf DVD. Am 7. Januar ist es auf ARTE sowie am 16. Januar im Ersten zu sehen

Parallel zur TV-Ausstrahlung auch auf DVD: das Dokudrama "Friedrich - Ein deutscher König"

Von Carsten Weidemann

Anlässlich des 300. Geburtstags von Friedrich des Großen veröffentlicht Edel:Motion gemeinsam mit der rbb media GmbH am 6. Januar 2012 die DVD des erstklassigen Dokudramas "Friedrich - Ein Deutscher König". Ein besonderes Erlebnis ist die Darstellung von Friedrich II. durch zwei hervorragende Schauspielerinnen: Katharina Thalbach spielt den gramgebeugten und verbitterten Alten Fritz par excellence, und ihre Tochter Anna Thalbach verkörpert den Kronprinzen und jungen König ebenso brillant. Aber auch die anderen Akteure wie beispielsweise Oliver Nägele als Friedrich Wilhelm I., Christina Grosse als Sophie Dorothea oder Walter Sprungala als Voltaire liefern eine darstellerische Glanzleistung ab. Regisseur Jan Peter gelingt mit "Friedrich - Ein Deutscher König" eine hervorragende Annäherung an die berühmteste Symbolfigur eines untergegangenen Staates.

Auf differenzierte und höchst unterhaltsame Weise setzt sich das 90-minütige Dokudrama mit der historischen Persönlichkeit Friedrich II. auseinander und hebt besonders die Brüche und Kontraste dieses exzentrischen und zerrissenen Charakters hervor. Er war ehrgeizig und sensibel, skrupellos und kultiviert, eigensinnig und hochbegabt, autoritär und tolerant. Er war ein Philosoph auf dem Thron und ein unbarmherziger Feldherr in der Schlacht. Er war Literat und Soldat, Feingeist und Aggressor, Reformer und Eroberer.

Ob Friedrich homosexuelle Beziehungen unterhielt, ist nicht geklärt

Den meisten seiner Zeitgenossen erschien er schon zu Lebzeiten als "ein Rätsel". Auch was seine sexuelle Orientierung betrifft: Sein Interesse an seiner Gemahlin war minimal, seine Zuneigung gehört eher dem männlichen Geschlecht, ohne das jemals geklärt wurde, ob Friedrich tatsächliche homosexuelle Beziehungen unterhielt, die über platonische Männerfreundschaften hinausgingen.

In Schlüsselszenen werden wesentliche Lebensstationen vom Querflöte spielenden Kriegsverächter zum kalt kalkulierenden Strategen nachgezeichnet. Die fiktionalen Sequenzen des Films sind von Animationen und grafischen Steckbriefen der wichtigsten Protagonisten flankiert, zudem ordnen Experten wie der renommierte Preußen-Fachmann Prof. Christopher Clark das Geschehen ein.

Dieser besonders aufwändig produzierte Film ist eine Gemeinschaftsproduktion der DOKfilm Fernsehproduktion GmbH mit dem rbb, WDR, MDR und SWR in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert von der Mitteldeutschen Medienförderung und dem Medienboard Berlin-Brandenburg .Im Fernsehen wird das Dokudrama am 7. Januar 2012 um 20.15 Uhr auf ARTE sowie am 16. Januar 2012 um 22.45 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

Youtube | Trailer zum Film