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Alan Chambers, der Präsident der Ex-Gay-Gruppe Exodus International, ist vom evangelikalen US-Magazin "World" zum "Daniel of the Year". Die Auszeichnung, die nach einem biblischen Propheten benannt wurde, wird Aktivisten verliehen, die "Mut zeigten in der Verteidigung von Gott". Exodus International ist die größte Gruppe, die Schwulen und Lesben die "Konversionstherapie" aufnötigen will, weil Homosexualität moralisch verwerflich und unchristlich sei. Psychologenverbände weltweit warnen jedoch vor dieser Therapie, da sie Schwule und Lesben in den Selbstmord treiben würde.

Ein Bericht über die Auszeichnung ist im Christian Broadcasting Network (CBN) ausgestrahlt worden, dem größten christlichen Nachrichten- und Unterhaltungssender der Welt:

In dem Bericht wird der "permanente Angriff von schwulen Aktivisten" auf die christliche Homoheiler-Bewegung beklagt. Als Beispiel für den Sieg von "Political Correctness" über den christlichen Glauben nennt der Fernsehsender die iPone-App von Exodus, die von Apple im März 2011 nach Protesten aus dem App-Store entfernt worden ist (queer.de berichtete).

Marvin Olasky von "World" erklärt im Fernsehbeitrag, warum der Präsident der Homo-Heiler die Auszeichnung verdient:

Nicht nur weltliche Menschen, auch Christen, haben Alan Chambers den Rücken zugekehrt. Wir wollen ihn aber unterstützen und sagen: "Du bist nicht alleine. Wir sind froh, dass du den Mut hast zu tun, was du tust."

Was weder "World" noch CBN erwähnen: Viele ehemalige Exodus-Unterstützer haben inzwischen erkannt, dass Homo-Heilung bei den "Patienten" Schaden anrichtet: So erklärte der ehemalige Exodus-Chef John Smid, dass ihm seine Homoheiler-Vergangenheit Leid tue und dass er noch nie jemanden getroffen habe, bei dem die Entschwulung geklappt habe (queer.de berichtete).

Richtig lustig ist die Entlarvung des Vorsitzenden John Paulk im Jahr 2000: Der Exodus-"Posterboy", der mit einer prominenten "Ex-Lesbe" verheiratet war, wurde damals in einer Schwulenbar in Washington D.C. gesichtet. In der Bar sei er jedoch "nur mal pinkeln" gegangen und habe nicht gewusst, dass dort auch Homosexuelle verkehrten, sagte er tags darauf verdutzt der Presse. Später gab er zu, dass er Männer treffen wollte - 13 Jahre nach seiner "Heilung".

Ehemalige "Daniel"-Preisträger zeigen, in welche politische Richtung die Auszeichnung geht: So erhielt etwa Kenneth Starr den Preis, der in den 90er Jahren den Bericht zu den Sex-Abenteuern von Präsident Bill Clinton und seiner Praktikantin Monica Lewinsky verfasst hatte. Auch George W. Bushs Justizminister John Ashcroft wurde ausgezeichnet, weil er "Linke niedergerungen und den Terrorismus angegangen" sei. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 MarekAnonym
  • 02.01.2012, 17:23h
  • Eigentlich könnte man über solche Witzfiguren nur noch lachen. Wenn die nicht so brandgefährlich wären...
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#2 maaaartinAnonym
  • 02.01.2012, 18:29h
  • wow, erst dachte ich das foto ist vielleicht ein wenig unvorteilhaft, aber diesen manisch-irren blick hat der knabe wirklich auf jedem 2 bild, das man online von ihm findet.
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#4 alexander
  • 02.01.2012, 19:41h
  • Antwort auf #2 von maaaartin
  • da bleibt nur zu hoffen, dass er sich nicht mal aus versehen verschluckt, wenn ihm mal nicht nur das wort im halse stecken bleibt !
    hätte nie gedacht, dass mich der begriff CHRIST jemals so wütend machen könnte ?
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#5 Some ThoughtsAnonym
  • 02.01.2012, 20:03h
  • Ist nicht Joseph Nicolosi ein “echter" ehemals Homosexueller. Er macht auch nicht sooo auf religiös, bleibt psychologisch und seine Theorien klingen plausibel. Sympathisch auch, dass er mal erzählte, dass er bei einem Paar, das den Raum betrifft, zuerst immer noch auf den Mann schaut und so impliziert, dass es die 100 % Veränderung nicht gibt. Muss es ja auch nicht. Gibt auch Heteros, die als erstes starren;-)
    Dass Homosexualität aus der ICD Liste gestrichen wurde hatte wirklich was mit politischen Druck zu tun, in der Hoffnung Diskriminierung zu stoppen.
    Dass man Homosexualität nicht wegbeten kann ist doch auch klar und man nicht Jesus braucht.
    Dieses Gott-Ding kann man aber eher so verstehen, dass man ein positives Vaterfigur-Bild aufbauen muss bzw. kann, was auch zu einem anderen Körperselbstbild führen und die sozialen Beziehungen verändern kann.
    Viele Homosexuelle sind ja nicht nur anti-religiös, weil der Fundamentalismus so diskriminierend daherkommt, sondern weil sie in sich das Vater-Ding nicht gelöst haben, wofür symbolisch der Gott steht. (Achtung Klischee, aber doch nicht zu unterschätzen, wieder: Wahrheit vs. Klischee vs. PC. oder ein Zitat eines Künstler: "Ein Klischee ist die absolute Wahrheit")
    In einer Therapie sich nur auf die Sexualität zu konzentrieren ist selbstverständlich Blödsinn, aber Nicolosi sagt ja auch, dass es dabei kaum um Sexualität geht, sondern um andere Sachen, die mithilfe der Sexualität gelöst werden wollen.

    Deswegen auch sehr gut die Bücher von Charlotte Roche, die schön zeigen, dass man durch Sexualisierungen Schmerz, Trauer, Wut und vor allem Angst versucht in den Griff zu kriegen bzw. diese von Nöten sind, damit die Psyche einigermaßen im Gleichgewicht bleibt.

    Nicht dumm die Psyche..

    Aber natürlich muss man fragen, warum es denn einen Wunsch zu einer Veränderung gibt.
    Ist es nur wegen der “Kollision" mit der Außenwelt?

    Some thoughts...
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.01.2012, 20:07h
  • Die Ex-Gay-Bewegung gibt sich immer mehr der Lächerlichkeit preis. Hoffentlich rennen denen bald die Mitglieder davon!
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#7 finkAnonym
  • 02.01.2012, 20:28h
  • Antwort auf #5 von Some Thoughts
  • "Ist nicht Joseph Nicolosi ein “echter" ehemals Homosexueller. Er macht auch nicht sooo auf religiös, bleibt psychologisch und seine Theorien klingen plausibel."

    nicolosis behauptung, gott habe nur heterosexuelle menschen geschaffen (und einige davon hätten ein "homosexuelles problem") ist aber keine psychologie. der mann, den du hier verteidigst, ist kein wissenschaftler, sondern ein religiöser sektierer. seine behauptungen gründen sich nicht auf wissenschaftliche belege, sondern auf ideologisch verzerrte wahrnehmung - die er natürlich umgekehrt denjenigen unterstellt, die es wagen, darauf hinzuweisen, dass es glückliche homosexuelle gibt und nicht nur leidende mangelwesen. "plausibilität" reicht für eine wissenschaftliche theoriebildung nicht aus, und der explizite bezug auf die religion stellen einen direkten widerspruch zur angeblichen wissenschaftlichkeit dar. die äußerst geringe quote an echten "erfolgen" seiner "reparativen" "therapie" spricht außerdem für sich.

    dass man heute sogar in einem queeren forum wieder darüber diskutieren muss, ob es eine "homoheilung" geben kann, das finde ich wirklich erschreckend.

    verschiedenste "therapie"versuche in verschiedensten "wissenschaftlichen" disziplinen haben in den letzten hundert jahren tausende von toten, psychisch verkrüppelten und körperlich verstümmelten menschen hervorgebracht - aber keinen einzigen "geheilten" homosexuellen.

    reicht es nicht langsam mal? wie viele opfer soll es noch geben, nur weil irgendeine theorie doch so "plausibel" klingt?
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#8 FelixAnonym
#9 Lapushka
  • 03.01.2012, 02:25h
  • Antwort auf #5 von Some Thoughts
  • "seine Theorien klingen plausibel. "

    Das finde ich ganz und garnicht.

    "zuerst immer noch auf den Mann schaut und so impliziert, dass es die 100 % Veränderung nicht gibt."

    Mir kommt es eher so vor als ob solche Leute sich psychisch so "crashen", dass sie es unter Umständen irgendwann irgendwie schaffen, ihre homosexuellen Bedürfnisse "im Griff" zu haben (also nicht auszuleben) und vielleicht (ansonsten wird ja Asexualität als Alternative genannt. Toll...) "schaffen", mit einer Frau zu leben und vielleicht auch Sex zu haben, aber dass das dieselbe sexuell-emotionale Zuneigung wie bei Heteros ist bezweifle ich.
    Ob das auf Dauer so glücklich macht, ist eine andere Frage.

    Dass welche von denen verheiratet sind, haut mich jedenfalls nicht vom Hocker.
    Schein-Ehen sind ja nun kein neues Phänomen und mitnichten ein Beweis für Heterosexualität. Besonders nicht wenn die Typen dann später doch in schwulen Locations entdeckt werden.

    "Dass Homosexualität aus der ICD Liste gestrichen wurde hatte wirklich was mit politischen Druck zu tun, in der Hoffnung Diskriminierung zu stoppen"

    Das hat ganz einfach etwas damit zu tun, wie der Begriff "Krankheit" definiert wird.

    "aber eher so verstehen, dass man ein positives Vaterfigur-Bild aufbauen muss "

    Ich hasse diese Pauschalisierungen der Ex-Gay Bewegung.
    Nicht jeder Homosexuelle hat Vater-Probleme. Und nicht jeder Heterosexuelle hat keine Vater-Probleme.

    Das ist ja das was behauptet wird. Vater war nicht präsent genug, nun sucht man sich in einem anderen Mann einen Vaterfigur und versucht das dadurch zu kompensieren.
    Oder man fühlt sich selbst nicht männlich (bzw. weiblich bei Lesben) genug und will deshalb ein bisschen Männlichkeit von nem anderen Kerl "abkriegen" durch Sex. So die Theorie.
    Aber wieso gibt es dann viele Homosexuelle die auf Twinks, Bubis usw. also nicht auf stereotyp maskuline Typen stehen bzw. selbst eine "Daddy-Rolle" einnehmen?
    Würden alle homosexuellen Männer sich nach einer Vaterfigur sehnen, müssten sie ja im Grunde alle auf Bären oder so stehen. Ist aber nicht so.
    Welche archetypisch-väterliche Männlichkeit die über ein Vaterproblem hinwegtrösten kann, geht denn bitte von Twinks aus?

    Und was ist mit den Lesben? Da liegts ja angeblich an der Mudda.
    Wenn man sagt, dass Gott eine Vaterfigur ist, also männlichen Geschlechts, was sollen dann die Lesben machen?

    "Viele Homosexuelle sind ja nicht nur anti-religiös, weil der Fundamentalismus so diskriminierend daherkommt"

    Wie soll man bitte ein positives Vaterfigur-Bild zu jemandem aufbauen, von dem behauptet wird, dass er einen nach dem Tod eine Ewigkeit foltern lassen wird, wenn man nicht schleunigst aufhört seinen Freund zu lieben?
    Unter solchen Drohungen würde ich so eine "Person" schon aus Trotz nicht lieben (können). auch nicht wenn angeblich mein Seelenheil davon abhängt.

    "sondern weil sie in sich das Vater-Ding nicht gelöst haben, wofür symbolisch der Gott steht."

    Aha, so ist das.
    Das Vater-Ding wurde nicht gelöst. Weiss zwar keiner was das heissen soll aber klingt ja ungeheuer bedeutsam.
    Aber wer braucht schon Details und wissenschaftlich haltbare Thesen, wenn man einfach von ungelösten Vaterdingern reden kann.

    "In einer Therapie sich nur auf die Sexualität zu konzentrieren ist selbstverständlich Blödsinn, aber Nicolosi sagt ja auch, dass es dabei kaum um Sexualität geht, sondern um andere Sachen, die mithilfe der Sexualität gelöst werden wollen. "

    Dazu brauchste aber keine Ex-Gay-"Psychologen" (die meisten sind ja weder Psychologen, noch Ärzte, noch Therapeuten sondern einfach Leute die dank Jesus etwas größenwahnsinnig geworden sind und meinen, auch als Laie könne man sowas.
    Ein Laie käme, Jesus hin oder her, niemals auf die Idee, einen chirurgischen Eingriff bei jemandem zu tätgen, aber bei der Psyche des Menschen scheinen da Null Skrupel zu herrschen. Kann man ja schliesslich nicht anfassen und wegen Körperverletzung verklagt werden).
    Wenn du meinst ein Problem zu haben, geh zu einem echten Therapeuten und arbeite genau daran.
    Wenn das Problem nicht Homosexualität heisst, wie dein toller Nicolirgendwas suggeriert, sondern selbige nur ein Symptom ist für was auch immer (Vaterprobleme etc.), dann braucht man keinen ExGay Typen sondern einen normalen Therapeuten der das Vaterproblem, falls vorhanden, aufarbeiten hilft.

    Ist das Vaterproblem dann weg, müsste auch das dadurch verursachte Symptom Homosexualität weg sein.
    Tut es das nicht, tja, dann ist man wohl schlicht und ergreifend homosexuell.
    Aber genau so arbeiten Ex-Gays nicht. Homosexualität ist immer das was im Mittelpunkt steht und auf das alles fokussiert wird und was weg muss. Sonst wäre man ja nicht dort und das sagen die ja auch ganz offen.
    Von Ergebnisoffenheit keine Spur.

    Und genau das ist was gefährlich ist.
    Genau das ist das Ziel was erreicht werden muss in letzter Instanz.
    Die meisten bauen ja sogar auf ihren Internetpräsenzen vor und sagen, falls es nicht klappt, liege es daran dass man einfach nicht doll genug gewollt hat (Ansonsten würden sie ja auch Gefahr laufen, die Kohle zurückzahlen zu müssen wenn sie keine Ergebnisse liefern). Man ist also im Fall der Fälle selber schuld und ein Versager weil man nicht stark und motiviert genug ist.

    Und dann wundert man sich, wenn bereits vorher verzweifelte Homosexuelle dadurch völlig labil werden und sich uU das Leben nehmen.

    Aber was soll man machen. Sobald man volljährig ist, kann man seine Kohle auch ins Klo spülen. Gibt ja auch Leute die ihr Geld zu Scientology tragen, wieso dann nicht auch ein paar Ex-Gays reich machen. Muss halt jeder selber wissen.
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#10 maaaaartinAnonym
  • 03.01.2012, 10:18h
  • Antwort auf #5 von Some Thoughts
  • versteh ich dich richtig, das du damit sagen willst , dass homosexualität für dich eine krakheit ist?

    mit meinem papa hab ich kein problem. wenn die religiösen meine grundrechte nicht ständig bekämpfen würden hätte ich mit denen auch kein problem. ich unterhalte mich ja auch gern mal mit ufogläubigen... mit aussagen wie deinen habe ich allerdings ein problem. auch wenn sie so kuschelig wuschelig kreidefressend verschwurbelt wie bei dir daherkommen.

    my thoughts:

    mit einer frau, die man nicht lieben kann eine familie gründen, zu der man sich zwingen muss nur weil ein paar ideologen meinen, alle welt hätte so zu funktionieren, hat für keine seite was mit liebe zu tun.
    wer menschen mehr als religiöse regeln liebt sollte das einsehen können.
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