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Mitt Romney und Rick Santorum liegen in Iowa Kopf an Kopf

Mit nur acht Stimmen Vorsprung hat sich der als gemäßigt geltende Mitt Romney bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Iowa gegen den erzkatholischen Konservativen Rick Santorum durchgesetzt.

Update am Ende des Artikels: Nach Neuauszählung der Stimmmen doch Sieg für Santorum

Romney gewann mit 30.015 Stimmen (24,55 Prozent) gegen Santorum, der bei den Wahlen am Dienstagabend 30.007 Stimmen (24,54 Prozent) auf sich vereinigen konnte. An dritter Stelle folgte der libertäre Ron Paul mit 22 Prozent. Für die weiter hinter platzierten Politiker Newt Gingrich (14 Prozent), Rick Perry (elf Prozent) und Michele Bachmann (fünf Prozent) könnte das schlechte Abschneiden in Iowa das baldige Aus ihrer Kandidatur bedeuten, auch weil sie nicht über die finanziellen Mittel verfügen, den teuren Vorwahlkampf (und dann den noch teureren Präsidentschaftswahlkampf) durchzustehen.

Überraschend ist insbesondere das starke Abschneiden von Rick Santorum bei den Wahlversammlungen im Bauern-Staat: Der frühere Senator aus Pennsylvania hatte insbesondere bei den evangelikalen Konservativen um Stimmen geworben, indem er deren Lieblingsthemen besetzte: Abtreibung und Homo-Rechte. So drohte er noch am Wochenende damit, die Ehen von bereits verheirateten Schwulen und Lesben nach einem Wahlsieg zwangsannulieren zu lassen. Auf diese Weise konnte er Umfragen zufolge seinen Stimmenanteil in Iowa binnen weniger Tage vom einstelligen Bereich bis fast an die Spitze des Feldes steigern. Während Santorum in ländlichen Bezirken bis zu zwei Drittel der Stimmen erhielt, lag Romney im urbaneren Polk County – dem größten Bezirk des Staates – 1.500 Stimmen (oder sieben Prozentpunkte) vor Santorum. Analysten gehen nun davon aus, dass Romney mit Rückenwind aus Iowa einen leichten Sieg im liberaleren Neuengland-Staat New Hampshire einfahren wird. Diese Wahl findet am kommenden Dienstag statt.

Großer Einfluss von konservativem TV-Sender


Wahlwerbung auf dem Land

Santorum erhielt in den letzten Wochen auch Rückendeckung vom einflussreichen konservativen Meinungssender Fox News, der erst vor wenigen Wochen den Favoriten Romney in einem Interview zu demontieren versuchte – Moderator Bret Baier warf dem Mormonen vor, bei vielen Themen wie der Gesundheits- oder Einwanderungspolitik seine Meinung wiederholt geändert zu haben. Viele Parteifreunde halten den 64-Jährigen für einen Langweiler, der sein Fähnchen immer nach dem Wind dreht. Santorum dagegen erhielt unter anderem warme Worte von Fox-Korrespondentin Sarah Palin und Fox-Besitzer Rupert Murdoch. Der Milliardär twitterte, Santorum sei der einzige Kandidat, der ein "authentisches und großes visionäres Konzept für das Land" habe.

Konservative Blogger beschuldigten Romney ferner, ein "homo lover" zu sein, weil er schwul-lesbische Rechte in der Vergangenheit nicht deutlich genug verurteilt habe. Zwar gilt Romney im Rennen als einer der homofreundlichsten Politiker – auch weil er 2003 bis 2007 als Gouverneur des weltoffenen Bundesstaates Massachusetts die von der republikanischen Basis vertretenen Thesen nicht vertreten konnte. Allerdings hatte auch er in dieser Funktion gegen die von einem Gericht angeordnete Öffnung der Ehe gekämpft, indem er etwa versuchte, die Eheschließungen mit einem längst vergessenen Gesetz einzuschränken, das gegen interrassische Hochzeiten eingeführt worden war (queer.de berichtete).

Präsident Barack Obama steht bereits als Kandidat der demokratischen Partei fest – der Profi-Wahlkämpfer hat bereits über 60 Millionen Dollar an Spenden für seine Kampagne gegen den Sieger der Republikaner gesammelt. Die Demokraten hoffen, dass der bislang recht chaotische Vorwahlkampf der Republikaner länger andauert und sich die Kandidaten selbst zerfleischen. Bereits in Iowa wurde der Ton rau: So griff ein Romney-Werbespot Gingrich persönlich an und warf ihm unter anderem vor, Ehebruch begangen zu haben (der konservative "Family Values"-Kandidat ist zum dritten Mal verheiratet). Gingrich nannte daraufhin seinen Parteifreund in Interviews unter anderem einen Lügner. (dk)

Update: 16 Tage nach der Vorwahl in Iowa konnte Rick Santorum doch noch einen Sieg feiern: Nach einer Neuauszählung der Stimmen liegt de Homo-Hasser knapp vor Mitt Romney. Santorum erhielt demnach 29.839 Stimmen (24,56 Prozent), Romney kommt auf 29.805 Stimmen (24,53 Prozent). Santorums Vorsprung beträgt demnach 34 Stimmen.



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#1 MichaelTh
  • 04.01.2012, 11:17h
  • Es erstaunt mich immer wieder, wie wichtig wir Schwule doch sind. Für Millionen von Menschen scheinen wir das wichtigste Thema überhaupt zu sein! Im US-Wahlkampf reicht es schon, gegen uns zu sein, ohne sich zu wirklich politischen oder wirtschaftlichen Inhalten zu äußern, um massenhaft Zulauf und Stimmen zu bekommen. Auch die katholische Kirche würde ohne uns zerbröseln wie ein alter Weihnachtskeks, da auch hier wir das wichtigste Thema überhaupt zu sein scheinen. Nicht die Worte Jesu von Liebe und so, nein, der Hass auf Schwule, intern wie extern, hält diese Vereinigung zusammen. Ich hab bis heute nicht begriffen, wieso das so ist. Was tun wir der Welt an? Ich weiß es nicht. Da wünschte ich mir, doch mal weniger "wichtig" in diesem negativen Sinne zu sein und einfach so leben zu können.
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#2 DadoMucAnonym
#3 meinen ohrenAnonym
  • 04.01.2012, 13:18h
  • Antwort auf #2 von DadoMuc
  • Obama hatte gesagt, er würde Guantanamo schließen, falls er zum Präsidenten gewählt würde.
    Er hat Guantanamo nicht geschlossen.

    daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/ciagefaengnis101.html

    Obama sagte, er werde gegen den
    mittelalterlichen "National Defense
    Authorization Act "sein Veto einlegen.
    Nun hat er ihn vor vier Tagen unterzeichnet.

    Der National Defense Authorization Act wird dem US-Militär die Befugnis geben, jede Person, die verdächtigt wird, eine Bedrohung für die nationale Sicherheit zu sein, festzunehmen und für eine unbestimmte Zeit an einem geheimen Ort festzuhalten. Wie beim Patriot Act hätte eine solche Person keinerlei Anspruch auf einen gesetzlichen Verteidiger. Zudem muss gegen eine solche Person noch nicht einmal Anklage erhoben werden.

    de.wikipedia.org/wiki/Habeas_Corpus

    Ein Gesetz über flüchtige "Negersklaven" aus dem Jahr 1850, machte es Afro-Amerikanern praktisch unmöglich, sich zu verteidigen, wenn jemand behauptete, sie seien entlaufene Sklaven und ihm gehörig.

    de.wikipedia.org/wiki/Habeas_Corpus

    Obama hat als Präsidentschaftskandidat die berüchtigten „Unterzeichnungserklärungen“, die George W. Bush als erster in größerem Umfang verwendete, vehement verurteilt.

    Bei diesen stellt der Präsident bei der Unterzeichnung eines neuen Gesetzes in einer Zusatzerklärung fest, daß er sich nicht unbedingt an alle Bestimmungen des Gesetzes halten wird, wenn er den Eindruck hat, daß diese seine Befugnisse einschränken.

    Nun nutzt Obama solche Erklärungen in wachsendem Umfang.

    Während seines Urlaubs auf Hawaii kündigten seine Mitarbeiter an, er wolle 2012 weitgehend per Dekret regieren, um mehr Zeit für seinen Wahlkampf zu haben.

    Ein Pressesprecher des Weißen Hauses (Josh Earnest) sagte in Honolulu ganz offen: „Der Präsident wird ein größeres Spielfeld haben. Wenn das den Kongreß einschließt, um so besser, aber das ist keine Voraussetzung mehr. Der Präsident ist nicht mehr an Washington gebunden.“

    Das Weiße Haus bestätigte inzwischen, daß mindestens 20 neue Exekutivanordnungen vorbereitet werden.

    Obama sagte auch fresh an sophisticated, er wolle klarstellen, dass während seiner Amtszeit kein Amerikaner ohne faires Gerichtsverfahren eingesperrt würde.[cool!] Er glaube daran, dass so etwas die von der Verfassung bestimmten Rechte seiner Mitbürger einschränken würde.

    de.wikipedia.org/wiki/Habeas_Corpus
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#4 TOniAnonym
  • 04.01.2012, 14:13h
  • Antwort auf #3 von meinen ohren
  • Moment ...
    Wie auch in Deutschland, könne auch in den USA nicht alle Wahlversprechen eingehalten werden. Obama braucht nicht nur seine alleinige Macht um Entscheidungen zu treffen, sondern auch den Kongress, also das Repräsentantenhaus und den Senat. Die muss er ebenfalls in Stimmung halten.
    Ein wichtiger Punkt aber den er wohl mit massivsten Gegenwinden durchgesetzt hat ist der, dass er für über 40 Millionen Menschen eine Gesundheitsvorsorge eingeführt hat. Er wurde darauf hin als Hitler dargestellt und das neue Gesundheitssystem als freiheitsberaubend.
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#5 SebiAnonym
  • 04.01.2012, 16:13h
  • Der ist zwar auch kein direkter Homofreund und die Republikaner sind eigentlich alle unwählbar, aber er ist zumindest besser als dieser evangelikale Homohasser-Gegenkandidat.
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#6 DSDSAnonym
  • 04.01.2012, 16:22h
  • Horst Köhler
    am 22.05.20110:

    "Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg."

    Christian Wulff
    am 24.08.2011:

    "Wer heute die Folgen geplatzter Spekulationsblasen allein mit Geld und Garantien zu mildern versucht, verschiebt die Lasten zur jungen Generation und erschwert ihr die Zukunft. All diejenigen, die das propagieren, handeln nach dem Motto: Nach mir die Sintflut."
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#7 friede springerAnonym
  • 04.01.2012, 16:36h
  • Antwort auf #6 von DSDS
  • DIE ZEIT: Es soll einen zweiten Moment des Selbstzweifels gegeben haben – beim Treffen des »Andenpakts« Pfingsten 2010. Da sollen Sie, so gibt es der Spiegel wieder, gesagt haben: »Entweder es tut sich bald was, oder ich hau in den Sack!«

    Wulff: Das kann ich nicht gesagt haben, weil ich so nicht formuliere. Ich habe dort etwas gesagt, was ich heute noch stärker empfinde: dass Parlamente stärker an Entscheidungen teilhaben müssen. Dass heute zu viel in kleinen »Entscheider«-Runden vorgegeben wird, was dann von den Parlamenten abgesegnet werden soll. Darin sehe ich eine Aushöhlung des Parlamentarismus. Damit schwindet die Grundlage für Vertrauen, fehlt die Transparenz und Teilhabe für Bürger und Parlamentarier. Ich erlebe, dass Politikerverdrossenheit heute eine Ausweitung erfährt: nicht mehr nur von Bürgern gegenüber Politikern. Inzwischen sind Politikerinnen und Politiker häufig verdrossen, verdrossen über ihre eigene Tätigkeit und ihre Rolle, die ihnen noch zukommt, verdrossen über ihren schwindenden Einfluss.

    www.zeit.de/2011/27/Interview-Wulff
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#8 kann esAnonym
  • 04.01.2012, 16:37h
  • Antwort auf #6 von DSDS
  • sein, dass wulffs hauptfehler (in den augen der herrschenden klasse) darin bestand, mit der falschen sozialen herkunft auch noch den falschen ton gegenüber friede & co. erwischt zu haben. beides zusammen geht dann offenbar doch nicht.

    ps: keine entschuldigung für alles andere!
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#9 ABCDAnonym
  • 04.01.2012, 16:54h
  • Antwort auf #6 von DSDS
  • wulff muß auch noch weg. wer in seiner position seinen reichtum illegal weiter bereichert, kann kein vertrauen aus der bevölkerung erwarten.

    damit will ich allerdings nicht die blödzeitung in irgendeiner weise verteidigen.
    es tut mir nicht leid um beschimpfte journalisten die für das hetzblatt bild arbeiten. denn die schreiben selber in ihren artikeln reaktionären, sexistischen und platten schrott und sorgen dafür das das volk weiter verdummt. und das täglich.
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#10 stromboliProfil
  • 04.01.2012, 17:39hberlin
  • Antwort auf #9 von ABCD
  • na ja, es ist nichts illegales daran, sich zu bereichern!
    Selbst die parlamentarische verpflichtung auf gemeinüblichen umgang im falle von kreditaufnahmen ist ein verhandlungsfall...
    worauf wulf sich ja nun beruft.

    Das was aber ins auge fällt: es gibt das zwei klassensystem im staate!
    Politiker können sich ihre verbindungen zu nutze machen und profitieren von ihrem einfluss und entscheidungsmöglichkeiten. Dinge, von denen der gewöhnliche häuslebauer nur zu träumen wagt, oder trotz allem weiterhin fdp wählt...
    Damit ist der verdacht der vorteilsnahme durch politiker bestätigt!
    Was uns bananenrepubliken wie italien bisher vorführten, ist nun auch an der spree angelangt!

    Wer da sonst noch zinsgünstige kredite einkassiert hat, sollte nun die journale beschäftigen... da ist wullf nur der sichtbar gewordene obertrottel der nation!
    Vieleicht finden wir ja demnächst was über finanzierungsgehabe beim ankauf von immobilien in spanien???

    Lassen wir uns überraschen!
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