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Fünf Jahre nach Outing durch Callboy

Ted Haggard bei "Frauentausch"


Ted Haggard will via Reality-TV neue Schäfchen gewinnen... (Bild: American Broadcasting Company)

Der nach einer Callboyaffäre zurückgetretene Evangelikalen-Führer Ted Haggard hat sich mit der Teilnahme bei der US-Dokusoap "Celebrity Wife Swap" zurückgemeldet.

Die Sendung, die am Montagabend um 22 Uhr vom Networksender ABC ausgestrahlt wurde, haben insgesamt 6,3 Millionen Menschen angeschaltet. In der US-Version der RTL2-Sendung "Frauentausch" zog er für eine Woche mit Steffanie Sampson ein, der Verlobten des 67-jährigen US-Actionstars Gary Busey ("Lethal Weapon", "Alarmstufe: Rot", "Tal der Wölfe"). Busey verbrachte die Woche mit Haggards Ehefrau Gayle.

In der insgesamt recht belanglosen Realityshow kam auch die christliche Ansicht über Homosexualität zur Sprache. So fragte Steffanie Sampson ihren Kurzzeit-Ehemann, ob Schwule des Teufels seien. Das verneinte Haggard vehement. In der Kirche sei jeder willkommen, versicherte der 55-Jährige weiter. Anschließend fragte Sampson nach seiner Haltung zur Ehe-Öffnung: "Wir sind aus semantischen Gründen zurückhaltend bei der Homo-Ehe, aber wir sind für eingetragene Lebenspartnerschaften", erklärte Haggard. Die Ehe sei aber historisch als heterosexuelle und monogame Verbindung gewachsen und dürfe nicht verändert werden. Sampson fand das unfair: "Zwei Menschen, die einander lieben, sollten das Recht auf eine Ehe haben und alle Rechte erhalten, die Verheiratete haben."


Gary Busey und Steffanie Sampson mit ihrem gemeinsamen Sohn Luke (Bild: American Broadcasting Company)

In einem Interview nach der Sendung sagte Haggard, er schätze Sampson, weil sie seine Religion geachtet habe, obwohl sie selbst eher einer "New-Age-Philiosophie" anhänge. Mit seinem Auftritt wolle er Hoffnung vermitteln: "Vor fünf Jahren waren meine Frau und ich in einer tiefen Krise, die dramatischer war als die Durchschnittsprobleme. Aber unsere Familie ist zusammengewachsen und wir wurden dadurch stärker."

Ted Haggard leitete eine Megakirche in Colorado und war der Vorsitzende der National Association of Evangelicals, der mehr als 30 Millionen "wiedergeborene" Christen angehören. 2006 musste er von allen Posten zurücktreten, nachdem ihn ein Stricher als seinen Kunden geoutet hatte (queer.de berichtete). Daraufhin begann Haggard eine "Therapie", um seine Homosexualität zu "besiegen". Zwei Jahre später erklärte er sich als "geheilt" (queer.de berichtete). Er blieb verheiratet und versuchte in den letzten Jahren, wieder eine Kirchengemeinde aufzubauen.

Seine Unterstützung für eingetragene Partnerschaften bei "Frauentausch" kommt überraschend, da er immer wieder in Predigten erklärt hatte, dass Schwule und Lesben unmoralisch lebten und ihre Beziehung nicht vom Staat anerkannt werden sollte. Vor seinem Outing setzte er sich auch für einen Volksentscheid in seinem Heimatstaat Colorado an, der das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in der Regionalverfassung verankern sollte. Dem Referendum stimmten am Ende 56 Prozent der Wähler zu. (dk)



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#1 SchokiAnonym
  • 04.01.2012, 14:32h

  • Ah ja, is klar... Der is ja glaubwürdiger als die Fdp und seriöser als die Piratenpartei...
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#2 no sex plsAnonym
  • 04.01.2012, 14:36h
  • ach ja ich erinnere mich. der "kofferträger", der rein "zufällig" als stricher arbeitete. was natürlich auf keinen fall sex bedeuten muss, denn wenn man jemanden braucht der einem die reisekoffer trägt liegt es nahe einen stricher zu buchen.

    wer wird es dieses mal sein mit dem haggard natürlich keine affäre unterhält?
    der junge hausanstreicher auf der leiter, den er festhalten muss das er nicht runterfällt?
    der heimische liftboy, der sich mit den etagenknöpfen noch nicht auskennt und eingearbeitet werden muß?
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#3 CarstenFfm
  • 04.01.2012, 15:11h
  • Antwort auf #2 von no sex pls
  • wenn ich mich recht erinnere war der mit dem Stricher als Kofferträger ein konservativer Politiker.... nicht zu verwechseln mit dem konservativen Politiker, der auf der Klappe erwischt wurde.

    Hagaard war der, der mit dem Stricher nicht nur Sex, sondern auch Drogenkonsum hatte.... aber eigentlich wars ja nur eine Massage.

    Vielleicht sollten man mit den allen mal sowas wie "Strichertausch" inzsenieren.


    Wie?.... er meint Homos sind nicht des Teufels?.... das sind ja ganz neue Töne von ihm.
    Hat er Kreide gefressen?

    Jedenfalls ist er einfach nur peinlich.... und ihm ist halt auch nicht peinlich, um noch etwas Publicity zu kriegen.
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#4 finkAnonym
  • 04.01.2012, 15:23h
  • Antwort auf #2 von no sex pls
  • ich glaube, der mit dem "kofferträger" war ein anderer. aber die anzahl der homohetzer, die man in stricherlokal oder klappe aufgreift, ist ja inzwischen so groß, dass man da schon mal durcheinanderkommen kann.
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#5 Simon HAnonym
  • 04.01.2012, 16:25h
  • Immer wenn man denkt, es ginge nicht noch peinlicher, belehrt dieser bigotte Heuchler uns des Gegenteils.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 KlioAnonym
  • 04.01.2012, 20:28h
  • Antwort auf #5 von Simon H
  • Dasselbe peinliche Kaliber wie unser Betrüger-Präsident Wulff, der mit seiner Salamitaktik und seiner Machtgeilheit nicht nur sich selbst schadet, sondern vor allem dem Amt und damit ganz Deutschland.

    Diese Knallcharge Wulff als Staatsoberhaupt gibt ganz Deutschland der Lächerlichkeit preis.
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#8 MariusAnonym
  • 05.01.2012, 09:20h
  • Antwort auf #7 von Klio
  • Tja, wer gut schmiert, der gut fährt...

    Aber Manipulationen, Betrug, Salamitaktik und Belügen der Wähler haben ja bei Union und FDP nicht erst seit Wulff, Guttenberg, Koch-Mehrin & Co Konjunktur.

    Auch Helmut Kohl weigert sich ja bis heute, die illegalen Spenden aufzuklären, wofür jeder andere in den Beugehaft käme. Nur er nicht.

    Und immer noch fallen genug Leute auf diese schwarz-gelbe Gurkentruppe rein...
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#9 JoonasAnonym
  • 05.01.2012, 11:12h
  • Antwort auf #8 von Marius
  • Aber das schöne ist, dass auch die Wähler dieser schwarz-gelben Katastrophenregierung darunter zu leiden haben.

    Nur schlimm, dass diejenigen, die klüger waren, genauso unter der Schreckensherrschaft von CDU, CSU und FDP zu leiden haben.
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