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Der Lokalsender WSMV aus Nashville berichtet über die "Lizenz zu mobben" (Bild: WSMV)

In Tennessee sieht ein Gesetzentwurf vor, Mobbing gegen Homosexuelle an Schulen und Universitäten zu erlauben, sofern es religiös begründet wird.

Diese Ausnahmeregelung des Anti-Mobbing-Gesetzes soll Schülern und Studenten zukünftig erlauben, Homosexuelle mit religiösen Argumenten persönlich zu kritisieren. So könnten Christen zukünftig Schwule und Lesben als "Sünder" oder "Sodomiten" beschimpfen. Nach Angaben des Lokalsenders WSMV soll der Gesetzentwurf in Kürze ins Parlament eingebracht werden. Der republikanische Senator Jim Tracy kündigte an, dass derzeit noch darüber über Formulierungen im Gesetz verhandelt werde. Es ist unklar, wie viele Abgeordnete den Antrag unterstützen werden, allerdings verfügen die Republikaner in beiden Parlamentskammern über eine komfortable Mehrheit.

Hinter den Gesetzesantrag steckt die christlich-konservative Gruppe "Family Action Council" des früheren republikanischen Senators David Fowler. Die Gruppe argumentiert, dass das Gesetz "Religionsfreiheit und Redefreiheit von Schülern und Studenten" schützen würde. Die augenblicke gesetzliche Regelung würde "Lebensstil" von Schwulen und Lesben schützen, nicht aber den Glauben von christlichen Schülern und Studenten, argumentiert die Lobbygruppe.

Direktlink | Bericht auf WSMV

Schwuler Schüler verübte Selbstmord


Der schwule Schüler Jacob Rogers beging vor einem Monat Selbstmord, nachdem er von Mitschülern wegen seiner sexuellen Orientierung gemobbt worden war. (Bild: WSMV)

Homo-Aktivisten kritisieren den Antrag scharf. Sie weisen darauf hin, dass erst im letzten Monat ein 18-jähriger schwuler Schüler Selbstmord begangen habe, nachdem er jahrelang als "Schwuchtel" beschimpft worden war (queer.de berichtete). Kommt das Gesetz durch, würde die Zahl der Selbstmorde von Schwulen steigen. "Diese Art von Gesetz sendet die Botschaft aus, dass Hass in Ordnung ist", kritisiert Chris Sanders von der Homo-Gruppe Tennessee Equality Project. "Tritt das Gesetz in Kraft, kann man sagen, was man will. Solange man religiöse Gründe nennt, hat man freie Hand."

Bereits im vergangenen Jahr hat die Staatsregierung von Tennessee den Schutz von Schwulen und Lesben gelockert: Sie untersagte es Gemeinden und Bezirken, Trans- oder Homosexuelle in lokale Antidiskriminierungsgesetze aufzunehmen (queer.de berichtete). Damit wurde ein Gesetz in der von den Demokraten kontrollierten Hauptstadt Nashville für ungültig erklärt, das die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben am Arbeitsplatz anordnete. Derzeit umfasst das Antidiskriminierungsgesetz in Tennessee nur die Merkmale Geschlecht, Rasse, Glaubensbekenntnis, Religion, Alter oder nationale Herkunft, nicht aber sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität.

Ein weiterer Gesetzentwurf soll es Lehrern verbieten, Homosexualität im Unterricht zu erwähnen. Dieser Entwurf wurde bereits im Mai letzten Jahres im Senat beschlossen (queer.de berichtete). Bislang gab es jedoch noch keine Entscheidung in der zweiten Parlamentskammer, der General Assembly. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 ClaudiaAnonym
  • 05.01.2012, 17:25h
  • Diese Christofaschisten zeigen mal wieder ihr wahres Gesicht: widerliche, hasserfüllte Dreckschweine sind sie, sonst gar nichts.

    Zeit, sich zu wehren. Ich für meinen Teil werde ab jetzt jedem Anhänger dieser menschenverachtenden Sekten knallhart sagen, was ich von ihm und seinem "Glauben" halte und dass sie für mich der allerletzte Dreck sind.
    Das ist dann natürlich kein Mobbing sondern nur Rede- und Meinungsfreiheit.
    Schwule und Lesben sollten anfangen, diese faschistoiden, abartigen Arschlöcher in ihre Schranken zu weisen.
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#2 AndreasAnonym
  • 05.01.2012, 17:44h
  • bei uns nennt man das Meinungsfreiheit. da dürfen mic hChristen auch Sünder nennen. Leider. ISt aber so. Und Bekenntnisbetriebe (sog. Kirchen) dürfen Schwule und Lesben entlassen ..... Das schockt mich in Deutschland mehr, wenn ich ehrlich bin
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#3 alexander
  • 05.01.2012, 17:53h
  • seit wann diskriminieren schwule und lesben DEN GLAUBEN irgendwelcher dahergelaufenenr sektierer und mobben diesselben ????????
    (bis hin zum selbstmord !!!!)

    diese hasschristen können es einfach nicht ertragen, dass durch die gesellschaftliche befreiung von homosexuellen menschen, ihre doktrinäre, sogenannte lehre unterlaufen und unglaubwürdig wird ! und natürlich haben gerade junge menschen das bedürfnis nach freiheit und hinterfragen zu recht, festgefahrene normen aller art !

    allein ihre begründung, entlarvt ihre lügen !

    man muss wirklich allen religionsfanatikern die rechtliche grundlage zum mobbing entziehen, denn dem rest der bevölkerung, egal wo, muss doch klar sein, dass sie sich diesen religionsterror nicht antun müssen ! jeder kann der nächste sein !
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#4 seb1983
  • 05.01.2012, 18:02h
  • Antwort auf #2 von Andreas
  • Das ist zum Glück aber meilenweit entfernt von dem was hier in den USA abgeht.
    Hier schlägt dir Geschwurbel wie "im Kern verderblich" und "objektiv ungeordnet" entgegen, wobei kein normaler Mensch kapiert was damit überhaupt gemeint ist. Da muss die Katholische Kirche schon sehr vorsichtig sein in der Wortwahl, immer scharf an Verhetzung und Beleidigung vorbei. Ein "Gott hasst Schwuchteln" wirst du in Deutschland immerhin nicht erleben.
    In den USA ist die Meinungsfreiheit ganz massiv weiter gefasst.

    Bei der Entlassung aus kirchlichen Betrieben, wobei diese Ausnahmeregelungen wirklich Hohn sind, gabs immerhin auch schon auf den Senkel. Wenn jahrelang bekannt ist dass du schwul bist, oder oder Verhältnis hast etc. (gilt ja auch für Heteros), dann wird das gar nicht so einfach dich plötzlich vor die Tür zu setzen, immerhin war es ja vorher nie ein Problem, warum jetzt plötzlich...
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#5 erdumdrehungAnonym
#6 SebiAnonym
  • 05.01.2012, 18:53h
  • Na toll, jetzt dürfen diese religiösen Fanatiker auch noch mit staatlicher Erlaubnis hetzen...

    Das zeigt, dass diese Religions-Faschisten endlich gestoppt werden müssen...
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#7 doktor wolmersheimAnonym
  • 05.01.2012, 18:58h

  • Wulffs Hauskredit hin oder her. Ich bin nicht gerade Fan von diesem Mann. Im Vergleich zu offenbar vielen Politikern der US -Republikaner ist er jedoch geradezu ein harmloser lieber Kerl und wir können froh sein, keine größeren Probleme zu haben. Diese Evangelikalen dagegen sind nichts anderes als die direkten Erben von Adolf Hitler.
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#8 RobinAnonym
  • 05.01.2012, 19:05h
  • Sowas ist das beste Argument für Antidiskriminierungsgesetze OHNE Ausnahmen für Religionen.

    Auch hierzulande haben wir ja dank der Union genau diese Ausnahme. Und die FDP ist bis heute der Meinung, Antidiskriminierungsgesetze seien sinnlos. Das würde alles der Markt regeln.

    Auch Tennessee zeigt, wie falsch diese Aussage ist.
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#9 Nonchalance61Anonym
  • 05.01.2012, 20:58h
  • "Schwule und Lesben sollten anfangen, diese faschistoiden, abartigen Arschlöcher in ihre Schranken zu weisen."

    Ja, eine Frau ein Wort! (Und nun sind wir schon zwei )
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#10 alexander
  • 05.01.2012, 21:04h
  • Antwort auf #8 von Robin
  • seit wann regelt "der markt" dein sexualleben ???
    im übrigen sind das (fdp) auch keine meinungen, sondern nichts als bösartige, taschenfüllende, dem persönlichen vorteil dienende "vermeintlich, populistische HALTUNGEN !!! auch dieses klappt nicht mehr so ganz, wie noch vor 30 jahren !
    gott sei dank lauert der anschiss überall !
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