Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15683

Homos verstoßen "gegen die Schöpfungsordnung"

Papst ernennt Homofeind Woelki zum Kardinal


Rainer Maria Woelki wird kommenden Monat offiziell zum Kardinal befördert

Beförderung für den Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki: Der Geistliche, der Homosexualität einen Verstoß gegen die Schöpfungsordnung nennt, ist von Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt worden.

Das teilte der Papst am Freitag in Rom nach einem Gottesdienst mit. Auch 20 weiteren Geistlichen aus aller Welt wird diese Ehre zuteil. Die Beförderung soll nach einer Zeremonie am 18. Februar im Vatikan offiziell werden. Woelki wurde erst vor einem halben Jahr zum Erzbischof von Berlin ernannt (queer.de berichtete). Zuvor war der 55-Jährige Weihbischof in Köln.

Woelki gilt seit Jahren als einer der Hardliner innerhalb der katholischen Kirche. Er promovierte an der Römischen Universität vom Heiligen Kreuz, die zur fundamentalistischen Laienorganisation Opus Dei gehört. Als sein Motto gibt Woelki aus, "ein ganz entschiedenes Christentum" zu leben. Mehrere Jahre arbeitete er als Sekretär des erzkonservativen Kardinals Joachim Meisner.

Wie Meisner geht auch Woelki beim Thema Homosexualität kompromisslos vor: So berichtete der "Spiegel" im April, dass Woelki in Sankt Augustin die Diakonatsweihe des Katholiken Georg Schwikart verhindert hatte, weil dieser zu homofreundlich gewesen sei. Schwikarts Vergehen: Er hatte acht Jahre zuvor den ketzerischen Satz "Es gibt auch Männer, die Männer lieben" in einem Aufklärungsbuch veröffentlicht. Woelkis Begründung: "Das verstößt aber gegen die Schöpfungsordnung."

Der Lesben- und Schwulenverband hat nach der Ernennung zum Berliner Erzbischof das Gespräch mit Woelki gesucht und eine Einladung für ein offizielles Treffen erhalten. Das anderthalbstündige Treffen fand nach Angaben der Beteiligten in freundlicher Atmosphäre statt, allerdings beharrte Woelki auf seinen Positionen (queer.de berichtete). Nur wenige Tage später drohte Woelki zwei suspendierten schwulen Priestern mit der Exkommunikation, sollten sie einen Gottesdienst in einer evangelischen Kirche abhalten (queer.de berichtete).

Der Kardinalstitel berechtigt den Träger zur Papstwahl. Alle Kardinäle unter 80 Jahre sind beim Konklave wahlberechtigt. Der Papst wird in der Regel aus ihren Reihen gewählt. Die Zahl der Kardinäle ist weltweit auf 120-135 begrenzt. Aus Deutschland gibt es mehrere Kardinäe, darunter der Kölner Erzbischof Kardinal Meisner.

Zu den neu Beförderten gehört auch Timothy Dolan, der als Erzbischof von New York lautstark gegen die Eheöffnung kämpfte - als nächstes würden auch Schwestern heiraten wollen, war dabei eines seiner Argumente. Die Homo-Ehe sei nicht nur gegen den Glauben, sondern auch gegen die Gesellschaft und die "Integrität der Demokratie" gerichtet. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 davidbergerEhemaliges Profil
  • 06.01.2012, 17:13h
  • Was noch interessant sein dürfte: Im Interview mit RTL ("Die große Reportage"/Spiegel-TV) ließ sich Wölki zu der Bemerkung hinreißen: wenn jemand behaupte er sei homosexuell, solle man die Hilfe eines Psychologen, Arztes oder Priesters suchen, um ihm zu helfen. Er vertritt damit ähnliche Positionen (Homosexualität als volksgefährdende Krankheit) wie die radikalen Internetseiten kath.net und kreuz.net oder sein Mitbruder Bischof Laun aus Salzburg.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Geert
  • 06.01.2012, 17:15h
  • Herzlichen Glückwunsch an den zukünftigen Kardinal Woelki!

    In seiner bisherigen Amtszeit in Berlin hat Woelki kein negatives Wort zum Thema Homosexualität gesagt. Angesichts der Proteste anlässlich des Papstbesuches (wo die ganze Chaotentruppe, die Berlin bieten kann, auf den Beinen war), schon bemerkenswert!

    Er hat auch nicht den zwei suspendierten katholischen Priestern mit der Exkommunikation gedroht, sollten sie in einer evangelischen Kirche einen Gottesdienst feiern, sondern nur für den Fall, dass sie zusammen mit Geistlichen anderer Konfessionen dort die Messe halten sollten. Ich selbst war bei diesem unwürdigen Spektakel anwesend und kann sagen, dass es nichts anderes war als Klamauk von zwei Huschen mit Profilneurose, die sich in Szene setzen wollten. Einzelheiten kann man ergooglen.

    Woelki hat sich zu dem liberalen Geist Berlins im dem Rahmen, den ein katholischer Kleriker in seiner Position hat, bisher mehr als angemessen verhalten.
    Er hat gezeigt, dass er keineswegs ein Hardliner ist wie etwa Meisner in Köln oder die Witzfigur in Limburg. Schwule Katholiken in Berlin müssten eigentlich mit einem solchen Kardinal gut leben können.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 GeorgB
  • 06.01.2012, 17:19h
  • Als Erzbischof streicht Maria Woelki ja schon sein knapp 5stelliges monatliches Salär vom deutschen Steuerzahler ein. Weiß jemand, wie viel mehr ihm der deutsche Staat zukommen lässt, wenn er nun die Farbe seines Kleidchens wechselt?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Mutter RosaAnonym
#5 GeorgB
  • 06.01.2012, 17:46h
  • Antwort auf #2 von Geert
  • "Chaotentruppe"?
    "Huschen mit Profilneurose"?

    Hast du nicht noch ein paar Beleidigungen auf Lager, mit denen du als Woelki-Groupie gegen Schwule angehen kannst? Wie groß muss dein Selbsthass sein... Schreib doch einfach wieder in kreuznet. Da passen deine Beiträge hervorragend zu den übrigen dort.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 davidbergerEhemaliges Profil
#7 vingtans
#9 eMANcipationEhemaliges Profil
#10 eMANcipationEhemaliges Profil