Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15695



"Die Zeiten ändern sich. Twingo auch." Dieser Slogan ist die zentrale Botschaft eines neuen, netten Werbespots des französischen Automobilherstellers Renault für den erneut aufgepeppten Twingo II. In dem 30-Sekunden-Clip, Teil einer Serie von insgesamt drei Werbefilmen, fährt ein Vater mit seiner erwachsenenTochter zu seiner eigenen Hochzeit - der mit einem anderen Mann:

Entwickelt wurde die Kampagne von der Pariser Agentur Publicis conseil. Doch bereits 2008 warb Renault in Frankreich schon einmal mit einem queeren Spot für den Twingo: Damals war ein junger Autofahrer zu sehen, der seinen Papi zufällig in Drag vor einem Nachtclub entdeckt. "Gut in seiner Zeit, gut in seinem Twingo", lautete damals der ebenfalls positive Slogan:

In Italien wiederum wurde Ende 2010 ein Twingo-Spot gleich von mehreren TV-Sendern zensiert, nur weil darin zwei halbnackte Frauen beim Knutschen zu sehen waren (queer.de berichtete):



#1 benzAnonym
  • 09.01.2012, 19:15h

  • Passt in unsere Gesellschaft und wie Männer und Frauen unterschiedlich wahrgenommen werden. Das männliche Pärchen alt und keusch im Anzug und das weibliche Pärchen jung und halbnackt in Softporno Pose. Und das nennt sich fortschrittliche Werbung...lächerlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SebiAnonym
  • 09.01.2012, 20:14h
  • Antwort auf #1 von benz
  • Naja, genauso werden ja auch Männer in Werbung oft halbnackt gezeigt.

    Aber zu einer Hochzeit (egal ob Homo oder Hetero) passen Hochzeitsklamotten nun mal besser als halbnackte Körper.

    Man kann nicht alles in einen einzigen Spot reinzwängen und ich danke Renault für die tollen GLBT-Spots.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 finkAnonym
  • 09.01.2012, 20:18h
  • Antwort auf #1 von benz
  • und wenn das schwule pärchen jung und betont sexy dargestellt worden wäre - dann hätte sich hier jemand aufgeregt, weil das klischee der sexbesessenen schwulen gefördert werde.

    an sich gebe ich dir aber recht. ich würde sogar weitergehen und behaupten, dass eine traditionelle ehezeremonie an sich nicht gerade eine wirklich funktionierende metapher für "moderne zeiten" darstellt. zielgruppe dieser werbung sind offenbar nicht WIRKLICH leute, die ihrer zeit voraus sind, sondern solche, die es sich selber gern einreden würden (und damit natürlich genau im mainstream schwimmen).

    wenn sich hier eine im weitesten sinne emanzipatorische sub-botschaft verbirgt, dann heißt sie "liebe heteros. ihr habt bemerkt, dass schwule lebensentwürfe manchmal genauso einfallslos sind wie eure eigenen. dafür dürft ihr euch jetzt gegenseitig ganz doll auf die schultern klopfen und euch einreden, das sei toleranz."

    mir ist es trotzdem noch lieber, wenn autos mit einer pseudo-toleranz-botschaft verkauft werden als mit der macho-manie, die man sonst ja ganz gern im autohandel einsetzt.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FelixAnonym
  • 09.01.2012, 20:47h
  • Solche fortschrittliche, moderne Werbung würde ich mir noch viel öfter, auch von anderen Firmen, wünschen.

    Auch hier in Deutschland.

    Gerade Werbung kann auch viel verändern und setzt sich ins Bewusstsein der Leute fest, die sonst nichts mit dem Thema zu tun haben.

    Bitte mehr davon...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 toyoyAnonym
#6 HinnerkAnonym
  • 09.01.2012, 21:36h
  • Wie die italienischen Medien in blindem Gehorsam vor dem Vatikan kuschen und harmlose, moderne Werbung freiwillig zensieren, zeigt, dass die katholische Kirche viel zu viel politischen und wirtschaftlichen Einfluss hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 wahrnehmungAnonym
  • 09.01.2012, 22:17h
  • Antwort auf #2 von Sebi
  • wo bitte werden männer und jungs in den massenmedien auch nur ansatzweise in derselben weise, denselben rollen, mit derselben gestik und/oder in denselben posen gezeigt wie frauen???

    das soll wohl ein schlechter witz sein!!!

    andauernd geht es nur darum, frauen als vermeintlich unwiderstehliche sexobjekte in szene zu setzen, und wenn dann mal ein mann etwas von seinem körper zeigen darf, natürlich auch nur wieder im zusammenhang mit irgendwelchen fast nackten frauen!

    das geht bis hin zu kameraeinstellungen, wo bei frauen immer aus der entsprechenden perspektive in den ausschnitt oder auf vermeintlich attraktive hinterteile gezoomt wird, was bei männern nicht ein einziges mal der fall ist.

    zeig mir mal ein einziges musikvideo bei mtv oder viva, das nicht genau diesem muster entspricht!!!

    da sieht man mal, wie stark auch schwule schon von diesem allgegenwärtigen, widerlichen (hetero-) sexismus manipuliert werden, dass sie diesen schwachsinn überhaupt nicht mehr wahrnehmen.

    genau das ist übrigens ein zentrales instrument zur unterdrückung und stigmatisierung von männlicher homosexualität und zur (re-) produktion von schwulenfeindlichkeit

    zwar viel subtiler, aber auch viel wirkungsmächtiger bei der jungen "zielgruppe" als jeder furz eines religiösen hasspredigers.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.01.2012, 22:25h
  • Schade, daß die deutschen Werbefilmer nicht auch so kreativ sind wie die Franzosen! Die sind - wie es hier gezeigt wird - viel fortschrittlicher!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 seb1983
  • 10.01.2012, 14:30h
  • Antwort auf #8 von wahrnehmung
  • Mag daran liegen dass (Hetero)Männer auf schlampig stehen, Frauen dagegen nicht auf schlampige Typen?
    Wenn Frauen heute meinen dass es ok ist als allzeit billig und willig dargestellt zu werden, von mir aus, es gab mal eine Frauenbewegung die gegen sowas protestiert hat, das scheint vorbei zu sein. Über fehlende Frauen in Führungsetagen und weniger Gehalt muss man sich dann nicht wundern, "geily Kylie" mag zwar für viele Männer nett zum angucken zu sein, aber für voll nimmt man sie nicht.

    Die "ich bin ein dummes geiles Sexobjekt" Rolle für Männer als Emanzipation zu verkaufen ist da gradezu grotesk. Dass Männer in solchen Posen selbst in Schwulenzeitschriften fehlen zeugt wenigstens von einem Funken verbliebenen Geschmackssinn bei Schwulen.
  • Antworten » | Direktlink »