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Francis George, der Kardinal von Chicago, schwächt seine Kritik an Schwulen und Lesben ein wenig ab

Der katholische Kardinal Francis George hat sich für die Gleichsetzung von Homo-Aktivisten mit Mitgliedern des rassistischen Ku Klux Klan entschuldigt.

Francis drückte auf der Website seiner Erzdiözese Chicago sein "tiefes Bedauern" aus, weil er kurz vor Weihnachten in einem lokalen Fernsehsender Schwule und Lesben gleiche Methoden wie dem Ku Klux Klan unterstellt hatte (queer.de berichtete). Zwar hatte er die Aussagen noch zwei Wochen lang verteidigt, am Freitag gab er jedoch zu, dass der Vergleich "aufhetzerisch" gewesen sei: "Ich bin sehr betrübt darüber, dass meine Aussage aufgefasst wurde, als ob ich alle Schwulen und Lesben als Mitglieder des Klans ansehe. Das glaube ich aber nicht, weil es offensichtlich unwahr ist", so George. Er selbst habe wie viele Menschen auch schwule und lesbische Freunde und Familienmitglieder: "Wir lieben sie; sie sind Teil unseres Lebens, Teil dessen, was wir sind. Es tut mir aufrichtig Leid, dass meine Aussagen Schwulen und Lesben und ihren Familien verletzt haben."

George erklärte weiter, er habe die Aussagen getroffen, weil er Angst um die Freiheit seiner Kirche hatte. Dennoch entschuldige diese Sorge seine Wortwahl nicht.

Der Aussage vorausgegangen war die Sorge einer Kirchengemeinde in Chicago, der CSD im Sommer könnte einen Gottesdienst stören. CSD-Organisatoren und die Kirchenleitung hatten sich allerdings schon vor der Kritik des Kardinals geeinigt, den CSD aus Rücksicht auf die Messe später starten zu lassen. Der Kardinal hat bislang nicht erklärt, warum er trotz der Einigung kurz vor Weihnachten die CSD-Organisatoren mit dem rassistischen Klan verglichen hat und warum er zwei Wochen lang auf dem Vergleich beharrte.

Demo von Homo-Aktivisten vor Kathedrale

Unter Homo-Gruppen gab es verschiedene Reaktionen auf die Entschuldigung. Während die Civil Rights Agenda den Kardinal für seine Entschuldigung lobte und auf eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Kirche und Homo-Gruppen hofft, demonstrierten am Sonntag eine Handvoll Aktivisten vor der Holy Name Cathedral in Chicago. Andy Thayer von der Gay Liberation Front kritisierte: "Das reicht einfach nicht aus. Er hat die Entschuldigung so passiv wie möglich gemacht". Thayer kritisierte, dass George nicht persönlich um Verzeihung gebeten hat, sondern lediglich eine Pressemitteilung von seiner PR-Abteilung verfassen ließ.

In den letzten Wochen hat sich die katholische Kirche in den USA intensiv in den politischen Streit um die Öffnung der Ehe eingeschaltet. So startete die Glaubensgemeinschaft im Herbst eine Website gegen die Ehe-Öffnung (queer.de berichtete). Umfragen zufolge bekennen sich die katholischen Christen in den USA allerdings mehrheitlich zur Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben. Sie sprechen sich weit häufiger für die Ehe-Öffnung aus als amerikanische Protestanten. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 PrejudicesAnonym
  • 09.01.2012, 15:40h
  • Mit den Kutten und dem uniformiertem, kulthaften Auftreten ist es wenn überhaupt die RKK die mich an den KKK erinnert.
    Was die Methoden betrifft gab es auch Gemeinsamkeiten. Stichwort Hexenverbrennung.
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#2 unknownAnonym
  • 09.01.2012, 16:11h
  • Bla Bla Bla typisches PR-Gefasel. Wer es wirklich aufrichtig meint, entschuldigt sich nicht erst zwei Wochen später und dann auch nicht mit den üblichen Phrasen - "ich habe auch Freunde und Familienmitglieder..." Gott, mir wird schlecht, wenn ich so einen Mist lese.
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#4 SebiAnonym
  • 09.01.2012, 19:50h
  • Geht das Hetzen ans Geld oder woher der Sinneswandel?

    Denn außer Geld interessiert die doch eh nichts.
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#5 FelixAnonym
  • 09.01.2012, 20:49h
  • Die Wölfe fressen wieder mal Kreide, um nicht zu viel negative PR zu erzeugen.

    Dieses gewinnorientierte Unternehmen macht NICHTS ohne Hintergedanken.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.01.2012, 22:27h
  • Ich hätte bei dieser Demo gerne mitgemacht! Auch wenn sich Eminenz entschuldigt haben bleibt hier ein sehr übler Nachgeschmack!
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#7 CalabiYauProfil
  • 10.01.2012, 05:50hKöln
  • wenn er jetzt noch aus diesem menschenverachtenden Verein "Kirche" austritt wäre seine Entschuldigung glaubwürdig.
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