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Kampagne zur Aufnahme von Pflegekindern in Berlin

Am Donnerstag wird die Berliner Familienstaatssekretärin Sigrid Klebba (SPD) in Berlin-Kreuzberg den Respekt-Preis des Bündnisses gegen Homophobie an die Einrichtung "Pflegekinder im Kiez" überreichen.

Wie das Bündnis am Montag mitteilte, haben die Mitglieder auf ihrer letzten Sitzung des Jahres 2011 "Pflegekinder im Kiez" als Gewinner der Auszeichnung gekürt. "Pflegekinder im Kiez" wirbt unter hetero- wie homosexuellen Interessenten gleichermaßen für die Gründung von Pflegefamilien. "Die Organisation macht durch die tägliche Arbeit auch gegenüber der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft deutlich, dass auch Lesben und Schwule geeignete Pflegeeltern sind", begründet das Bündnis die Auszeichnung.

"Pflegekinder im Kiez" hat sich in der Vergangenheit unter anderem an der LSVD-Kampagne "Kinder brauchen ein Zuhause! Sei Pflegefamilie!" beteiligt. Darin wurde insbesondere an Schwule und Lesben appelliert, Pflegekinder aufzunehmen. Zudem sollte die Leistung von Regenbogenfamilien gewürdigt werden, die in der breiten Öffentlichkeit bislang wenig Anerkennung finden.

Im vergangenen Jahr wurde erstmals der Respekt-Preis an die Moabiter Hedwig-Dohm-Schule verliehen. Die Oberschule habe sich vorbildlich gegen homosexuellenfeindliche Einstellungen unter Schülern engagiert, hieß es damals.

Der Respekt-Preis ist eine Ehrung für Berliner Organisationen, Institutionen, Unternehmen oder Einzelpersonen, die sich in herausragender Weise gegen Homophobie engagiert haben oder die Initiativen zur Förderung und Nutzung der Vielfalt sexueller Orientierungen vorbildlich umsetzen. (dk)



#1 AchsoAnonym
  • 09.01.2012, 19:08h
  • Adoption wird verweigert aber an Pflegekinder dürfen Homosexuelle ran?
    Wie darf man das verstehen?
    Entweder Homos gelten als gefährlich für Kinder oder sie tun es nicht.
    Und wenn ja, wieso dürfen sie dann Pflegeeltern sein?
    Könnte ein geneigter Anti-Homosexualitätsaktivist das mal erklären?
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#2 SebiAnonym
  • 09.01.2012, 19:53h
  • Antwort auf #1 von Achso
  • Ja, es ist höchste Zeit, dieses wissenschaftlich nicht haltbare, diskriminierende Adoptionsrecht zu ändern.

    Die Union nimmt sogar Nachteile für Kinder in Kauf, nur um weiter ihren Hass leben zu können.

    Die sehen Kinder lieber im Heim oder auf der Straße als glücklich in einer intakten Familie.

    Und deren Schoßhündchen von der FDP nicken eh alles ab, was CDU und CSU ihnen vorsetzen.
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#3 AchsoAnonym
  • 09.01.2012, 20:41h
  • Antwort auf #2 von Sebi
  • Das ist doch der Witz. Es wird Kinderschutz ins Feld geführt und dass Kinder angeblich das Spannungsfeld von zwei Geschlechtern bräuchten.
    Vom Lebensstil und möglichen Übergriffgefahren die Homosexuellen angedichtet werden nicht zu reden.
    Wieso werden Pflegekinder dieser "Gefahr" ausgesetzt?
    Da hat auch die adoptionsfeindliche Politik nichts gegen.
    Und Pflegekinder kommen oft aus extrem zerrütten Verhältnissen und tragen deshalb größere Päckchen als normal aufgewachsene Kinder.
    Aber da traut man den Homos den Job offenbar zu.

    Das ist total lächerlich. Entweder man erlaubt beides oder man verbietet beides.

    Es ist jedenfalls auffällig, dass Homosexuellen beim Thema Pflegefamilie viel offener gegenübergetreten wird als bei Adoption und es viel leichter zu realisieren ist.
    Deshalb braucht da niemand etwas von Kinderschutz zu erzählen.
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