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"Nationaler Widerstand"

LSVD zeigt Berliner Nazi-Portal an


In den letzten Monaten verübten Neonazis in Berlin Anschläge gegen "Volksfeinde"

Der Lesben- und Schwulenverband hat Strafanzeige gegen das Portal des "Nationalen Widerstandes Berlin" erstattet, in dem Schwule und Lesben als "krank, asozial und unmenschlich" dargestellt werden.

Das Portal, das vor einer "durchrassten, anti-solidarischen Gesellschaft" warnt, gilt als zentrales Medium in der Neonaziszene der deutschen Hauptstadt. Darin wurden in der Vergangenheit unter anderem linksgerichtete Politiker und Einrichtungen aufgelistet - mit dem Zusatz: "Wir hoffen diese Informationen sind für Euch im praktischen Sinne effektiv". Im vergangenen Jahr gab es wiederholt Übergriffe auf diese Einrichtungen, die offenbar von Rechtsradikalen verübt wurden. So gab es im Juni 2011 einen Brandanschlag auf das Berliner Tuntenhaus (queer.de berichtete).

In seiner Anzeige erklärt der LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz, dass auf der Website der Straftatbestand der Volksherhetzung erfüllt sei. Er bezieht sich dabei auf den Artikel "Familie - wie die Keimzelle des Volkes von den Demokraten vergiftet wird!". Darin beklagt der anonyme Autor, dass "das Kranke, das nicht für das Volkswachstum und nicht für die Volkswirtschaft Förderliche, als normal und alltäglich dargestellt" werde: "Schwule und Lesben finden in allen Medien und in allen Einrichtungen des öffentlichen Lebens ihren Platz, sie werden als die Generation der Zukunft verschrien. Das ist krank, asozial und unmenschlich, ganz im Sinne der deutschen Volksfeinde."

Server steht in den USA

Es ist unwahrscheinlich, dass die Autoren der Seite belangt werden: Der Server steht in den USA - und dort ist das Recht auf freie Meinungsäußerung viel weiter gefasst als hierzulande. Daher ist auch ein Rechtshilfeersuchen an die US-Justizbehörden nicht erfolgversprechend. Bisherige Verfahren seien eingestellt worden, weil kein Verantwortlicher ermittelt worden sei, erklärte der zuständige Justizstaatssekretär gegenüber der Tageszeitung "Neues Deutschland".

Antifa-Aktivisten vermuten, dass der Berliner Vize-NPD-Chef Sebastian Schmidtke hinter der Seite des "Nationalen Widerstandes" steckt. Er hat in der Vergangenheit in einem Interview mit einer rechtsextremen Zeitschrift damit geprahlt, dass es sich bei dem Portal um "unsere Seite" handele.

Die Seite wurde bereits vor gut einem halben Jahr von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert - das bedeutet, dass sie Unter-18-Jährigen nicht zugänglich gemacht werden darf, ebenso ist Werbung für die Seite verboten. In Suchmaschinen kann sie aber nach wie vor leicht gefunden werden. (dk)



#1 yomenAnonym
  • 10.01.2012, 13:31h

  • und wo unterscheidet sich nun die jüngste papst-absonderung davon und warum wird hier keine strafverfolgung unternommen?
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#2 yomenAnonym
  • 10.01.2012, 13:46h
  • Antwort auf #1 von yomen

  • ach ja, die antwort hätte ich mir auch selbst geben können! er ist ja in erster linie staatsoberhaupt, nicht religionsführer und darf vorm bundestag sprechen. krank! durchseucht! bigott! kotz!
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#3 stromboliProfil
  • 10.01.2012, 13:56hberlin
  • Antwort auf #1 von yomen
  • "wo unterscheidet sich nun die jüngste papst-absonderung davon und warum wird hier keine strafverfolgung unternommen?"
    darin ,dass HUK ein wohlgelittenes teil der lsvd-strategie ist, der vorstand eher ein spiegel der zugehörigkeit zum christlichen bekenntnis ;
    da spricht man mit woelki, sucht dialoge...
    Und, die npd ist letztendlich ein schmuddelkind , auf dem auch wir schmuddelkinder eingedenk der verordneten rangstufen herumtrampeln dürfen.

    Wen die "NSU" geschichte sich todgelaufen, die parteien und sonstigen leistungsträger zur "normalität" zurückgekehrt sind, darf wieder umgekehrt getreten werden.. dann sind wieder wir am unteren ende der leiter!
    that's life
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#4 yomenAnonym
  • 10.01.2012, 14:08h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • ich verstehe dich total!

    und doch kommt in mir auch immer wieder der innere kampf hoch: will ich den dialog suchen oder nicht?

    klar, mit nazis never!

    nur, so scheint es mir mit mir, bin auch auch wohl immer noch so indoktriniert mit der "christlichen" sache, dass ich mich manchmal verführen lasse, zu denken, mit dehnen lohnt es sich....

    manchmal. und manchmal erinnert mich die ganze mischpoke an 33-45! gleiche strategien, verführung, alles wird gut, und dann wieder die hässlichen seiten, von denen später keiner mehr was wissen will...

    es ist zum kotzen das ganze thema!
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#5 schwulenaktivist
  • 10.01.2012, 14:41h
  • Statt sich über jeden Scheiss von Rechtsradikalen und Religiösen aufzuregen, würde es mehr bringen, wenn die vielen Klemmschwestern hier endlich ihr coming out machten!
    Aus der Deckung Gift und Galle speien, das können auch Neonazis...
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#6 yomenAnonym
#7 mindestensAnonym
#8 feeeAnonym
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
#10 antifaclubAnonym
  • 10.01.2012, 22:55h
  • Ähm, wurde das Portal nicht auch gerade gehackt? Falls noch nicht, Anonymus, wo sei ihr wenn mann euch braucht?
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