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Rainer Maria Woelki am Dienstag im rbb

Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat in einer Senung des rbb die Einstellung der Kirche zur Homosexualität verteidigt. Anlass für das Gespräch mit Jörg Thadeusz am Dienstag war die in der letzten Woche bekannt gegebene Beförderung Woelkis zum Kardinal (queer.de berichtete).

Der Moderator leitete das Thema ein mit der Geschichte eines Lesbenpaares, dass sich ein Kind wünsche. Warum reagiere die Kirche "immer so schroff", will er wissen, "Wo ist die Notwendigkeit, dass das immer so scharfkantig rauskommen muss?" Er denke da auch an die Worte von Kardinal Reinhard Marx, der Homosexuelle als gescheiterte Menschen bezeichnet hatte.

Woelki antworte: "Ich würde jedenfalls nicht sagen, dass das zwei gescheiterte Menschen sind. Wir begegnen als Christen auch homosexuell veranlagten Menschen natürlich mit Achtung, mit Würde. Wie jeder andere Mensch ist das für mich ein Mensch, der liebenswert ist, ein Ebenbild Gottes ist."

Besonderes Ideal der Ehe

Man habe aber als katholische Christen ein "besonderes Ideal", das der Ehe zwischen Mann und Frau, die offen ist für Kinder. "Und das ist das, wofür wir vor allen Dingen eintreten und wofür wir stehen." Er wolle verdeutlichen, "dass wir Menschen, die homosexuell veranlagt sind, nicht verurteilen, sondern dass sie auch bei uns in der Kirche willkommen sind und dass wir sie auch in unsere Seelsorge mit hineinnehmen und dass sie auch zu unseren Gottesdiensten dazugehören. Das ist alles selbstverständlich."

Bezüglich der "Lebensform selber" habe die Kirche allerdings die Überzeugung, dass sich die Sexualität ausleben soll "in der Ehe mit der Offenheit zum Kind hin, eben der Schöpfungsordnung, so wie Gott den Menschen geschaffen und gewollt hat". Auf die Rückfrage des Moderators, ob sich also folglich in nächster Zeit an der Einstellung der Kirche nichts ändern werde, meinte Woelki ein einfaches "Ja, genau". Das könne man aus der Bibel schließen, wo schon in den ersten Seiten stehe, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen habe, "mit Blick auf Ergänzung angelegt". Das sei auch für den Fortbestand der Gesellschaft notwendig, "das würde sonst auch von der Natur her nicht funktionieren."

Er nehme das aber "so hin und ich nehme das so zur Kenntnis, dass es Menschen gibt, die so empfinden". Er lässt sich sogar von Thadeusz dazu ermuntern, ein "und lieben" anzufügen, um dann wieder zu einem "Aber" zu finden. "Ich kann nur sagen, dass ich von meinem Glauben her da eine andere Überzeugung habe, eine andere Sicht habe. Ich würde niemanden deswegen verurteilen, aber ich kann nur sagen: Aus dem Glauben heraus (...) sagen wir, dass von unserem Verständnis des Menschen her und so wie es die Schöpfungsordnung eben grundlegt, der Mensch als Mann und Frau geschaffen ist und in dieser Weise aufeinander bezogen ist." Das gehöre so zur Glaubensüberzeugung.

Woelki übt den Spagat

Der 55-jährige Bischof, ein ehemaliger Sekretär des erzkonservativen Kardinals Joachim Meisner, gilt einerseits als Hardliner, der in einer TV-Sendung schon einmal Homosexualität als "Sünde" bezeichnete, auch von einer ungeordneten Neigung sprach. Zugleich hatte Woelki mehrfach betont, die Kirche sei keine "Moralanstalt", sondern habe sich um die Gemeinde der Gläubigen zu kümmern.

So hatte er sich auch kurz nach seiner Ernennung zum Berliner Erzbischof im letzten Jahr mit Vertretern des LSVD getroffen (queer.de berichtete). Nur wenige Tage später drohte Woelki allerdings zwei suspendierten schwulen Priestern mit der Exkommunikation, sollten sie einen Gottesdienst in einer evangelischen Kirche abhalten (queer.de berichtete). (nb)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Knueppel
  • 11.01.2012, 15:57h
  • Allmählich verspüre ich fast (aber auch wirklich nur fast) so etwas wie "Mitleid" mit diesen katholischen Priestern, Kardinälen, Bischöfen ...

    Da entschließen sie sich ein Theologie-Studium zu beginnen, u.a. weil sie mit der bei ihnen aufkeimenden Sexualität (welche auch immer) nicht zurechtkommen. Sie meinen, "wenn ich mich dem Körperlichen entsage und nur noch an Gott und den Herrn Jesus denke, lässt das 'unkeusche' Verlangen nach Sex nach ..."

    Doch 'Pustekuchen' ..., das lässt sich nicht einfach ausschwitzen. Und dann sind da plötzlich erwachsene Männer, die - weil sie sich nie ihrer eigenen Sexualität gestellt haben, sich wegen ihrer nächtliche Samenergüsse für sündig halten (wie kleine, unaufgeklärte Jungs ...) und sich mit +- 30 Jahren noch in einer kindlich-unreifen sexuellen Entwicklung befinden - feststellen, dass man sie belogen hat.

    Was machen diese Betrogenen?
    Sind sie heterosexuell gehen sie heimliche Liebesbeziehungen mit Frauen ein, für die sie sich 'schuldig' fühlen, oder - wenn sie homosexuell sind - gehen sie heimlich in schwule Sex-Clubs und Saunen. Und dann gibt es da noch diejenigen (kriminellen Männer), die sich ein Objekt suchen, das möglichst wenig Widerstand gegenüber einer Autoritätsperson leistet, Kinder.

    Dieser ganze Verein, mit seinem Zölibat, mit seinen verkappten Sadisten und Pädokriminellen ist eine einzige perverse Ansammlung von gestörten Männern (Frauen stehen bei denen, lt. Hagen Rether, ja sowieso nur "knapp über dem Haustier", sind aber gut genug die ehrenamtliche, also unbezahlte, Drecksarbeit zu machen.

    Wie lange sollen wir, als selbstbewusste und offen lebende, Schwule uns eigentlich noch Volksverhetzung und Diffamierung von solchen verklemmten Typen gefallen lassen?

    Puh, das musste 'raus
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#2 Peter 1Anonym
  • 11.01.2012, 16:17h
  • @knueppel

    besser kann mans nicht formulieren. Schliesse mich Deiner Meinung uneingeschränkt an.
    Peter
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#3 yomenAnonym
#4 GeroAnonym
#5 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 11.01.2012, 16:38h
  • Meiner Meinung hat die Ehe eh nichts auf dem Standesamt zu suchen, da gebe es weitaus modernere Formen von Partnerschafts- oder Familienabsicherung, Katholiken heiraten halt in der Kirche - fertig, und wer als schwuler Katholik heiraten möchte, hat halt nur ein Problem mit seiner Religion, Übrigens gibt es auch im katholischen Universum keine Verpflichtung das Sakrament der Ehe einzugehen. Ganz ehrlich finde ich den Anspruch, dass sich eine Religion ändern soll, ganz schön anmaßend. Und: Das funktioniert auch gar nicht, wichtig ist, dass Bürger den säkularen Staat stärken, der allen Menschen gleiches Recht zugesteht. Ehe abschaffen, Familienvertrag einführen - und basta! Un ich als Atheist plädiere, lasst doch die Schamanen in Ruhe, die Verantwortung liegt in der Politik, die muss sich der Gesellschaft anpassen. Der Papst und seine Kardinäle sind da nicht kompetent und deshalb die völlig falschen Ansprechpartner!
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#6 finkAnonym
  • 11.01.2012, 16:42h
  • ...aber sie müssen halt ein leben in erbärmlicher einsamkeit fristen, weil die sektenfunktionäre die stichworte "achtung und würde" sonst schneller wieder vergessen, als man "klemmschwester" sagen kann. die kirche will ihre homos leidend und elend. ja, das klingt wirklich total liebevoll.

    irgendein rationales argument, weshalb homosexualität irgendwem schadet, ist natürlich wieder nicht dabei. weil es keines gibt.

    we're talking about a neiddebatte here. wieso sollten diese perversen mehr spaß haben als Sie, nicht wahr, herr woelki?
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#7 PetersAnonym
  • 11.01.2012, 17:00h
  • Meine einzige Aussage:
    Die Katholische Kirche ist nicht mehr zeitgemäß!!

    Am besten soll sie wieder im Mittelalter zurück und Millionen Menschen verbrennen! Sie leben ja immer noch ganz gut von den Grundstücken was sie bekommen haben!

    Gott hat vor dieser Kirche wieso schon die Augen zugemacht! Sie handeln nicht im Sinne ChristI sondern predigen das Wort des Teufels!

    Die Kath. Kirche kann man nur verachten!!!

    Pfui, kath. Kirche!
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#8 Katrin
  • 11.01.2012, 17:16h
  • Um es nur mal klar zu stellen: Ich möchte kein Abbild Gottes sein wie es die Kirche behauptet. Mit einem bösen Rache- und Kriegsgott möchte ich nicht in einen Topf geworfen werden. Wenn es den Juden- und Christen Gott gibt, hat der viel mehr Unheil über die Juden und Christen gebracht als der Teufel. Mit dem Gott will ich nicht identifiziert werden, genau so wenig wie ich mit Adolf, oder Stalin oder den Kreuzzügen oder oder identifiziert werden möchte.

    Was die Schöpfung angeht, in der der Mensch als Mann und Frau geschaffen wurde, sollte man vielleicht daran erinnern, dass in der Mythologie Adam zuerst mit Lilith von Gott aus jeweils gleichen Lehmklumpen gemacht wurden. Den Bibelschreibern, die die Heilige Schrift in Genesis zum grossen Teil von anderen Quellen abkupferten, war das zuviel Gleichberechtigung und deshalb durfte Lilith mit ihren Kindern nicht in die Bibel, sondern Eva kam anstelle von Lilith. Allerdings nicht gleichberechtigt, sondern aus einer Rippe Adams. Allemal noch besser aus einer Rippe als aus dem Enddarm. Und dümmlich musste Eva natürlich auch sein. Wer verpfeift denn schon das Paradies für einen Appel (sogar ohne Ei)?

    Und auf dieses Schöpfungsmärchen stützt also die RK ihre Hasskampagne gegen Homosexuelle Menschen. Eine Schöpfung die es in zig Variationen gibt und von denen die RK eine als die wahre und heilige bezeichnet.

    Nee, also wirklich nicht...Gott´sei Dank bin ich kein Abbild, sondern einfach nur ein Mensch.
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#9 Katrin
  • 11.01.2012, 17:31h
  • Antwort auf #5 von reiserobby
  • Guter Kommentar. Ich stimme Dir voll zu. Leider haben CDU und CSU das Christliche und den Einfluss der Kirche in ihr Parteiprogramm geschrieben und setzen die Hasstirade der Kirchen sehr konsequent in die reale Politik um. Es dürfte so nicht sein, aber so ist es halt.
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#10 LogikAnonym
  • 11.01.2012, 18:04h
  • Auch er stellt sich über Gott.

    Denn Gott hat uns so gemacht, wie wir sind. Und uns dann zu diskriminieren, z.B. indem man uns die Ehe vorenthält, heißt ja Zweifel an Gottes Schöpfung.

    Also ist die katholische Kirche nicht nur unchristlich, sondern auch gotteslästerlich. Es sind quasi Satanisten, die sich als Christen tarnen.
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