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Mollie Thomas und Jenelle Hutcherson

Erstmals haben sich bei der Wahl zur Miss California zwei offen lesbische Frauen beteiligt - beide haben zwar den Einzug ins Finale verpasst, US-Medien berichten aber von einem "historischen" Fortschritt.

Die 19-jährige Mollie Thomas und die 26-jährige Jenelle Hutcherson waren zwei von 400 Kandidatinnen, die sich zur Schönheitskönigin des "Golden State" krönen lassen wollten. Sie konnten sich am Wochenende nicht für die vorderen Plätze qualifizieren, gelten aber als erste Kandidatinnen, die in der 60-jährigen Geschichte des Contests offen als Lesben angetreten sind. Die Siegerin des Wettbewerbs wird im Miss-USA-Contest antreten, danach kämpfen die besten um den Titel "Miss Universe".

Beide Teilnehmerinnen wurden auf der Straße von Talentsuchern entdeckt. Hutcherson, die mit gepiercter Nase und Tattoos nicht dem traditionellen Schönheitsidealen entspricht, erklärte gegenüber der "International Business Times", dass sie die Teilnahme zunächst ablehnte, sich dann aber doch im Oktober erfolgreich an der "Miss Long Beach"-Wahl beteiligte, um anderen Lesben ein Vorbild zu sein: "Ich habe so lange mit mir gekämpft, bis ich herausgefunden habe, wer ich bin. Vielleicht wäre das schneller gegangen, wenn ich ein Vorbild gehabt hätte", sagte Hutcherson. Sie sei daher "für die Liebe und die Gleichberechtigung" angetreten. Sie sorgte bei Wahl für Aufregung, weil sie wenig traditionelle Kostüme bevorzugte - so trug sie statt eines Abendkleides einen Smoking.

2009 siegte die homophobe Carrie Prejean


Miss-California-Gewinnerin Carrie Prejean

Der Miss-California-Contest sorgte bereits vor drei Jahren für weltweites Aufsehen: 2009 hat sich die damalige Gewinnerin Carrie Prejean bei der live im Fernsehen übertragenen Miss-USA-Wahl für das Verbot der Ehe für Schwule und Lesben ausgesprochen (queer.de berichtete). Sie belegte bei diesem Contest den zweiten Platz - und erklärte nach der Wahl, dass ihr ihre ehrliche Antwort zur Homo-Ehe die Krone gekostet habe.

Danach warb sich die Christin für Organisationen, die gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben kämpfen. So erklärte sie bei einer Konferenz einer christlich-konservativen Lobbygruppe vor 1.700 Zuhörern, dass Gott sie persönlich ausgewählt habe, um gegen Homo-Rechte zu kämpfen (queer.de berichtete). Sie klagte zudem gegen den Schönheitswettbewerb wegen "religiöser Diskriminierung" (queer.de berichtete). Ihr Aufstieg nahm aber ein jähes Ende, als ein Pornovideo auftauchte, in dem sie offenbar die Hauptrolle spielte (queer.de berichtete).

Die Teilnahme der beiden Lesben wurde von christlich-konservativen Kommentatoren als weiterer Werteverfall bezeichnet. So kritisiert das Magazin "The New American", dass der Contest nun Werbung für ein "progressives Lesbentum" mache, aber die Christin Carrie Prejean einfach fallengelassen habe. (dk)



#1 SarahAnonym
  • 12.01.2012, 14:28h
  • Bravo, es gibt auch bei Lesben steigend Frauen die sich dem neuen, alten Frauenbild beugen und auf das Aussehen reduziert werden möchten. Was für ein Rückschritt.

    Dieser heterosexistische Müll wird hier gezeigt, weil..?
    Das gibt es schon mehr als ausreichend und täglich in fast allen Onlineauftritten der Zeitungen zu sehen. Reicht das nicht?
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#2 alexMucEhemaliges Profil
  • 12.01.2012, 17:15h
  • Antwort auf #1 von Sarah
  • Nö. Weil in anderen Zeitungen zwar dieser Müll ausreichend gezeigt wird, aber eben keine Lesben. Das ist neu. Ich finds ganz angenehm mal 2 Lesben zu sehen, die keine Camouflage-Klamotten tragen. Und ein Friseur und ein Visagist (vielleicht schwul) war sicher auch dabei.
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#3 Schöne alte WeltAnonym
  • 12.01.2012, 17:46h
  • Antwort auf #2 von alexMuc
  • "Und ein Friseur und ein Visagist (vielleicht schwul) war sicher auch dabei."

    Na super. Frauen ( jeglicher sexueller Orientierung) als sich darstellendes Objekt und heterosexuelle Männer als Zuschauer.
    Schwule Männer als asexuelle Wesen die unsichtbar im Hintergrund fungieren um die Frauen für die heterosexuellen Männer aufzuhübschen.

    O ja, über dieses Schema freuen sich die konservativen, heterosexuellen alten Herren die in Deutschlands Medien und Politik das sagen haben.

    Bleibt zu hoffen das es noch genügend Schwule und Frauen gibt die keinen Bock haben beim gesellschaftlichen Rollback mit zumachen.
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#4 yomenAnonym
  • 12.01.2012, 18:00h

  • es gibt ja auch mr. leather contests und etc. da wird idr nicht mit dem stichwort "sexismus" interveniert. woran liegts? vielleicht an der eigenen opferdaseinsdefinition?
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.01.2012, 19:21h
  • Gut, daß bei dieser Misswahl auch offen lesbische Frauen teilgenommen haben. Trotzdem dürfte es auch schon bei früheren Wahlen bereits die eine oder andere lesbische Teilnehmerin gab, aber aus das nicht offen herausposaunte.
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#6 Schöne alte WeltAnonym
  • 12.01.2012, 19:24h
  • Antwort auf #4 von yomen
  • Ich finde beides albern, egal ob Miss oder ob Mister Contests.

    Das der Sexismusvorwurf meistens bei Frauendarstellungen geschieht, liegt u.a. daran das es allermeistens extrem einseitig Frauen betrifft. Inklusive entsprechender Rollenzuweisungen.

    "vielleicht an der eigenen opferdaseinsdefiniti on?"

    Nö, wie sollte es? Ich bin ein Mann, stimme aber Userin Sarah zu.

    Ein bischen paradox finde ich die Diskussion, das sich schwule(?) User wie Du und alexMuc mit diesem heterosexistischem Schema zufrieden geben.
    Aber wenn es Schwulen genügt sich diesen von Konservativen gewollten Rollenzuweisungen anzupassen und sich innerhalb solcher Strukuren lediglich in der Funktion exotischen und asexuell wirkenden Typs wahrgenommen zu werden, kann man wohl nichts ändern.

    Darüber wundern das durch gesellschaftliche Rückschritte zu konservativen Werten und Rollenverständnissen efahrungsgemäß die Homophobie steigt, sollte man sich dann aber nicht.
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#7 DadoMucAnonym
  • 13.01.2012, 08:00h
  • Antwort auf #1 von Sarah

  • Tja Schätzelein. Genau wie bei uns Gays die pradaschwestern (Gott sei Dank) nicht mehr die Norm ist, so ist auch bei euch Schwarzeragroantphalus Brüdern auch das Holzfällerhemd (Gott sei dank) nicht mehr die Norm.

    Die meisten haben einfach kein bock mehr auf den Klischeestanderttyp.
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#8 SarahAnonym
  • 13.01.2012, 13:54h
  • Antwort auf #7 von DadoMuc
  • Wenn man so wie du nur in Extremen denkt, hast du recht.
    Es ist aber weder so das alle Lesben Holzfällerhemden tragen, noch das alle heterosexuelle Frauen aufgedonnerte Modepüppchen sind.
    Zwischen den beiden Extremen gibt es noch soviel anderes.

    Die Teilnahme von Lesben an Misswahlen als Befreiungsschlag auszulegen, kann man auch nur wenn man heterosexuelle Rollenklischees wie eine "echte Frau" und ein "echter Mann" zu sein hat, verinnerlicht hat.

    Solange man als Homosexueller, egal ob schwul oder lesbisch, kritiklos in künstlich gemachte Heteroklischees verfällt, wird sich wie oben schon jemand erwähnt hat, an der Tatsache das die Homophobie in unserer Gesellschaft wieder steigt, nichts ändern.

    Guck dich doch auf Schulhöfen um, das stark in Mode gekommene "schwule Sau" ergibt sich durch festgelegte Rollenvorstellungen.
    Ein Mann gilt in diesen Rollenvorstellungen nur als Mann wenn er gewisse Erwartungen erfüllt und dazu zählt letztendlich auch das man als Junge/ Mann eine Frau flach zulegen hat und keinen Mann...entspricht man dem nicht, wird man schnell zum Schwächling und Loser erklärt...

    Schon deshalb ist es paradox und masochistisch wenn Schwule und Lesben diesem konservativem Bild von Mann und Frau hinterherrennen, anstatt es in Frage zu stellen.
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.01.2012, 19:44h
  • Mit Ramona Leiß geht übrigens zum ersten Mal in diesem Jahr eine bekennende Lesbe in das heute Abend auf RTL startende Dschungelcamp ein!
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#10 alexMucEhemaliges Profil
  • 14.01.2012, 11:30h
  • Antwort auf #3 von Schöne alte Welt
  • Bist schon recht frustriert, oder? Nette Frauen, die noch dazu cool aussehen, sind doch toll. Wobei ich nicht Arsch und Titten meine. Das bedeutet noch lange nicht, Frauen an den Herd. Selbst lesbische Frauen würden........aber lassen wir das lieber.
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