Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15729

Der Autovermieter wirbt mit Hochglanzbildern gezielt um schwule Kunden (Bild: Avis)

Der Autovermieter Avis wirbt mit Rabattaktionen um schwul-lesbische Kunden - eine heterosexuelle Amerikanerin fühlt sich dadurch diskriminiert und klagt auf Schadensersatz.

Die Klägerin Lynn Evenchik hat am Flughafen San Diego einen Avis-Wagen für eine Woche ausgeliehen und dafür über 300 Dollar bezahlt. Die Besitzerin eines Reisebüros beschuldigt nun in einer in einem Bundesgericht eingereichten Klage den Autovermieter, heterosexuelle Kunden schlechter zu behandeln als Homosexuelle, weil sie zwei schwul-lesbischen Gruppen Sonderrabatte angeboten habe. So seien Bestellungen über für Mitglieder der International Gay and Lesbian Travel Association (IGLTA) und die National Gay and Lesbian Chamber of Commerce (NGLCC) mit Rabatten von bis zu 20 Prozent auf den Standardpreis versehen worden.

Damit verstoße Avis gegen das Antidiskriminierungsverbot im Bundesstaat Kalifornien, argumentiert der Anwalt der Klägerin. Das Gesetz besagt, dass niemand aufgrund seiner sexuellen Ausrichtung beim Zugang zu Dienstleistungen benachteiligt werden darf. "Die Klägerin ist nicht homosexuell, deswegen hat sie keinen Zugang zu dem Rabatt", begründet der Anwalt die Klage.

Homo-Aktivisten unbesorgt

Homo-Aktivisten halten die Argumentation des Anwalts für praktisch aussichtslos, da eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung nicht vorliege. "Jeder kann diesen Organisationen beitreten", erklärte Tom Luhnow von der Greater San Diego Business Association, die die Interessen von lesbischen und schwulen Geschäftsleuten vertritt. "Unsere Umfragen zeigen, dass ein Viertel unserer Mitglieder heterosexuell sind. Diskriminiert wird hier - wenn überhaupt - nur aufgrund einer Mitgliedschaft in einer Organisation, der die Klägerin jederzeit beitreten kann."

Zudem sind solche Rabatte insbesondere im umkämpften amerikanischen Markt nichts Außergewöhnliches, auch wenn der Discount für die beiden Homo-Gruppen relativ hoch ausfällt. Mitglieder anderer großer Organisationen - wie etwa des amerikanischen Automobilverbandes - erhalten ähnliche Konditionen.

Auch in Deutschland wirbt Avis um die schwul-lesbische Kundschaft. 2009 startete die Firma rainbow.avis.de, über die auch Sonderaktionen möglich sind. (dk)



#1 Alte TunteAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.01.2012, 20:06h
  • Müssen die Heteros uns immer alles nachmachen? Nein, ich hätte die Klage abgewiesen!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 finkAnonym
  • 13.01.2012, 21:01h
  • manchmal habe ich das gefühl, dass sich heteros nach diskriminierung geradezu sehnen. immer diese zwanghafte opferhaltung!

    ich werde morgen übrigens die katholische kirche verklagen, weil man mir als heiden nie welche von diesen leckeren jesus-chips anbietet.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Sr EiraAnonym
  • 13.01.2012, 23:43h

  • Was interessiert mich diese heten schon, gibt wichtigeres als mich um deren kinderschreiss zu kümmern!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 LorenProfil
  • 14.01.2012, 11:28hGreifswald
  • In den USA findet ja derzeit ein Kulturkampf statt, in dem Homosexuelle von Seiten der Evangelikalen und anderer religiöser Fundamentalisten, der sog. "Tea-Party" und anderer Reaktionäre instrumentalisiert werden, um an ihnen beispielhaft durchzudeklinieren, wie sich diese Strömungen den american way of life und the true american values vorstellen.

    Auch solche Klagen dienen aus meiner Sicht dazu, Homosexuelle als "Täter" zu brandmarken, die egoistisch nur eigene Vorteile im Blick haben. Diese Zuschreibungsstrategie des Homosexuellen als Täter zeigt sich m.E. auch in den Anwürfen, die Forderung nach rechtlicher Gleichstellung gefährde die Familie, die community u.ä., was man derzeit im Vorwahlkampf der Republikaner von Santorum u.a. mehr oder weniger offen formuliert hören kann.

    Da leider viele politische und gesellschaftliche Entwicklungen aus den USA mit Zeitverzögerung in das alte Europa exportiert werden, kann es sicher nicht schaden, auch in Deutschland sehr genau hinzuschauen, wer wann ähnliche Strategien gegen Homosexuelle in die öffentliche Diskussion trägt, um im Ansatz dagegen vorzugehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 KathiGr
  • 15.01.2012, 16:49h
  • Antwort auf #4 von Sr Eira
  • "Was interessiert mich diese heten schon, gibt wichtigeres als mich um deren kinderschreiss zu kümmern!"

    Wow, du bist genauso ignorant wie Heteros, denen die rechtliche Situation von LGBTs egal ist. Wenn man selber Gleichberechtigung einfordert, dann sollte man gefälligst mit gutem Beispiel vorangehen. Ansonsten ist man ein Heuchler.

    Im Fall von Lynn Evenchik ist die Klage zwar unberechtigt, weil keine Diskriminierung vorliegt. Aber unabhängig davon ist umgekehrte Diskriminierung genauso falsch wie die ursprüngliche Diskriminierung. Zweimal falsch ergibt nicht einmal richtig.
  • Antworten » | Direktlink »