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Homosexuelle Fußballspieler

Philipp Lahm warnt erneut vor Coming-out


Philipp Lahm in der FR: "Im Stadion geht es selten politisch korrekt zu" (Bild: az1172 / flickr / by-sa 2.0)

Der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft rät schwulen Profi-Kickern, im Schrank zu bleiben.

Von Carsten Weidemann

Erst im vergangenen Jahr outete sich Fußball-Profi Philipp Lahm als hetero - jetzt hat er seinen homosexuellen Kollegen erneut geraten, besser im Schrank zu bleiben. "Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft schon so weit ist, schwule Profi-Fußballer als etwas Selbstverständliches zu akzeptieren, so wie es in anderen Bereichen bereits möglich ist", sagte der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau".

Lahm begründete seine Empfehlung zum Vesteckspiel damit, dass im Fußball noch ein anderes gesellschaftliches Klima herrsche: "Im Stadion geht es selten politisch korrekt zu", meinte der 28 Jahre alte Außenverteidiger. "Sicher, Politiker können sich heute als Homosexuelle outen, aber die müssen auch nicht Woche für Woche vor 60.000 Zuschauern spielen und dann womöglich auch noch schlecht."

Philipp Lahm: Selbstmordgefahr nach Coming-out


In seinem Buch "Der feine Unterschied: Wie man heute Spitzenfußballer wird" outete sich Lahm 2011 als hetero

Ähnlich hatte sich Lahm bereits in seinem Buch "Der feine Unterschied: Wie man heute Spitzenfußballer wird" geäußert, das Ende August 2011 auf den Markt kam. Dort schrieb er zum Thema Coming-out eines Bundesliga-Spielers: "Ich hätte Angst, dass es ihm gehen könnte wie dem englischen Profi Justin Fashanu, der sich nach seinem Outing so in die Enge getrieben fühlte, dass er schließlich Selbstmord beging." Fashanu nahm sich 1998 das Leben - er ist nach wie vor der einzige aktive Profispieler, der sich zu seiner Homosexualität bekannt hat.

In dem 269-Seiten-Band stellte der Bayern-Spieler auch klar, dass er selbst nicht schwul und nicht nur zum Schein mit seiner Frau Claudia verheiratet sei (queer.de berichtete). Die Homo-Gerüchte um seine eigene Person seien ihm eigenlich "egal", meinte Lahm. Selbst habe er auch nichts gegen Schwule: "Ich finde Homosexualität nichts Verwerfliches. Aber ich wundere mich immer wieder darüber, dass einzelne Typen, die so eine Geschichte in Umlauf setzen, so viel Einfluss auf die öffentliche Meinung haben."

Lahm hat sich in der Vergangenheit mehrfach für die Gleichbehandlung von schwulen Fußballern eingesetzt. So erklärte er 2007 in einem Interview mit einem Schwulenmagazin: "Wenn ein Spieler schwul ist, ist er trotzdem mein Mannschaftskollege, und für mich würde sich im Umgang mit ihm nichts ändern" (queer.de berichtete). Wegen seines "besonderen und herausragenden Einsatzes gegen Intoleranz und Homophobie im Breitensport und insbesondere im Fußball" wurde ihm 2008 der Tolerantia-Preis verliehen (queer.de berichtete).

Wöchentliche Umfrage

» Philipp Lahm warnt Profi-Kicker vorm Coming-out. Hat er recht?
    Ergebnis der Umfrage vom 16.1.2012 bis 23.1.2012


#1 eMANcipationEhemaliges Profil
  • 14.01.2012, 13:35h

  • Warum thematisiert er das immer, oder will er nur ausdrücken, warum er sich nicht outen kann/will?
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#2 MassenanzeigeAnonym
  • 14.01.2012, 13:37h
  • Der Druck muss weiter erhöht werden.

    Heterosexistische Hegemonie und sexuelle Apartheid über alles.

    Besonders pervers, dann ein Coming-out in die Ursache für einen möglichen Selbstmord zu verkehren, und nicht etwa die gesellschaftlichen Verhältnisse, an denen ein Herr Lahm selbst kräftig mitbastelt.

    Und so genannte Homo-Organisationen tun eben im Sinne ihrer Funktion der Anbiederung, Unterwerfung und Zementierung des Status quo weiterhin NICHTS, anstatt solche verantwortungslosen und menschenverachtenden Aussagen vollumfänglich bloßzustellen!

    Für den Mann sind schon längst massenweise Anzeigen wegen übelster Diskriminierung fällig.

    Man überlege sich mal, welcher Aufschrei völlig zu Recht durch die verlogenen Massenmedien ginge, wenn er Menschen mit anderer Hautfarbe aufforderte, wegen zu befürchtender Gewalt und Diskriminierung nur noch umgefärbt Fußball-Profi zu werden.
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#3 Geert
  • 14.01.2012, 14:11h
  • Antwort auf #1 von eMANcipation
  • Hier sehen wir wieder, was in den Köpfen von vielen Huschen vorgeht: Jeder Mann, der gut aussieht, ist schwul! Wenn er das Gegenteil behauptet, ist er nur noch nicht so weit, offen dazu zu stehen! -

    Es spricht doch nichts, aber auch gar nichts dafür, dass Philipp Lahm schwul ist.

    Warum also wieder so einen dummer Kommentar?
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#4 Eddy PirouettiAnonym
#5 ClaudiaAnonym
  • 14.01.2012, 15:02h
  • Philipp Lahm soll sein blödes Maul halten! Sein homophobes Gequatsche ist nicht mehr zum Aushalten und seine Pseudo-"Toleranz" kann er sich irgendwo anders hinstecken.
    Und dann ständig sein krampfhaftes Betonen, dass er Hetero sei...gähn! Wenn ihm das sooo egal ist, wenn Leute ihn für schwul halten, warum betont er das ständig?
    Blöde Arschkrampe!
    Fußball bleibt für mich eine Sportart, die offenbar nur von hirnloses Prolls ausgeübt wird
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#6 David77Anonym
  • 14.01.2012, 16:23h
  • Antwort auf #3 von Geert
  • Dann sag das mal denjenigen, die davon ausgehen, das JEDER Mann "selbstverständlich" heterosexuell orientiert sind, und dann noch wehement behaupten, es gebe ja keine Schwulen (bei Ihnen), und das noch in Anwesenheit eines offen schwulen Ex-Fussballers!
    DAS sind dumme Kommentare!
    MUSS Lahm schwul sein? Muss er nicht. Aber DÜRFTE er es denn?! DARUM geht es!
    Warum äußert er sich denn überhaupt dann zu dem Thema? Offenbar weiß er wohl über andere Bescheid...
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#7 PierreAnonym
  • 14.01.2012, 16:41h
  • Philipp Lahm hat als Heterosexueller eine absolut gesunde Einstellung zur Homosexualtät und zu Schwulen.
    Seine Einstellung und jedes seiner Worte so zu drehen, dass er damit "indirekt" eine eigene Homosexualität einräumt, ist der absolute Blödsinn und kann nur von wirklich vernebelten Schwulen kommen, bei denen der Wunsch Vater des Gedankens ist.
    Ich hoffe, dass Phlipp Lahm seine ehrliche, offene und realistische Einstellung behält.
    Und er hat recht: Ein offen schwuler Profi-Fußballspieler wäre der psychischen Belastung nicht gewachsen, insbesondere dann, wenn er mal schlecht spielt.
    Da müssten sich schon reihenweise mehrere Profi-Fußballer verschiedener Vereine zur gleiche Zeit outen, was ja wohl eher unwahrscheinlich ist.
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.01.2012, 17:44h
  • Wir leben mittlerweile im 21. Jahrhundert und da sollte es ja doch verdammt nochmal möglich sein, daß ein Fußballprofi sein Coming Out hat! Warum bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten?
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#9 JoonasAnonym
  • 14.01.2012, 17:45h
  • Jemand, der selbst hetero ist und offenbar auch keine Ahnung von Homosexualität hat, sollte keine Ratschläge in dem Bereich geben.

    Was befähigt ihn dazu?

    Die Gefahren durch Unterdrückung sind weit größer als solche durch Outing. Aber das merkt man leider erst danach. Und dann bereut man, es nicht eher getan zu haben.

    Im übrigen wundere ich mich, dass Philipp Lahm offenbar empfiehlt, man solle sich selbst verstecken statt zu sich zu stehen. Entspricht das dem Geist des Sports, sich feige zu ducken, statt ein echtes Vorbild für die Fans zu sein?
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#10 TadzioScot
  • 14.01.2012, 17:46h
  • Dann bin ich echt froh das sich letztes Jahr ein Fussballer geoutet hat, obwohl so ein Lahm davor warnt... Für mich klingt er immer so nach Schrankschwester.. Aber seis drum

    www.queer.de/detail.php?article_id=15345

    Im prinzip finde ja toll das ein Profifussballer sich outet
    oder wie viele sagen "zu seiner Homosexualität" bekennt.

    Aber bekennt hört sich so negativ an...
    So wie ich bekenne mich Schuldig...

    Jedenfalls sollten sich viel mehr Fussballer, in der Welt, aber auch in Deutschland outen, denn dann hätten viele Jugendliche endlich Schwule Identifikationsfiguren. Das gleiche gillt für Schauspieler,Sänger etc.pp... Alle sollten sich outen, denn dann würde die Welt schon viel Freundlicher aussehen. Wenn es aber nur immer wieder vereinzelt einige ganz wenige machen, dann werden diese, wenn sie pech haben, von den negativ Reaktionen geschlachtet.

    So`n einzelnes outing muss nämlich auch verkraftet werden...

    Aber es gibt einen riesigen unterschied zwischen diesen Herren und uns Normal-Bürger.

    Je Reicher man ist um so leichter kann (muss aber nicht) es für so jemanden sein, sich zu outen... Denn Reiche können sich dann einfach
    irgendwo hin zurückziehen, wo einen keiner kennt. Bist du aber arm und outest dich in deiner näheren Umgebung läufst du gefahr eines auf die Fresse zu kriegen. Und du kannst nicht so einfach Flüchten, wo dich keinre kennt, denn du trägst dann nämlich noch den ballast deiner Materiellen Existenz mit dir rum...

    So unterschiedlich können Realitäten sein. Damit spreche ich nicht ab, das es auch z.B solche Profi-Fussballer schwer haben können, weil sie von Fans gemobbt werden, aber mit Geld im hintergrund lässt so manches in dieser Welt sicher ein wenig leichter verarbeiten....

    Was mich fasziniert ist ja, das ein Lahm z.B sich immer wieder äußert zum Thema Schwul, aber er darauf besteht nicht schwul zu sein. Wäre ja auch nicht schlimm ;-) *lol*, aber was mich daran fasziniert ist folgendes: Ich kenne nicht einen Hetero der sich immer wieder sorgen um Schwule macht, wie es Lahm tut, denn die meisten Normalos haben ganz andere sorgen.

    Aber ob ich rede oder Peng, ob einer sich outet oder Peng, Schwule Nachrichten gibt es so gut wie nie in der Tagesschau oder RTL-Aktuell und konsorten. Nein dieses Themen findet man lediglich im Internet, auf Schwulen-Seiten, wie queer.de ! Letztendlich ist so gut wie das ganze Fernsehen Heterosexuell, mit ihrem Hetero-Diktat für Schwule & Lesbische Jugendliche.

    Und die Sprache der Gesselschaft wird auch immer Homofeindlicher. "Bist du Schwul oda was ?", "Hey der Fussballer spielt ja voll Schwul!"
    usw... Das solche aussagen überhaupt nicht bestraft werden ist meines erachtens ein Verbrechen, denn Kinder hören diese Sprüche und lernen sie und wieder andere Kids hören diese Sprüche und bringen sich schlimmstfalls daraufhin um.. Die 4-fach höhere Selbsmordrate bei jugendlichen Schwulen sagt dazu alles.

    So kann abschließend zu meiner textlichen rundreise sagen: Es muss mehr, aktiver und vorallem vereint gegen Faschismus gekämpft werden, das Problem dabei ist leider nur das selbst in den eigenen Reihen der Faschismus blüht, denn viele suchen sich immer wieder einen der unter ihnen ist, halt einen der das letzte ist. Denn wie heißt es so schön: "Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen !" Also sollte man sich den satz ernst nehmen und nicht alles vorschnell verallgemeinern. Es gibt hier in unseren Landen noch viele Minderheiten, die auch noch diskriminiert werden. Vereinter wäre ein Kampf viel besser zu gewinnen, wenn es überhaupt möglich sein sollte...

    Andere zu kritisieren ist immer leicht aber selten Kritisiert man sich selbst mit seiner eigenen ansicht... Darum peldiere ich immer für obektivität und nicht für blinde Hysterie...

    Vorwärts mit Schwulzialismus !
    Hasta la Vic(oder auch Fick)toria Siempre ! ;-) (durchaus ernst gemeint !)
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