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Bald mehr als nur ein Spaß? Blauhelm-Soldaten der UNO "beschützen" eine CSD-Parade

Das historische Dokument A/HRC/19/41 der Vereinten Nationen, das ein Ende der staatlichen Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Trans*Personen fordert, liegt nun in einer offiziellen Übersetzung vor.

Der 25-seitige im Original auf Englisch verfasste Bericht wurde vom Menschenrechtskommissariat (UNHCR) erstellt und Mitte Dezember 2011 in Genf vorgestellt (queer.de berichtete). Er rügt detailliert, dass homo- und transphobe Gewalt in jeder Region der Welt an der Tagesordnung sei. Staatliche Diskriminierung führe dazu, dass gesellschaftliche Gewalt gegen sexuelle Minderheiten um sich greife und nur selten verfolgt werde.

Der Bericht schlägt zudem eine ganze Reihe von Maßnahmen vor. So sollten alle Staaten das Verbot von Homo-Sex aus ihren Gesetzestexten streichen. Derzeit verbieten dem Bericht zufolge noch 76 Länder gleichgeschlechtliche Beziehungen. Auch die gesellschaftliche Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Trans*Personen müsse mit Antidiskriminierungsgesetzen und Aufklärungskampagnen bekämpft werden.

Diskussion ab Ende Februar im Menschenrechtsrat

Der UN-Bericht wird nun als nächstes dem Menschenrechtsrat bei dessen 19. Sitzung vom 27. Februar bis 23. März 2012 vorgelegt und dort eingehend diskutiert werden. "Ich persönlich erwarte, dass sich dadurch auch in Deutschland politisch etwas bewegt, speziell durch die Empfehlungen in Abschnitt 84", erklärte die Übersetzerin Sandra-Isabell Trautner von ARC International.

Ihre deutsche Übersetzung hat den üblichen Revisionsprozess der Vereinten Nationen durchlaufen und wurde vom Büro der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte abgesegnet. Da Deutsch keine der sechs Amtssprachen der UN ist, kann die deutsche Fassung allerdings nicht auf den UN-Websites gehostet werden. Sie steht jedoch auf der Homepage von ARC International zum Download bereit. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 RantanplanAnonym
  • 15.01.2012, 14:36h
  • Tatsächlich beeindruckend - vor allem wenn man bedenkt, das der Blog der sozialistischen und islamistischen Staaten bislang seine homophoben und menschenverachtenden Vorstellungen in der UNO durchsetzen konnte:

    "Arabische und sozialistische Staaten setzen sich durch:
    UNO hat kein Problem mehr mit Todesstrafe für Homosexuelle"

    www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=3608
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#3 Sandra-IsabellAnonym
#4 RantanplanAnonym
#5 Sandra-IsabellAnonym
  • 15.01.2012, 15:17h
  • Antwort auf #4 von Rantanplan
  • Dann kopiere ich's dir raus:

    [Adopted by a recorded vote of 23 to 19, with 3 abstentions. The voting was as follows:

    In favour: Argentina, Belgium, Brazil, Chile, Cuba, Ecuador, France, Guatemala, Hungary, Japan, Mauritius, Mexico, Norway, Poland, Republic of Korea, Slovakia, Spain, Switzerland, Thailand, Ukraine, United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland, United States of America, Uruguay

    Against: Angola, Bahrain, Bangladesh, Cameroon, Djibouti, Gabon, Ghana, Jordan, Malaysia, Maldives, Mauritania, Nigeria, Pakistan, Qatar, Republic of Moldova, Russian Federation, Saudi Arabia, Senegal, Uganda

    Abstaining: Burkina Faso, China, Zambia]
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#6 antos
#7 RaffaelAnonym
  • 15.01.2012, 15:46h
  • Auf jeden Fall ein historisches Dokument!

    Aber auch ein Armutszeugnis, dass die UNO erst letztes Jahr (2011!!) auf die Idee gekommen ist, dass auch homo-, bi- und transsexuelle Menschen Grundrechte haben.
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#8 dem winzerAnonym
#9 doktorProfil
#10 RantanplanAnonym
  • 15.01.2012, 21:23h
  • Antwort auf #9 von doktor
  • Was ist ein "Hasbara-Ministerium"? Ein solches Ministerium gibt es in der israelischen Regierung nicht.
    Bei haOlam.de lese ich stest Artikel gegen Homophobie und Berichte zur Unterstützung der LGBT-Community. Was für einen Unfug schreibst Du eigentlich?
  • Antworten » | Direktlink »