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In Saudi-Arabien kann die Nutzung von Facebook lebensgefährlich sein

Die saudi-arabische Religionspolizei hat einen 30-Jährigen verhaftet, weil er über Facebook nach gleichgeschlechtlichen Partnern gesucht haben soll.

Der Mann soll bereits am 23. Dezember in seiner Heimatstadt Dammam im Osten des Landes verhaftet worden sein, melden die Aktivisten von "Gay Middle East" unter Berufung auf die saudi-arabische Nachrichtenseite "Sabq". Nach seiner Festnahme soll er zugegeben habe, dass das "Facebook-Profil ihm gehört und dass er es genutzt hat, um Unzüchtigkeit mit anderen Männern zu planen".

Auf Homosexualität steht in Saudi-Arabien Gefängnis, Auspeitschung oder sogar die Todesstrafe. Sami Hamwi von "Gay Middle East" erklärte, dass die Bestrafung des Verhafteten hauptsächlich davon abhänge, welcher gesellschaftlichen Gruppe er angehöre: "In Saudi-Arabien geborene Sunniten oder Mitglieder der Beduinen-Stämme werden oft wieder freigelassen, während die Bestrafung gegen Minderheiten wie Schiiten oder neu eingebürgerte Staatsangehörige. Auch Gastarbeiter werden hart bestraft." Allerdings würden so gut wie alle Saudi-Arabier, die von der Religionspolizei geoutet werden, von ihren Familien ausgestoßen werden und hätten Probleme, einen Job zu finden.

Amnesty International kritisiert Saudi-Arabien scharf für die Verfolgung von sexuellen Minderheiten: "Wenn dieser Mann wirklich wegen Homosexualität verhaftet und angeklagt wird, würden wir ihn als politischen Häftling ansehen und seine sofortige Freilassung fordern", erklärte die Menschenrechtsorganisation.

In Saudi-Arabien achten 3.500 Beamte der Religionspolizei auf die Einhaltung der Moralgesetze des Landes. Die "Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern" ist direkt dem absolutistisch regierenden König Abdullah unterstellt und achtet etwa auf vorschriftsmäßige Kleidung von Frauen. Außerdem überwacht die Behörde vermehrt Internet-Kontakte, um gegen "unislamisches" Verhalten vorzugehen.

Immer wieder gibt es Berichte über Verhaftungen wegen Homosexualität in Saudi-Arabien, die aber oft nicht von unabhängigen Medien bestätigt werden können. Im November wurde ein Mann laut saudischen Medien wegen "Homosexualität, Imitierens einer Frau und Besitzes pornografischer Videos" zu 500 Peitschenhieben verurteilt (queer.de berichtete). Insbesondere schwule Gastarbeiter aus Asien sind der Regierung ein Dorn im Auge. So hat Saudi-Arabien philippinische Vermittlungsagenturen angewiesen, nur heterosexuelle Arbeitskräfte ins Land zu senden (queer.de berichtete). (dk)



#1 MarekAnonym
  • 16.01.2012, 11:19h
  • Wieso lässt man nicht einfach jeden sein Leben so führen, wie er/sie es möchte?!

    Dass manche Menschen immer diesen Zwang haben, anderen diktieren zu müssen, wie sie zu leben haben.

    Man muss schon ein ziemlich verpfuschtes Leben haben, um seinen Frust darüber ständig an anderen auslassen zu müssen.
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#2 panzernashorn
  • 16.01.2012, 12:14h
  • Ein weiterer Beweis für die Gefährlichkeit von Religionen und von dadurch motivierten Fanatikern im Besonderen!!!
    Ratzinger würde sicherlich auch gerne wieder die Scheiterhaufen einführen, wenn er denn könnte..................

    Wie schön und friedlich wäre das Leben ohne Religion(en), dafür aber auf einer Basis von wirklicher Ethik und Moral (im positiven Sinne).
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#3 gsaturnos
  • 16.01.2012, 12:33h
  • "WeltOnline" schrieb....Nun soll Saudi-Arabien
    eine Lieferung von 200 “Leopard”-
    Kampfpanzern erhalten.
    In den letzten 10 Jahren befand sich auch
    Saudi-Arabien faßt immer unter den
    ersten 20 Bestimmungsländern für
    deutsche Rüstungslieferungen.
    2008 erhielt der Ölstaat Waffen im Wert
    von 170,4 Millionen Euro, darunter
    Pistolen, Gewehre, Munition, leichte
    Panzerfahrzeuge, Raketenteile und auch
    Tankflugzeuge.
    Nebenbei sei kurz erwähnt, dass die
    Firma “Heckler & Koch” das Sturmgewehr “G- 36” nicht nur an die
    Saudis geliefert hat, sondern ihnen auch
    die Lizenz für den Bau des Gewehrs
    einräumte. Worauf das Königreich eine
    eigene Produktionsstätte für das Gewehr
    erichtete.

    Sarkasmus an:
    Ja, die BRD - die Verteidigerin der Freiheit auf der Welt - wie man sieht...
    Sarkasmus aus

    Die BRD ist ein Staat, der mit solchen Verbrecherstaaten nicht nur
    befreundet ist und fleißig Geschäfte mit denen macht,
    die BRD liefert diesen Verbrechern auch noch die nötigen Waffen für ihre Verbrechen !

    Alle Verantwortlichen der Regierung, vorne an die Kannzlerin und ihr Außenminister,
    gehören verhaftet und vor Gericht gestellt ! Denn Deutschland ist der Dealer der Mörder und
    damit selbst ein Mörder... Auch gerade von Schwulen in Saudi-Arabien.
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#4 TadzioScot
  • 16.01.2012, 12:54h
  • Antwort auf #1 von Marek
  • "Wieso lässt man nicht einfach jeden sein Leben so führen, wie er/sie es möchte?!"

    Ja, wieso eigentlich nicht ?
    Gute Frage, die sich auch dringenst viele unserer "mit Schwestern" stellen sollten...

    "Dass manche Menschen immer diesen Zwang haben, anderen diktieren zu müssen, wie sie zu leben haben."

    leider sind viele Menschen so gepolt, das sie meinen die weißheit mit Löffeln gefressen zu haben, selbst wenn sie von der Materie (welche Materie auch immer) nicht die geringste Ahnung haben.

    Diese Besserwesser-Seuche, dieses ich bin ein Besserer-Mensch-Virus, ist bei den Heten genauso schlimm ausgeprägt und verbreitet wie bei vielen der Schwulen...

    Wie ich immer wieder sage,
    viele Menschen suchen immer
    wieder einen Menschen untersich...

    Natürlich sollten Menschen so lieben wie es ihnen beliebt. Wenn beide miteinander Glücklich sind, wer auch immer, dann hat niemand eine solche Liebe in frage zu stellen.

    Schlimm finde ich, wie auch immer wieder sage, das diese schlimmen Nachrichten nicht in den MassenMedien, nicht in den Nachrichten bei Tagesschau, RTL Aktuell und Co, gesendet werden. DAS ist ein echter Skandal !!!

    Gestern wurde mir beim Radio Info Sender "HR-Info" erzählt das in, war es Nigeria ?,
    einem Land die Christen schlimm unterdückt, diskriminiert und verolgt werden...
    Ist ja auch schlimm.

    Niemand sollte auf grund seiner Sexualität, Religion (so lange sie im Privaten Rahmen ist), welche auch immer, verfolgt unterdückt und diskriminiert werden !

    Aber das wir Schwulen hier in unserem Lande noch immer unterdrückt und disrkiminiert werden,

    ....das wir sogar mit Mordanschlägen rechenen müssen (ich sage nur CrusierMorde),

    ....das wir damit rechenen müssen verpürgelt zu werden...

    ...das Legal Anti-Schwule-Hetz-Songs gegen uns produziert und verkauft werden dürfen, von so Bushidos, Sidos usw...

    ...das wir von Blutspenden + Organspenden ausgeschloßen werden.

    ...das Homosexuelle im größten Teil der Welt mit Haftsrafen oder noch schlimmer dem Tod rechnen müssen...

    Darüber berichten die normalen nachrichten so gut wie nie !

    WIR gehören nämlich doch nicht dazu...

    Wir dienen höchstens als
    Wohlfühl Deckmantel der meisten Normalos,
    so in der Art, "schau mal, ich habe Schwule Freunde, jetzt bin ich aber toll!"

    Ich finde es nach wie vor gut,
    das queer.de darüber berichter.

    Aber die Normalen TagesZeitungen die es in Massen gibt,die fats alle Menschen lesen,
    die machen unsere Themen letzendlich
    nicht wirklich zu ihren Themen.

    Denn wenn sie das machen würden,
    dann müssten sich die meisten Normalos da draußen sich selbst hinterfragen, so in der art "was habe ich eigentlich mit der ganzen Unterdrückung zu tun ? Was ist mein Anteil an diesen Unrecht ? Und was kann ich dagegen tun ?"

    Also lieber die Schauklappen aufbehalten und normal den alltag des Normalos leben...

    Und sich dann erschrocken wundern was alles so schlimmes in der Welt passiert....

    .......um dann gaaaaanz normal weiter zu machen...
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#5 finkAnonym
  • 16.01.2012, 13:07h
  • Antwort auf #2 von panzernashorn
  • "Aber Staaten können und müssen Verhaltensweisen regulieren, einschließlich verschiedener sexueller Verhaltensweisen. Weltweit besteht ein Einvernehmen unter den Gesellschaften, dass bestimmte Arten von sexuellen Verhaltensweisen gesetzlich verboten werden müssen."

    Erklärung von Erzbischof Silvano M. Tomasi, Ständiger Vertreter des Heiligen Stuhls, an die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen in Genf während der 16. Sitzung des Menschenrechtsrats- Artikel 8 - 22. März 2011

    die skandalöse rechtfertigung staatlicher verfolgung sexueller minderheiten durch den "heiligen stuhl" macht die reale verfolgung in vielen andersreligiös geprägten staaten natürlich nicht harmloser noch relativiert sie sie. was der vatikan gerne hätte, das haben andere leider schon längst realität werden lassen, wie der artikel oben zeigt.

    aber: gerade diese interreligiösen bündnisse werden mittlerweile zu einer ernsten gefahr für die demokratien der welt. die bekämpfung der homosexualität, die inzwischen bei vielen gruppen ganz vorn auf der agenda steht, ist ja letztlich "nur" eine beispielhafte front. im grunde geht es da gegen jede form des selbstbestimmten lebens und der persönlichen freiheit.

    "Wie schön und friedlich wäre das Leben (...) auf einer Basis von wirklicher Ethik und Moral."

    da gebe ich dir hundertprozentig recht.
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#6 Geert
#8 finkAnonym
  • 16.01.2012, 15:18h
  • Antwort auf #6 von Geert
  • ich rede von interreligiösen bündnissen gegen die menschenrechte, die solche schrecklichen dinge wie peitschenhiebe gegen schwule zu ermöglichen und aufrechtzuerhalten helfen.

    was hast du damit für ein problem?
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#9 lo struzzoAnonym
#10 ArthasAnonym
  • 16.01.2012, 15:42h
  • Antwort auf #2 von panzernashorn
  • In Saudi-Arabien gibt es keine ReligionEN sondern nur EINE Religion und das ist der Islam. Da hat auch Ratzi keinen Einfluß drauf. Die RKK ist zwar von dem Thema Homosexualität absolut besessen, würde aber den Scheiterhaufen nicht einführer, das ist doczh lächerkich. Es ist ein massiver Fehler seitens des Westens Länder wie Saudi Arabien als Verbündeten zu haben und sich da nicht einzumischen
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