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Jesse Tyler Ferguson und Eric Stonestreet spielen bei "Modern Family" ein schwules Paar mit Adoptivtochter (Bild: ABC)

Homo-Themen schneiden vor allem bei Comedys gut ab: Bei der Golden-Globes-Verleihung konnte zwar "Glee" nicht mehr den Titel beste Serie abräumen, dafür aber die homofreundliche Reihe "Modern Family". Außerdem wurde ein 82-Jähriger für die Darstellung eines Schwulen geehrt - und Madonna erhielt auch einen Preis.

Bei der live im US-Fernsehen übetragenen Golden-Globes-Gala am Sonntag in Los Angeles sind besondere Leistungen in Film und Fernsehen ausgezeichnet worden - die Preisverleihung gilt unter anderem als Vorentscheidung auf die Oscarverleihung. Im Bereich TV siegte erstmals die Serie "Modern Family" im Bereich Musical/Comedy - und setzte sich damit unter anderem gegen die ebenfalls nominierte Serie "Glee" durch, die den Preis bereits in den letzten beiden Jahren erringen konnte (queer.de berichtete).

"Modern Family" hat bereits im September 2011 bei der Verleihung des Fernsehpreises Emmy die Konkurrenz deklassiert (queer.de berichtete). Trotz der hervorragenden Kritiken hat die Comedyreihe bislang keinen deutschen Fernsehsender gefunden. "Modern Family" ist eine Pseudo-Dokumentation mit Hauptdarsteller Ed O'Neill (bekannt als Al Bundy aus "Eine schrecklich nette Familie") und handelt von drei nicht traditionellen Familien. Seit der ersten Folge wird dabei die kontroverse Frage der Adoption durch ein schwules Paar behandelt, das von Jesse Tyler Ferguson und Eric Stonestreet dargestellt wird.

Die dritte Staffel von "Glee" kommt dagegen nicht mehr so gut bei Kritikern und dem Publikum an. So wurde dieses Jahr kein einziger Schauspieler aus der Serie für den Golden Globe nominiert. Im letzten Jahr gewann Chris Colfer noch die Trophäe. Die Einschaltquoten gingen in den USA zuletzt auf sieben Millionen Zuschauer zurück - in der Staffel zuvor schauten im Schnitt noch über zehn Millionen Menschen den Abenteuern der trällernden Highschool-Schülern zu.

Großer Gewinner im Bereich Fernsehen ist die neue Serie "Homeland", die Lieblingsserie von Präsident Barack Obama. Sie handelt von einem US-Kriegsgefangenen (Damian Lewis), der nach acht Jahren aus der Gewalt von Islamisten im Irak befreit wird und als Kriegsheld zurückkehrt. CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) glaubt jedoch, dass der Soldat vom Feind umgedreht wurde. Als einzige Fernsehserie erhielt "Homeland" zwei Golden Globes - als beste Drama-Serie und für die beste Hauptdarstellerin (Claire Danes). Das Thema Homosexualität wird in "Homeland" am Rande behandelt. So versucht die CIA Informationen von einem saudischen Diplomaten zu erpressen, der gerne Schwulensaunen besucht. Bislang interessiert noch kein deutscher TV-Sender für den Zwölfteiler, der im Pay-TV-Kanal Showtime ausgestrahlt wurde.

Youtube | Trailer für "Modern Family" (auf Englisch)

Christopher Plummer für Darstellung eines Coming-outs ausgezeichnet

Im Bereich Film räumte vor allem der französische Schwarzweißfilm "The Artist" ab, der von der Stummfilmära in den 20er Jahren erzählt. Der Film läuft am 26. Januar in Deutschland an. Einen Preis als bester Darsteller erhielt auch Christopher Plummer für seine Nebenrolle in der Tragikomödie "Beginners". Plummer, der 1991 als den klingonischen Bösewicht General Chang in "Star Trek VI" verkörperte, spielt hier einen Vater, der nach dem Tod seiner Frau in hohem Alter sein Coming-out als Schwuler wagt. Sein Filmsohn ist Ewan McGregor. Der Film lief bereits im Juli 2011 in den deutschen Kinos an - in Deutschland ohne Altersbeschränkung freigegeben, durften in den Film in den USA nur Besucher über 17 Jahre ohne Begleitung von Erziehungsberechtigten sehen.

Auch Madonna gewann einen Globe für den britischen Film "W.E.", bei dem sie das Drehbuch schrieb, produzerte und auch Regie führte. Allerdings gewann die 53-Jährige nicht für die "beste Regie", sondern für den besten Song "Masterpiece". Das Drama behandelt unter anderem die kontroverse Affäre zwischen dem britischen König Eduard VIII. Und Wallis Simpson. Der Film soll im April in Deutschland anlaufen. (dk)

Youtube | Trailer für "Beginners" (auf Deutsch)


Glee: Kurt Hummel meets Sarah Jessica Parker

Noch vor der Ausstrahlung im deutschen Free-TV hat Twentieth Century Fox Home Entertainment die vierte Staffel des Serienphänomens "Glee" auf DVD veröffentlicht.
#1 ErrwsAnonym
  • 16.01.2012, 14:30h
  • Das "Modern Familiy" so erfrischend und anders sei kann ich nicht nachvollzeihen.

    Spießige Paare wie sie im Buche stehen.

    Schwule die verheiratet und altbacken vor dem Kamin sitzen wie meine Großeltern
    Die andere Familie bestehend aus einem alten Mann mit junger Frau, dabei wäre es andersrum mal interessant.
    Eben nicht die Norm zu zeigen, gesellschaftliche Konventionen zu durchbrechen sieht anders aus. Das eben nicht der Mann älter sein muss als die Frau, das eben nicht die Schwulen wirken wie Schwigermutters Liebling...
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#2 TadzioScot
  • 16.01.2012, 15:08h
  • "Homo-Themen schneiden
    vor allem bei Comedys gut ab"

    Vor allem bei Comedys...
    Also bei Komödien....

    Sprich : Über uns kann man am besten Lachen.
    Sei es postiv gemeint, wie negativ,..

    Das WIR in Comedys so gerne verwendet werden, liegt daran, das wir nämlich noch
    immer nicht wirklich dazu gehören...

    Beispiel ? 61% der Deutschen wollen laut einer ZDF Sendung nichts mit uns Schwulen zu tun haben...

    Bericht : Das ist doch Voll Schwul

    www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1518062/Das-ist-doch-v
    oll-schwul#/beitrag/video/1518062/Das-ist-doch-voll-schwul


    Ich möchte das WIR in normalen Spielfilmen oder Serien, ganz normal dabei sind.

    Beispiel, Star Trek...

    5 (6) Star Trek Serien in denen nicht eine Schwule Hauptfigur dabei ist...

    11 Star Trek Spielfilme in denen nicht eine Schwule hauptfigur dabei ist...

    Wie wäre es mal mit einen Schwulen Captain ?
    Den Hetero Captains gab es zu genüge...

    Aber wenn man so Filme wie "Traumschiff Sursprise - Periode 1" macht, dann hat man die lacher auf seiner Seite.. Manche Schwule finden das witzig, und vorallem viele vielve Schwulenfeinde...

    Seht nur wie wie diese Tucken
    sind, die machen "Hei-Tei-Tei-Tei"...

    Ja über uns macht man sich lustig.
    Wie gesagt : Pro wie Kontra...

    Ich fand z.b "Traumschiff Sursprise - Periode 1" ziemlich diskriminierend, und kontra Produktiv für uns...

    So lange wir nicht wirklich dazu gehören,
    haben Comedys mit und über uns,
    immer einen schalen Beigeschmack.

    Erst wenn wir wirklich dazu gehören,
    dann würde DAS anders wirken...
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#3 jörgiAnonym
  • 16.01.2012, 15:12h
  • Antwort auf #1 von Errws
  • "alten Mann mit junger Frau"

    war auch mein empfinden. das ist unter den möglichen konstellationen zwischen alt und jung die konservativste und am meisten akzeptierte.

    ältere frau mit jüngerem mann wäre definitiv kontroverser vom publikum aufgenommen worden.
    oder gar älterer mann mit jüngerem mann?

    die serie hat diesbezüglich den bequemsten weg gewählt.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.01.2012, 20:13h
  • Die "Golden Globes" gelten ja wie in jedem Jahr als Gradmesser für den "Oscar". Ob allerdings der Film "The Artist" bei letzterem abräumt, hängt von der Jury ab.
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#6 MisterEdAnonym