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Mariela Castro hat sich in den letzten Jahren für die Rechte von Homosexuellen eingesetzt (Bild: Wiki Commons / Montrealais / CC-BY-SA-2.5)

Kuba will in diesem Jahr als erster autoritär regierter Staat eingetragene Lebenspartnerschaften erlauben, gab eine Funktionärin am Montag bekannt.

Auf der staatlichen Website "Cuba Si" erklärte Mariela Castro, die Tochter von Staatschef Raúl Castro und Direktorin des Nationalen Zentrums für sexuelle Aufklärung (Cenesex), dass dieses Jahr im Parlament eine Diskussion um die Einführung eines Partnerschaftsregisters für Schwule und Lesben vorgesehen sei. Allerdings werde es keine Öffnung der Ehe geben.

Außerdem plane die kommunistische Partei die Einführung von Antidiskriminierungsgesetzen, die unter anderem die Merkmale sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität beinhalten sollen. Damit sollten "Vorurteile in der Bevölkerung" bekämpft werden. "Diese Entwürfe dienen dazu, mehr und mehr die Rechte unserer gesamten Bevölkerung zu schützen", sagte die 50-Jährige. Sie hofft, dass eine Gleichbehandlungsrichtlinie bereits am 28. Januar bei einer Konferenz der Kommunistischen Partei beschlossen werden kann.

Kuba verbietet Homo-Ehe in Verfassung

Mariela Castro setzt sich bereits seit Jahren für die Gleichbehandlung von sexuellen Minderheiten ein - und erzielte erste Erfolge. So sind Geschlechtsanpassungen auf Kuba seit 2010 legal (queer.de berichtete). Ob es wirklich Fortschritte in anderen Bereichen geben wird, ist unklar: Bereits seit 2009 kündigt Castro an, dass das Parlament die Einführung von eingetragenen Partnerschaften "prüfen" werde (queer.de berichtete). Derzeit werden gleichgeschlechtliche Paare von der Staatsmacht nicht anerkannt, die gleichgeschlechtliche Ehe ist sogar in der kubanischen Verfassung verboten.

Kuba hat eine lange Geschichte der Schwulenverfolgung hinter sich: Homosexualität war bereits vor der kommunistischen Revolution 1959 illegal. Allerdings betrachtete Fidel Castro die gleichgeschlechtliche Liebe in den 1960er und 1970er Jahren als kapitalistische Ausprägung und ließ insbesondere Schwule gnadenlos verfolgen und in Internierungslager stecken, in denen viele zu Tode kamen. Danach ließ der Verfolgungsdruck nach. Homosexuelle wurden aber bis vor wenigen Jahren noch wegen "antisozialen Verhaltens" verfolgt. Nachdem Fidel Castro das Amt des Präsidenten abgegeben hatte, bedauerte er die jahrzehntelange Verfolgung von Homosexuellen (queer.de berichtete). Die Jagd auf sexuelle Minderheiten durch die Kommunisten nannte er eine "spontane Reaktion der Revolutionäre, die auf den Traditionen der Nation beruht". Eine Entschädigung für die Opfer der Verfolgung gab es nicht. (dk)



#1 jungen lehrernAnonym
#2 Timm JohannesAnonym
  • 17.01.2012, 12:34h
  • Antwort auf #1 von jungen lehrern
  • Das würde mich natürlich für Kuba freuen.

    Gleichzeitig bestätigt aber die homopolitische Verfolgung unter Castro ganau meine Meinung über die LINKEN.

    Linke reden zwar immer "groß" über Menschenrechte und die Gleichheit aller, aber sind sie erstmal an der Macht, wandeln sie die Regierung in Diktaturen um, damit sie die Macht nicht wieder verlieren. Gilt aber für Rechtsradikal genauso. Daher immer schön in der LIBERALEN oder GRÜNEN Mitte der Gesellschaft bleiben, das ist meine Meinung dazu.
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#3 -hw-Anonym
  • 17.01.2012, 12:47h
  • Antwort auf #2 von Timm Johannes
  • Ich wähle DIE LINKE und habe den Film-Clip mit Bedacht gesetzt. Bis hin zur Erinnerung, dass in Deutschland Lehrer zu 150% offen schwul leben.

    Natürlich geben die Aussagen des alten Lehrers in dieser DDR-Produktion viel mehr her.
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#4 seb1983
#5 -hw-Anonym
  • 17.01.2012, 13:39h
  • Antwort auf #4 von seb1983
  • Stimmt so nicht. Ich wähle DIE LINKE seit es sie gibt. Mich gibt es seit 1960. Bei Familienfesten sind
    sind Wähler folgender Parteien anwesend. Auch noch solche die 1947 erstmals wählten.

    Parteien: SPD, KPD, DKP, DIE GRÜNEN, PDS, DIE LINKE
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#6 TadzioScot
  • 17.01.2012, 13:51h
  • Also ich muss sagen das ich das echt begrüße das man Lebenspartnerschaften in Kuba einführen möchte ! Wow ! Wenn man bednekt das man die Schwulenrechte lange "vergessen" hatte in dieser Machogesselschafz wie es Fidel beschrieb und man jetzt diesen frischen Wind spürt, der auf kuba weht, dann kann man echt sagen "Hut ab, Kuba, Hut ab !"

    Nun passt ja auch.

    Schließlich war Fidel Castro der erste Präsident der Welt der sich für die Verbrechen an den Schwulen öffentlich Entschuldigte
    und Stellung bezogen hat und sogar
    SELBST verantwortung übernommen hat !!!

    Auch hat Fidel sich offen darüber in dem Oliver Stone Film "Commandante" geäußert, was für fehler diesbezüglich gemacht wurde etc...

    Ganz beonders toll fand ich, als Stone ihm anbot, noch vor dem Dreh, sich die Doku von Stone ankucken zu können wenn sie fertig ist und entscheiden zu können was von dem materiall verwendet werden dürfe.

    Fidel daraufhin aber sagte, das er (Stone) alles so wie es gedreht worden ist verwendet darf, und zwar so wie Stone es für richtig halte !

    Das alles verdient anerkennung, egal wie man sonst zu Kuba und Fidel Castro stehen mag !!!

    Ich sag`s
    VORWÄRTS MIT DEM SCHWULZIALISMUS !
    HASTA LA VIC(oder auch Fick)TORIA SIEMPRE !
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#7 non-autoritärAnonym
  • 17.01.2012, 14:01h
  • "als erster autoritär regierter Staat"

    In einem Interview mit der französischen Zeitschrift Journal du Dimanche vor Weihnachten kritisierte Jean-Pierre Jouyet, Leiter der französischen Finanzmarktaufsicht AMF, die Macht der Finanzmärkte.
    [...]
    Nachdem in Italien die dritte Regierung eines europäischen Landes von den Finanzmärkten gestürzt worden sei, müsse man mit revolutionären Zeiten rechnen.

    Jouyet wörtlich: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Bürger (citoyens) gegen diese faktische Diktatur revoltieren werden. Wir beobachten, dass Griechenland einen Zentral-Banker zum Premierminister gemacht hat und Italien im Begriff ist, einen ehemaligen EU-Kommissar und Mann von Goldman Sachs zu installieren.“

    www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/32155/

    Und die lohn- und gehaltsabhängige Bevölkerung in Deutschland dank "Rot"-Grün und Schwarz-Gelb mittendrin:

    "Nirgends sonst in der EU ist das Armutsrisiko für Arbeitslose höher als in Deutschland. Die Gefährdungsquote liegt bei 70 Prozent. Jeder vierte neue Arbeitslose erhält direkt Hartz IV."

    www.fr-online.de/wirtschaft/erwerbslosigkeit-armutsrisiko-is
    t-in-deutschland-besonders-hoch,1472780,11412280.html
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#8 -hw-Anonym
  • 17.01.2012, 14:02h
  • Antwort auf #6 von TadzioScot
  • Vorwärts mit der Entschädigung der Verfolgten!
    Vorwärts mit dem Kampf gegen Homophobie
    in den Sozialisationsinstanzen!

    "..Sozialisation ist somit ein lebenslanger Prozess. Gruppen, Personen und Institutionen, welche die sozialen Lernprozesse des Individuums steuern und beeinflussen, bezeichnet man als Sozialisationsinstanzen..." (wiki)
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#9 TadzioScot
  • 17.01.2012, 14:08h
  • Antwort auf #6 von TadzioScot
  • PS:

    "Allerdings werde es keine
    Öffnung der Ehe geben."

    Nunja aller anfang ist schwer, es ist wie gesagt überhaupt ist es enorm, das Kuba mitlerweile so weit ist, in der Entwicklung der Schwulen-Themen !

    Und ja, der nächste schritt müsste die Öffnung der Ehe sein... Aber da tut man sich ja sogar hier unserer BRD schwer mit...

    "Außerdem plane die kommunistische Partei die Einführung von Antidiskriminierungsgesetzen, die sowohl das Merkmal sexuelle Orientierung als auch Geschlechtsidentität beinhalten soll."

    Und das verdient hochachtung !

    "[...]die gleichgeschlechtliche Ehe ist sogar in der kubanischen Verfassung verboten."

    Und Hessen ist das einzige Bundesland in der BRD das noch die Todesstrafe hat (!) aber nicht angwendet wird, weil eine Gesetzesleiche, denn Bundesrecht bricht Landesrecht...

    Ich sage nur noch eines :
    Kuba ich freu mich für dich, das deine Sonne langsam auch Rosa zu scheinen beginnt !
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#10 SolidaritätAnonym
  • 17.01.2012, 14:14h
  • Schwule haben ein Recht auf Gesundheit!

    "Das Programm Barrio Adentro wurde im Jahr 2003 als Gemeinschaftsprojekt von Venezuela und Kuba ins Leben gerufen. Es basiert auf dem Konzept des komplementären Handels, bei dem jeder Staat die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen beisteuert.

    Im Rahmen von Barrio Adentro liefert Venezuela täglich rund 100.000 Barrel Erdöl (1 Barrel = 159 Liter) an Kuba. Havanna entsendet im Gegenzug Ärzte und medizinisches Hilfspersonal nach Venezuela, um die Gesundheitsversorgung in den Armenvierteln dieses südamerikanischen Landes aufzubauen."

    amerika21.de/nachrichten/inhalt/2009/apr/barrio-8634322-aden
    tro


    "Durch das zentrale Gesundheitsprogramm der Regierung, die Misión Barrio Adentro, soll eine kostenlose Gesundheitsversorgung für Alle sichergestellt werden. Dies ist bisher nur durch die Unterstützung von mehr als 30.000 kubanischen Ärzten möglich, die derzeit in Venezuela arbeiten."

    amerika21.de/nachrichten/2011/11/41742/venezuela-aerzte
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