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  • 30. August 2004, noch kein Kommentar

Was wurde aus den drei Original "Drei Engel für Charlie"-Darstellerinnen? Wir haben recherchiert!

Von Jan Gebauer

Die Darstellerinnen waren seit dem Serienstart 1976 Trendsetterinnen in Sachen Styling und Outfit. Bereits nach einer Staffel stieg Farrah Fawcett aus, die bekannteste und beliebteste der Schauspielerinnen, um eine große Filmkarriere zu starten. Für sie kam in der zweiten Staffel Cheryl Ladd als Farrahs kleine Schwester in das Team. Die nächsten zwei Staffeln liefen weltweit mit Spitzenquoten. Kate Jackson hatte nach Staffel Nummer drei keine Lust mehr, und für sie kam Shelley Hack. Das Publikum lehnte die kühle Brünette ab und die Quoten gingen zurück. Nach der vierten Staffel war Shelley der erste und einzige Engel, der gefeuert wurde. Für die fünfte und letzte Staffel versuchte man den Misserfolg wieder auszubügeln und holte sich extra eine richtige Sexbombe an Bord: Tanya Roberts. Außerdem verlegte der Sender ABC die Handlung der Serie auf Hawaii. Die Quoten erholten sich wieder, besonders in Europa, aber 1981 wurde die Serie endgültig eingestellt. Nachdem man Ende der 80er Jahre bereits vier neue Engel ausgewählt hatte und mit diesen in Serie gehen wollte, blieb es bei den Plänen, da sich die Macher, darunter Aaron Spelling (Vater von Tori Spelling, Produzent von "Denver-Clan", "Hart, aber herzlich" und "Melrose Place"), unter anderem nicht einig über die Drehbücher wurden. Erst 2000 kam der erste "Drei Engel für Charlie"-Film in die internationalen Kinos. Cameron Diaz, Drew Barrymore und Lucy Liu übernahmen diesmal die Rollen der Engel. Fortan war der Kultstatus zementiert.

Jaclyn Smith, geboren als Ellen Jaclyn Smith am 26. Oktober 1947 in Houston (Texas) war die "Southern Belle" der Serie. Die dunkle Schönheit war schon viele Jahre vor "Drei Engel für Charlie" ein Top-Model. Sie ist der einzige Engel, die der Serie von Anfang bis Ende treu blieb und in allen Folgen zu sehen ist. Als die Serie 1981 eingestellt wurde, hatte die heute 57-Jährige bereits in einer handvoll Filmen - vorrangig im Fernsehen - mitgespielt. Sie hatte kein Problem damit, hochkarätige Verpflichtungen zu finden. Noch im gleichen Jahr spielte sie die ehemalige First Lady Jacqueline Kennedy in der TV-Verfilmung und wurde dafür mit einer Golden-Globe-Nominierung belohnt. 1985 erntete Jaclyn gute Kritiken als Florence Nightingale in der 85er TV-Biografie. Viele Mini-Serien und Filme folgten und brachten der Schauspielerin den Titel "Queen of TV-Movies" ein. Diesen Status konnte sie auch in den 90er Jahren halten, als sie in zwei Danielle-Steele-Verfilmungen ("Kaleidoscope", 1991 und "Family Album", 1994) und etlichen Dramen und Thrillern zu sehen war. Bei einer Wahl von Hollywood-Insidern (Techniker, Helfer, Assistenten, etc.) wurde Jaclyn Smith zeitgleich zu einer der beliebtesten Schauspielerinnen gewählt. Kollegin Kate Jackson wurde dagegen zu einer der unfreundlichsten ernannt. Heute kümmert sich Jaclyn um ihre erfolgreichen exklusiven Kleidungs- und Interieurmarken, war 2003 als bisher einziger Original-Engel im zweiten "Charlie's Angels"-Film in einer Cameo-Rolle zu sehen und wird bald mit "Ordinary Miracles" auch endlich wieder in einer Hauptrolle agieren. Jaclyn hat bereits drei gescheiterte Ehen hinter sich und heiratete 1998 ihren derzeitigen Gatten Dr. Brad Allen.

Farrah Fawcett, geboren als Mary Farrah Leni Fawcett am 2. Februar 1947 in Corpus Christi (Texas) wurde durch "Drei Engel für Charlie" zum einem der größten Idole der späten 70er Jahre. Millionen von Teenager hängten die blonde, sportliche Schönheit als Poster an ihre Wände und kauften Shampoo, Barbie-Puppen und anderes Spielzeug mit dem Gesicht der Actrice. Nur eine Staffel lang war Farrah ein Engel, danach wollte sie dem engen Sexy-Image entkommen und eine große Filmkarriere starten. Diese wollte sich zunächst nicht einstellen: "Somebody Killed Her Husband" (1978) an der Seite von Jeff Bridges, "Sunburn" (1979) mit Joan Collins und "Saturn 3", immerhin durch Kirk Douglas veredelt, waren Kino-Flops und niemand glaubte mehr an Farrah Fawcetts Filmkarriere. 1983 erregte sie allerdings großes Aufsehen mit dem schockiernden Gewalt-in-der-Ehe-Drama "The Burning Bed" und erhielt eine Emmy-Nominierung. 1986 erhielt sie hervorragende Kritiken für den Kinofilm "Extremities", in dem sie ebenso brilliant wie zuvor eine Frau spielte, die von einem psychopathischen Vergewaltigter verfolgt wird und schließlich den Spieß umdreht. Im gleichen Jahr spielte sie auch die deutsche Nazi-Verfolgerin Beate Klarsfeld und empfahl sich in den folgenden Jahren immer wieder als starke Darstellerinnen für Biografien (unter anderem als Millionen-Erbin Barbara Hutton und die Fotografin Margaret Bourke-White). Es folgten etliche Emmy- und Golden Globe-Nominierungen, 1995 bekam sie den begehrten Stern auf dem "Walk of Fame". Privat lief es dagegen turbulent: Ihre 1973 geschlossene Ehe mit Schauspieler Lee Majors war bereits 1982 gescheitert, ihre anschließende Beziehung zu Kollege Ryan O'Neall war oft wegen seiner Handgreiflichkeiten in den Schlagzeilen. In den späten 90er Jahre posierte Farrah nackt für den Playboy und sorgte für Kontroversen, ob man als 50-Jährige noch diesen Schritt wagen sollte. Für Schlagzeilen sorgte auch ein verwirrter Auftritt der Schauspielerin in der Late-Night-Show von David Letterman und mehrere Schönheitsoperationen, die sie heute nur noch wie einen Schatten ihrer selbst erscheinen lassen. Ihr Filmkarriere trat immer mehr in den Schatten dieser Skandale und selbst Rollen in Kino-Filmen wie "The Apostle" (1997) und "Dr. T and the Women" (2000) verhallten fast unbemerkt. Im Herbst 2004 wird sie in "The Cookout" zu sehen sein.

Kate Jackson, geboren als Catherine Elise Jackson am 29. Oktober 1948 in Birmingham (Alabama) hielt es immerhin drei Staffeln bei "Drei Engel für Charlie" aus. Schon während dieser Zeit wurde ihr Meryl Streeps Rolle in "Kramer vs. Kramer" angeboten. Terminliche Schwierigkeiten mit der Serie verhinderten aber ihren Auftritt in dem oscargekröhnten Ehedrama. Ihre Leinwandauftritte nach ihrem Ausstieg bei den Engeln sorgten nur für wenig Aufregung. Etliche unspektakuläre TV-Filme folgten bevor sie 1981 neben Elliott Gould in dem Kino-Flop "Dirty Tricks" zu sehen war. Besser und vor allen Dingen kontroverser lief es 1982 mit dem Schwulendrama "Making Love", wo sie als Ehefrau feststellen muss, dass sich ihr Mann doch zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt. "Scarecrow and Mrs. King", hierzulande besser bekannt als "Agentin mit Herz" versorgte Kate Jackson zwischen 1983 und 1987 mit einem ähnlich großen Serienerfolg wie zu "Drei Engel für Charlie"-Zeiten. Eine Golden-Globe-Nominierung schloss sich an. Nach dem Ende von "Agentin mit Herz" traf das Schicksal Kate Jackson besonders hart: Sie wurde mit Brustkrebs diagnostiziert. Den Kampf gegen die Krankheit gewann sie, musste aber 1989 von vorne beginnen, als der Krebs wieder ausbrach. In dieser Zeit floppte ihre Serie "Baby Boom", nach dem erfolgreichen Kinofilm mit Diane Keaton. Außerdem wurde sie fast zeitgleich zu eine der unbeliebtesten Schauspielerinnen von Branchen-Insidern gewählt (schon zu "Drei Engel für Charlie"-Zeiten existierte der Spitzname "Hate" Jackson). In den 90er Jahren erholte sie sich gut von ihrer Krankheit und spielte in über 15 TV-Filmen die Hauptrolle. 1995 wurde sie von dem Magazin FHM unter die Top-20 der heißesten Frauen im Entertainment-Bereich gewählt. Zuletzt war sie in dem Liebesdrama "No Regrets" (2004) an der Seite der Country-Sängerin Lari White zu sehen und engagierte sich immer wieder für die Brustkrebs-Aufklärung. Ferner adoptierte sie 2000 ihren Sohn Charles Taylor. Kate war dreimal verheiratet, unter anderem mit "Dallas"-Star Andew Stevens (1978-1980). Bis heute kursieren aber Gerüchte sie wäre eine Lesbe.


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