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Bereits jetzt drohen Homosexuellen langjährige Haftstrafen - nun wollen Abgeordnete Uganda zum achten Land machen, das Homosexualität mit dem Tod bestraft

Die Verschärfung der Gesetze gegen Homosexualität ist in Ugandas Elite umstritten: Während ein Top-Diplomat das Gesetz für gescheitert erklärt, halten Politiker daran fest, "damit Kinder geschützt werden", wie der Parlamentarier David Bahati erklärte.

Der ugandische Botschafter in den USA, Perezi Kamunanwire, hat laut dem Homo-Magazin "Washington Blade" in einem Brief an den Vorstand eines Hilfsfonds versichert, dass es in seinem Heimatland keine Einführung der Todesstrafe für Homosexualität geben wird: "Anders als oft berichtet, ist das Gesetz vom Tisch", so Kamunanwire. "Das haben wir der US-Regierung, dem US-Außenministerium und mehreren anderen Parteien zu ihrer vollen Zufriedenheit mitgeteilt."

Vorausgegangen war eine öffentliche Auseinandersetzung zwischen dem Botschafter und der gemeinnützigen Organisation "United Negro College Fund", die sozial schwache Schwarze beim Studium finanziell unterstützt. Der UNCF hatte für letzten Montag den ugandischen Botschafter anlässlich des Martin-Luther-King-Feiertages zu einem Event in Maryland eingeladen. UNCF-Präsident Michael Lomex hat kurz vor der Veranstaltung aber die feindliche Haltung der ugandischen Regierung gegenüber Schwulen und Lesben kritisiert und Kamunanwire aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen. Der Diplomat sagte daraufhin die Teilnahme ab.

Abgeordnete kritisieren westlichen "Neokolonialismus"

In Uganda bestreiten Befürworter des "Kill the Gays"-Gesetzes, dass die Einführung der Todesstrafe für Homosexualität vom Tisch ist. Der Parlamentsabgeordnete David Bahati, der das Gesetz 2009 erstmals eingebracht hatte, erklärte am Dienstag in der ugandischen Tageszeitung "Daily Monitor", dass es sich bei der ausländischen Kritik um Einmischungsversuche handele, die nichts anderes als "konservativer Neokolonialismus" seien: "Das beweist die imperialistische Natur der Kritiker. Sie predigen Toleranz, praktizieren uns gegenüber aber Intoleranz." Das einzige Ziel des Gesetzes sei es, die "Rekrutierung von Kindern" durch Homosexuelle zu verhindern.

Das geplante Gesetz sieht die Todesstrafe für "schwere Homosexualität" vor. Darunter fallen Sex mit Unter-18-Jährigen, eine HIV-Infektion des "Täters" oder mehrere "Verbrechen" in Folge. Erst im Oktober 2011 hat das Parlament beschlossen, das Gesetz erneut zu beraten (queer.de berichtete). Westliche Länder drohen Uganda seit Jahren damit, die Entwicklungshilfe zu streichen, wenn das Land nicht die Bürgerrechte von Schwulen und Lesben anerkennt. Deutschland, Großbritannien und andere Länder haben die Hilfen bereits gekürzt. Uganda hat daraufhin dem Westen vorgeworfen, Afrikaner wie in der Kolonialzeit wie Kinder zu behandeln. Auch Ghana und Malawi, die ebenfalls Schwule und Lesben verfolgen lassen, haben sich dieser Kritik angeschlossen (queer.de berichtete). (dk)



#1 black powerAnonym
#2 KokolemleProfil
  • 19.01.2012, 15:05hHerschweiler
  • Uganda und den anderen Länder, die Antigaypolitik betreiben gehört die Entwiklungshilfe solange gestrichen, bis diese Länder die schändlichen Antigaygesetze abschaffen. David Bahati ist ein ganz grosser Dummbabbler, der von Gays überhaupt keine Ahnung hat, wie sie leben und wie sie lieben. Das Argument, es würden Kinder rekrutiert oder verführt ist nur eine Schutzbehauptung um diese verbrecherische Politik zu rechtfertigen.
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#3 ClaudiaAnonym
  • 19.01.2012, 15:22h
  • "konservativer Neokolonialismus"? Soviel arrogante Dummheit und Umdrehung von Tatsachen ist ekelerregend, widerlich und abartig.

    Es handelt sich bei Versuchen, in Uganda die Todesstrafe für Homosexualität einzuführen, ist wohl eher verbrecherischer Faschismus. Sonst gar nix.
    Kein Cent Entwicklungshilfe für mörderische Scheißstaaten wie Uganda, Malawi, Nigeria, Sambia oder wie die alle heißen.
    Ach ja, das ist ja sooo intolerant, dass westliche Staaten keinen Bock haben, Morde zu finanzieren.
    Geldhahn abdrehen ist die einzige Sprache, die die verstehen. Da können dumme Schweine wie Bahati schwafeln, was sie wollen!!!
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.01.2012, 16:31h
  • Es darf KEINE TODESSTRAFE FÜR SCHWULE UND LESBEN IN UGANDA GEBEN!!! Ende, Aus, Nikolaus!
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#5 Simon HAnonym
  • 19.01.2012, 20:23h
  • Wie will man "Kinder schützen", indem man Menschen ermordet?

    Da sieht man wie dumm und fadenscheinig deren Begründungen sind.
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