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Das Privatleben anderer ausforschen, selbst aber nichts von sich preisgeben (Bild: Warner Bros)

Jetzt im Kino: Leonardo DiCaprio spielt den mächtigen FBI-Boss J. Edgar Hoover, der die unerwiderte Liebe zu einem Mann im Verborgenen hielt.

Von Carsten Weidemann

Vor wenigen Wochen überraschte eine neu veröffentlichte Biografie mit der Behauptung, US-Präsident Nixon sei möglicherweise schwul gewesen. Kann da die amerikanische Bevölkerung noch schocken, dass der Gründer des FBI wohl ebenfalls den Männern zugetan war? Kaum. Der alte Schauspiel- und Regisseur-Hase Clint Eastwood setzte die Lebensgeschichte des umstrittenen Mannes in einem groß angelegten Epos um. In der Hauptrolle brilliert Leonardo DiCaprio. Das Drehbuch lieferte Dustin Lance Black ("Milk")

Fast 50 Jahre lang war J. Edgar Hoover der Chef des Federal Bureau of Investigation - so stieg er zum mächtigsten Mann in Amerika auf. Um sein Land zu schützen, schreckte er vor nichts zurück. Er überlebte die Regierungen von acht Präsidenten und drei Kriege, er kämpfte gegen reale und eingebildete Bedrohungen, wobei er die Gesetze oft recht eigenwillig auslegte, um den Schutz seiner Landsleute zu gewährleisten. Seine Methoden waren ebenso heroisch wie skrupellos, und all das diente nur dem einen Ziel, das er nie erreichte: Er wollte von der Welt bewundert werden.

Die homosexuelle Seite Hoovers wird angedeutet


Leonardo DiCaprio und Clint Eastwood am Set (Bild: Warner Bros)

Geheimnisse nahm Hoover überaus wichtig - vor allem die anderer Menschen. Er zögerte nie, solche Informationen einzusetzen, um die führenden Köpfe des Landes in seinem Sinne zu beeinflussen.

Er handelte nach dem Motto: Wissen ist Macht, und Furcht bietet Chancen. Auf diese Weise konzentrierte er eine beispiellose Macht in seiner Person und erwarb sich einen Ruf, der ihm die Achtung aller sicherte - und ihn unantastbar machte.

So wie er sein öffentliches Image steuerte, so sorgfältig verbarg er sein Privatleben. Um alle Aspekte dieses Mannes zu porträtieren, mussten die Filmemacher diese Schlüsselbeziehungen zeigen, die seine Persönlichkeit spiegeln und deutlich machen - in erster Linie seinen Kollegen und Freund Clyde Tolson.

Youtube | Making Of "J. Edgar"

Abgeschirmtes Privatleben

Produzent Brian Grazer meint: "Die Beziehung dieser beiden Männer war von Gemeinschaft und Freude, aber auch von Einsamkeit und Isolation geprägt. Denn sie waren beide Kinder ihrer Zeit." Und DiCaprio ergänzt: "Jeden Tag nahmen sie ihr Mittag- und Abendessen gemeinsam ein, sie fuhren zusammen in den Urlaub. Ob sie auch auf andere Art zusammenlebten ... nun, kein lebender Mensch kennt die Wahrheit. Im Film wird das fast als unerwiderte Liebe dargestellt, aber immerhin als eine dauerhafte."

Mit schwulen Beziehungen kennt sich Drehbuchautor Dustin Lance Black bestens aus. Mit "Milk" (2008) gewann er den Oscar und zwei Preise der Writers Guild of America (US-Gewerkschaft der Autoren) für das Beste Originaldrehbuch. In dieser Filmbiografie spielt Sean Penn den schwulen Menschenrechtsaktivisten Harvey Milk. Black: "Auf mich wirkt er wie das genaue Gegenteil von Harvey Milk: Hoover verfügte über ungeheure politische Macht, aber sein Privatleben war total abgeschirmt."

Youtube | Offizieller Trailer


#2 KasimirAnonym
  • 19.01.2012, 19:21h
  • Di Caprio nervt mit seinen überambitionierten politischen Rollen. Seine Ernsthaftigkeit steht ihm irgendwie im Weg. Ein Stück Leichtigkeit aus seinen Zwanzigern täte ihm wieder gut.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.01.2012, 19:44h
  • Leonardo DiCaprio ist ein ausgezeichneter und ein wandlungsfähiger Schauspieler und das beweist er in diesem Film wieder aufs Neue!
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#4 hooverAnonym
  • 19.01.2012, 19:52h
  • Das passiert, wenn man denen nicht au die Finger schaut:

    www.kommunisten-online.de/BetrGwer/egb_ko1.jpg

    Ein Trupp der kommunistischen Gewerkschaftsfront PAME stürmte einen Saal, in dem die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaftsdachverbänden stattfanden..

    Wie die Zeitung Kathimerini berichtet, waren rund 100 Protestler der kommunistischen Gewerkschaft an der Aktion beteiligt. Einige von ihnen trugen Transparente mit der Aufschrift „Hände weg von Löhnen und Renten“. Inhalt der Gespräche waren mögliche Senkungen des Mindestlohns und Lohnkürzungen. Die Verhandlungen mussten abgebrochen werden.
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#5 Fiete_Jansen