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Moralapostel unter Druck

Gingrich "wollte offene Beziehung"


Newtz Gingrich ist in dritter Ehe verheiratet, sieht aber in der Homo-Ehe eine der größten Gefahren für Amerika

Wenn es um Homosexualität geht, warnt Präsidentschaftskandidat Newt Gingrich gern vor dem Werteverfall - seine Ex-Frau erklärte nun aber, ihr Mann hatte ihr eine "offene Beziehung" aufzwingen wollen.

Kurz vor den Vorwahlen in South Carolina am Samstag wird der amerikanische Vorwahlkampf schmutzig: Gingrichs zweite Ehefrau Marianne Ginther, mit der er von 1981 bis 2000 verheiratet war, sagte am Donnerstag in einem Interview mit dem Fernsehsender ABC, dass ihr Ex sie zunächst fragte, ob er eine offene Beziehung mit seiner neuen Flamme Callista Bisek starten könne. Als sie das verneinte, ließ er sich von ihr scheiden und heiratete Bisek.

Diese eigentlich private Angelegenheit wird insbesondere von vielen schwulen und lesbischen Aktivisten aufgegriffen, da Gingrich seit Jahrzehnten als Politiker "traditionelle Familienwerte" beschwört - und damit auch meint, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen unmoralisch seien und keine Rechte erhalten dürften. Das führte unter Bloggern zu Häme. So schrieb Queerty: "Newt Gingrichs Idee einer traditionellen Ehe ist das, was Konservative an der Homo-Ehe fürchten".

Direktlink | Gingrichs Ex-Frau im Interview

Gingrich streitet alles ab

Gingrich stritt am Donnerstagabend bei einer vom Nachrichtensender CNN organisierten Debatte der Präsidentschaftskandidaten in South Carolina ab, dass er eine offene Beziehung angestrebt habe - und beschuldigte die "linken" Medien, eine Kampagne gegen ihn zu führen: "Ich bin verblüfft, dass CNN eine Präsidentschaftsdebatte mit solchem Müll startet", so Gingrich. "Ich bin es Leid, dass die Leitmedien Barack Obama schützen", schob er später nach. Im konservativen Publikum kam die Medienschelte gut an. Republikaner kritisieren häufig, dass die Fernsehsender - mit Ausnahme des Fox News Channel - zu linkslastig seien.

Im stockkonservativen South Carolina wird sich am Samstag entscheiden, ob der als gemäßigt geltende Favorit Mitt Romney wieder einen Sieg einfahren kann und damit seine Nominierung sehr wahrscheinlich macht - oder ob einer der anderen drei Kandidaten das Blatt noch wenden kann. Einer Umfrage von "Politico" zufolge kommt Romney auf 37 Prozent, während Gingrich 30 Prozent der Stimmen erhielte. Der Marktliberale Ron Paul käme auf elf Prozent, der christliche Homo-Hasser Rick Santorum würde zehn Prozent erreichen. (dk)

Direktlink | In diesem Interview aus dem Jahr 2008 wirft Gingrich lesbischen und schwulen Aktivisten vor, Faschisten zu sein


USA: Homo-Gegner in Aktion

Studenten in den USA erklären auf Facebook, warum sie Homo-Paaren keine Rechte geben wollen – meist ist Gott im Spiel.
#1 Geert
  • 20.01.2012, 12:24h
  • Rick Santorum ist kein "christlicher" Homohasser, sondern ein katholischer.
    In den USA unterscheidet man sprachlich zwischen Katholiken, also den Mitgliedern der RKK, einerseits und den "Christen", also den Protestanten, andererseits.
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#2 FelixAnonym
#3 stromboliProfil
#4 LorenProfil
  • 20.01.2012, 14:17hGreifswald
  • Diese "Unser Star für Washington"-Vorauswahlen der sog. "Grand Old Party" mit ihren Kandidaten, die gemeinsam ein veritables Gruselkabinett bilden könnten, zeigen sehr deutlich, was dabei herauskommt, wenn reaktionäre Eliten über Think Tanks, Medien a la Fox News (R. Murdoch lässt grüßen) und radikal-religiöse Interessengruppen Präsidentschaftskandidaten für das Wahlvolk generieren und finanzieren. Wenn da nur nicht die bösen linkslastigen Medien wären, die wenigstens ansatzweise kritisch mit diesen egoistischen (Romney), unglaubwürdigen (Gingrich), dogmatischen (Paul) oder fanatischen (Santorum) Möchtegernpräsidenten umgehen, man könnte so schöne Tea Partys feiern.
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#5 bumm bummAnonym
  • 20.01.2012, 15:30h
  • "Der konservative Gouverneur von Texas, Rick Perry, ist überraschend aus dem republikanischen Präsidentschaftsrennen ausgestiegen und hat zur Wahl seines bisherigen Konkurrenten Newt Gingrich aufgerufen.

    Perry lobte Gingrich als 'konservativen Visionär, der unser Land verändern kann'. Die Wahlempfehlung dürfte die Chancen Gingrichs, der in den neunziger Jahren das republikanische dominierte Repräsentantenhaus gegen Bill Clinton führte, in South Carolina weiter stärken." (süddeutsche)

    Perrys letzte Vision als Kandidat entzückte Militärs in Moskau und Peking: Türkei raus aus der Nato!

    Mustafa Akyol, a columnist with the English-language Hurriyet Daily news, tweeted: "Rick Perry: what an idiot."

    Perry: Turkey ruled by 'Islamic terrorists'?

    content.usatoday.com/communities/onpolitics/post/2012/01/per
    ry-turkey-ruled-by-islamic-terorrists/1


    sink tank
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#6 alphacentauriAnonym
  • 20.01.2012, 15:42h
  • aufgedeckte heterosexuelle affären von homophoben politikern sind nur bedingt geeignet für schadenfreude.
    in einem interview wird er betonen das eine offene, heterosexuelle beziehung immer noch besser ist als homosexualität.
    das verschrobene weltbild dieser leute ändert sich nicht weil sie in kategorien denken und homosexualität fällt bei denen in die unterste schublade.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.01.2012, 20:06h
  • Newt Gingrich wandelt auf dem gleichen Pfad wie seine Parteikollegin Michele Bachmann: verstrickt sich in Widersprüche und wird zunehmend auch zu einer Witzfigur - und das nicht nur in den Medien!
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#8 Kenny
  • 21.01.2012, 12:54h
  • Fehlt nur noch, dass der gute Newt behauptet, Gott persönlich habe ihm gesagt, er solle eine offene Beziehung führen.

    Aber ich hoffe, Gingrich gewinnt South Carolina bei den republikanischen Vorwahlen.
    Denn je mehr republikanische Kandidaten bis zum Ende durchhalten, desto größer ist die Chance, dass sie sich gegenseitig zerfleischen.
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#9 plus972magAnonym