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Laufen wir bald alle mit einem Tablet vor dem Kopf durch die Gegend? (Bild: Apple)

Telefonieren, E-Mail und SMS ist out? Der Videochat wird mobil. Welche neue Software verbindet die Community und wie gut klappt das?

Von Carsten Weidemann

Wenn es nach den Visionen des jüngst verstorbenen Steve Jobs geht, müssten wir bereits alle das Mobiltelefon vom Ohr weg und vor das Gesicht halten. Gerade eben haben wir uns daran gewöhnt, dass immer mehr Menschen auf der Straße scheinbar Selbstgespräche führen, in Wirklichkeit aber nur kleine drahtlose Bluetooth Headsets nutzen, da soll es schon wieder einen Schritt weiter gehen?

Fakt ist, das Videotelefon für den Massenmarkt einzuführen, das hat man seit den achtziger Jahren mehrfach versucht. Es scheiterte stets, weil entweder die Bildqualität mies war, es zu viel kostete oder es schlicht unpraktisch war. Gerade der letzte Grund wird es uns ersparen, von Menschen über den Haufen gerannt zu werden, die mit ausgestreckten Arm und starrem Blick aufs Smartphone durch die Fußgängerzone eiern. Anders sieht es dagegen in den eigenen vier Wänden aus: Der Videochat ist beliebt, und es gibt zunehmend neue Angebote, die auch für die Vernetzung der Community interessant sind. Eine kleine Auswahl mit Vor- und Nachteilen möchten wir hier vorstellen.

Facetime- Livereportagen, die nicht nur das Gesicht zeigen


Auch die sozialen Netze sind jetzt Videofähig (Bild: Screenshot)

Apples Facetime, wurde mit der Betriebssystem-Version IOS4 auf den iPhones und iPads eingeführt. Wie gewohnt bei diesen Produkten lässt sich die Funktion schnell einrichten und nutzen. Die persönliche Apple-ID, die man beim Aktivieren des Gerätes über iTunes zwangsläufig erhält, schaltet die Funktion frei. Im Telefonmenü kann man dann seinen Kontakt per Facetime-Button anwählen. Bild- und Tonqualität sind natürlich nicht so brillant, wie in den Werbespots, doch völlig ausreichend. Man braucht hier nicht wie sonst vor der Webcam am PC sitzen zu bleiben, sondern kann wie in einer Live-Reportage durch die Gegend laufen oder dem anderen zeigen, was man selbst gerade vor sich sieht. Fans von Cybersex kommen so in den Genuss neuer Freiheiten, was die Präsentation der dafür benötigten Geschlechtsteile angeht. Wer Facetime auch außerhalb eines W-Lan-Netzes verwenden möchte, kann dies bei IOS4 nur mit ein paar Tricks realisieren (Jailbreak plus Zusatztool oder ein zweites iPhone mit laufendem "persönlichem Hotspot"). Oder er macht das Update auf Betriebssystem-Version IOS5, dann klappt es auch mit UMTS.

Kennt noch jemand Gaychat? Die Website war einer der Pioniere in Sachen Videochat, es gibt das Angebot nach wie vor. So verfügt Gaychat.net nach eigenen Angaben über rund 180.000 registrierte Mitglieder, die jedoch meist im Textchat verbleiben. Die jüngste Einführung einer Videofunktion erfolgte vor ein paar Monaten beim Gayromeo-Mitbewerber GayRoyal. Dort kann man sich nun in verschiedenen Räumen tummeln. Im "Darkroom" treffen sich nicht die Menschen mit defekter Kamera sondern diejenigen, die eher ihre unteren Körperpartien zeigen möchten. Die "Face 2 Face Lounge" erklärt sich entsprechend von selbst. Verbunden wird man durch einen Zufallsgenerator. Sagen Gesicht oder Dödel nicht zu, switcht man zum Nächsten. Wem dieses Roulettespiel zu oberflächlich ist, der kann sich in ein virtuelles Séparée, hier "Private" genannt, zurückziehen.

GayRoyal - Ganz privat oder im virtuellen Darkroom treffen


So kennen wir den Videochat, daheim am PC vor dem Monitor

Facebook-Fans haben seit Einführung des Videotools im Sommer einen Grund weniger, ihre kuschelige Social Community zu verlassen. Nach Installation eines Plugins lässt sich jederzeit aus der üblichen Text- eine multimediale Plauderbox machen. Bild und Ton sind prima, was an der bewährten Software von Skype liegt, dem Videochat-Experten, mit dem Facebook kooperiert. Einziges Manko: Es ist immer nur eine 1 zu 1-Verbindung möglich. Das hat rein wirtschaftliche Gründe, denn Skype bietet Videokonferenzen mit mehr als einer Person nur gegen Geld an.

Wer gerne eine virtuelle Schwulengruppe gründen möchte, kann dies kostenfrei über Google+ realisieren. Einen Google-Account vorausgesetzt installiert die neue Facebook-Alternative ebenfalls ein Plugin, danach kann das Gespräch, das man über den Button "Hangout" startet, direkt im Browser losgehen. Bis zu zehn Personen sollen möglich sein, getestet und für alltagstauglich befunden hat der Autor bislang Gesprächsrunden mit vier Personen. Ein kleiner Tipp für die Cybersex-Fans: Wer hofft, jetzt ungestört virtuelle Orgien starten zu können, der sollte daran denken, dass jeder, den man in seinen Google+ Freundeskreisen gespeichert hat, den Hangout betreten kann.



#1 KandisAnonym
  • 21.01.2012, 14:51h
  • "Wer hofft, jetzt ungestört virtuelle Orgien starten zu können, der sollte daran denken, dass jeder, den man in seinen Google+ Freundeskreisen gespeichert hat, den Hangout betreten kann."

    Es werden noch so einige Leute auf die Schnauze fallen.
    Wenn ich im Freundeskreis höre das ihnen nichts passieren kann weil sie bei Facebook und Co alle Datenschutzeinstellungen gemacht haben, kann ich nur darüber lachen.

    Erstens glaube ich nicht das der Datenschutz eingehalten wird, zweitens kann es auch Pannen geben.
    Wie schnell so eine "Panne" passieren kann und privates veröffentlicht wird ging bereits durch die Presse

    www.morgenpost.de/web-wissen/web-technik/article1848558/Mark
    -Zuckerberg-Barack-Obama-und-ein-Huhn.html
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 PierreAnonym
  • 21.01.2012, 16:32h
  • Jetzt ist es schon eher selten, dass man jemanden für Videochats gewinnen kann.
    Und wenn, dann kommt bei Schwulens meistens was Ungutes dabei raus.
    Es wird per Cam masturbiert, dass sich die Balken biegen und wer nicht freiwillig mitmacht, fliegt wieder raus.
    Außerdem findet híer das oberflächliche, sexbezogene Verhalten unserer "Familie" volle Anwendung. Jünger machen geht nicht und alles was über 40 ist kann einpacken.
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#4 vingtans
  • 21.01.2012, 17:29h
  • telefonieren, email und sms sind out?

    also irgendwie scheint der autor da in einer anderen welt zu leben.

    ich schreibe täglich immernoch 50 sms, telefoniere eine stunde und muss mindestens 10 mails für die uni beantworten.

    "facetime" hingegen hab ich nur einmal benutzt.

    ach natürlich durfte der teil mit "virtueller darkroom" nicht fehlern, schwule neigen ja gleich dazu neue technologien für pornographie zu nutzen.
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#5 antos
#6 war klarAnonym
  • 21.01.2012, 22:43h
  • Antwort auf #5 von antos
  • bezeichnent für unsere zeit, das in dem artikel nur auf den gemälden fürherer zeit gemischtgeschlechtliches und homoerotisches zu sehen ist.

    auf den fotographien der gegenwart nur frauen. (einzige ausnahme, das erste foto)
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#7 war klarAnonym
#8 BingoAnonym
  • 21.01.2012, 23:19h
  • Antwort auf #6 von war klar
  • Tja. Zu jedem Abschnitt Fotos.
    Fotos von nackten Frauen zu posten ist kein Problem.
    Nur das gepostete Foto eines jungen Mannes zum Textabschnitt "Homosexuelle Zeitschriften" wurde gelöscht obwohl der Penis nicht errigiert war.
    Mit neutralen, objektiven Lexika hat Wikipedia nichts gemein.
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#9 FrancoisAnonym
  • 22.01.2012, 06:48h
  • Wer ist schon so wie ich der Zeit voraus, dass er kein Facebook mehr benutzt? Melden!
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#10 alexander
  • 22.01.2012, 21:17h
  • Antwort auf #8 von Bingo
  • penisse waren 1974 auf illustrierten : spiegel und stern kein problem !
    zwar auch nicht erigiert, aber mit überdurchschnittlichem kaliber !
    ja, ja der zeitgeist ????

    nach der rückkehr zur bigotterie der letzten 20 jahre, hoffe ich jetzt wieder auf die umkehr !
    es kommt alles wieder !
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