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Gestern abend gab es in der Kölner Szene nur ein Thema: den Relaunch des schwulen Szeneblattes "Box". Mit der Ausgabe 125, die seit Montag bundesweit verteilt wird, mutierte das "Zentralorgan der Bart- und Bärenszene" zum bunten, professionell gemachten Magazin für die gesamte Community. Lediglich die Anzeigenkunden waren zuvor über diesen Schritt informiert worden.

"Nach zehn Jahren hielten wir die Zeit für eine Frischkur gekommen", schreibt Redakteur Michael Zgonjanin im Editorial. In der Tat waren die Zeitungsmacher nach der Einstellung des langjährigen Konkurrenten "Queer" ein wenig in die Sinnkrise geraten und hatten sogar den Verkauf des Blattes überlegt. "Nach Monaten intensiver Überlegungen, vieler Diskussionen, des Ausprobierens und wieder Verwerfens", so Zgonjanin, entschied man jedoch zum großen Schritt nach vorn.

"Information, Nutzwert und Lesespaß" umschreibt Zgonjanin das Konzept der neuen, durchgängig farbig gedruckten "Box" mit einem Hochglanzumschlag und einem aufgebessertem Zeitungspapier im Innenteil. Hauptmotiv für den Formatwechsel dürften jedoch die hohen Ansprüche der Markenartikler gewesen sein, von denen einige grundsätzlich nicht auf Zeitungspapier werben. Erster Akquise-Erfolg ist - immerhin - eine Beilage für den "Mini Cooper S".

Mit dem Format- gab es auch einen Verlagswechsel. Die "Box" erscheint nun nicht mehr im Verein "Neue Medien e.V.", sondern wird von der neugegründeten Box Medien GmbH verlegt, deren Geschäftsführer Zgonjanin ist.

Auf eine eigene Internetpräsenz verzichtet das Magazin noch. Online setzt die Redaktion auf eine Kooperation mit dem Chat-Portal GayRoyal, auf dem man demnächst auch Print-Kleinanzeigen aufgeben oder ein Abo bestellen kann.

21. Oktober, 12:51 Uhr



#1 GigiAnonym
  • 21.10.2003, 18:28h
  • "Völlig überrascht" vom Relaunch der BOX waren natürlich nur Figuren, die sich in der Szene-Medienwelt nicht auskennen oder denen man keine Informationen mehr gibt, weil sie bei allen Kollegen unten durch sind. Die BOX laborierte an diesem Relaunch seit über einem Jahr und suchte wegen ihrer schwächsten Seite, nämlich dem Journalismus, Leute von der Konkurrenz zu bekommen. Soviel zur erdrückenden Kompetenz dieses Portals.
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#2 WolfgangAnonym
  • 22.10.2003, 09:46h
  • Naja, die Box-Leute hatten zwar in der Vergangenheit mehrfach einen Relauch angekündigt, aber dann kam ja nie etwas... Ich finde es deshalb wirklich überraschend, daß sie den Sprung von der Schülerzeitung zum halbwegs professionellen Magazin geschafft haben. Ich frage mich nur, wer denen mit welchem Interesse dabei geholfen hat...
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#3 Deck9Profil
  • 22.10.2003, 10:38hKöln
  • Antwort auf Gigi vom 21.10.03: Ich gratuliere Gigi zu seinen/ihren tollen intimen Kontakten zur Kölner Homo-Medienwelt. Gemeint war mit "völlig überrascht" offensichtlich nicht der eingeweihte Insider sondern der Otto-Normal-BOX-Leser. Ich würde mir wünschen, dass die Kommentar-Funktion mehr für qualifiziert-kontruktive Beiträge genutzt wird, statt die Anbieter dieses Portals mit Dreck zu bewerfen.
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#4 Ingo Toenges / BOX Medien GmbHAnonym
  • 23.10.2003, 10:34h
  • Als BOXer ist es wirklich amüsant hier die Diskussion und Spekulationen zu verfolgen. Ich bin gespannt was noch hier noch folgt... Anregungen & Kritik zum neuen BOX-Magazin können alle aber auch direkt an uns richten. E-Mail: box@box-online.de.
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#5 henning72Anonym
  • 28.10.2003, 09:07h
  • Nicht immer nur draufhauen! Die Box hat sich in den vergangenen Jahren als zuverlässiges Sprachrohr für die Bären-, Leder- und KerleSzene verstanden. Termine und Events, "Hochglanz Boys" und Texte orienterten sich nicht an dem pupertieren Jugendlichen (oder dem ständigen Jugendwahn)! Das hat die Zeitung ausgemacht! Gerade in der Szene vermisse eine Toleranz der einzelen Gurppen untereinander!

    Mitbewerber waren immer mehr an anderen Zielgruppen interrsiert. Die Zeitung fand ich -trozt readktioneller schwächen - immer wohltuend anders, als Queer, Exit, Rik und wie sie alle heißen mögen. Ich hoffe sie bleibt ihren alten Grundsätzen treu!
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