Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?1580

Richmond Der republikanische Kongress-Abgeordnete Edward Schrock aus Virginia tritt nicht mehr zur Wahl an, nachdem er vor zwei Wochen in einem Internet-Blog geoutet wurde. Anschuldigungen hätten seine Befähigung in Frage gestellt, "dem Land zu dienen", so der 63-jährige Schrock in einer Erklärung. Er ging aber nicht direkt auf das Outing ein. Der Autor des Blogs, Michael Rogers, gab an, er wolle "Heuchler" im Kongress entlarven. Der verheiratete Schrock hatte im Repräsentantenhaus für eine Verfassungsänderung gestimmt, die das Verbot der Homo-Ehe in der Verfassung festschreiben würde. Er ist seit 2000 Abgeordneter und hätte sich am 2. November der Wiederwahl stellen müssen. (dk)



#1 JanAnonym
  • 31.08.2004, 17:41h
  • Die alte Outing-Debatte... Eigentlich bin ja strikt gegen Zwangsouting, aber Mitleid mit dem alten Herrn habe ich offengestanden nicht. Es mag - leider - tausend Gründe geben, sich nicht zu outen. Aber muß man sich deswegen gleich aktiv und in entscheidenden Positionen GEGEN andere Schwule und Lesben engagieren? Auch wenn's inkonsequent ist: Ich kann das Outing in diesem Fall nicht rundweg ablehnen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 DavidAnonym
  • 31.08.2004, 20:52h
  • Was ist denn nun in den Augen der Republikaner verwerflicher? Die Tatsache, das er schwul ist, oder die Tatsache, das er ein falsches Spiel getrieben hat, und gar gegen andere Homosexuelle kämpft, welche offen zu ihrem Leben stehen?
    Für die Amis wahrscheinlich ersteres, doch ist das letzte viel schlimmer, viel heuchlerischer, was die Reps wohl aufgrund ihrer Scheuklappen und Doppelmoral schwer nachvollziehen können.
    Er geht den Weg den die Konserativen als den richtigen ansehen, betrügt aber seine Frau, belügt sein Umfeld, und kämpft auch noch dagegen an. (Ich dachte, DAS wäre sündhaft und verlogen!)
    Während andere offen und ehrlich leben, zu ihrem liebsten Menschen stehen, nicht belügen und betrügen, und dafür auch noch von solchen Heuchlern diskriminiert werden.
    Dafür gehört er abgesetzt! (Leider aber aus deren Sicht aus den ersten Motiven)
    Irgendwei scheint man drüben Ursache und Wirkung, das was man als Nächstenliebe, Freiheit und Verlogenheit deklariert, zu verdrehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 GerdAnonym
  • 31.08.2004, 21:46h
  • Die USA haben noch einen weiten Weg zu gehen, und er wird noch steiniger, falls Bush die Wahlen gewinnen sollte.

    Soweit wie Canada oder Nord-, Mittel- Westeuropa sind die US-Amerikaner noch bei weitem nicht. Sie können in diesem gesellschaftlichen Bereich sehr viel vom "alten" Europa lernen.

    Das Thema "Zwangsouting" ist sehr problematisch, aber auch ich halte es in solchen Fällen der Heuchelei mit Angriffen auf andere homosexuelle Menschen für richtig. Vorausgesetzt die Behauptung, jemand ist homosexuell, ist auch wahr und kann bewiesen werden.

    Das damalige Zwangsouting von Alfred Biolek und Hape Kerkeling halte ich auch heute noch für falsch; selbst wenn es die damalige Debatte in Deutschland vorangebracht hat..
  • Antworten » | Direktlink »