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Deutschlands vermutlich älteste noch existierende Gay-Bar: der "Goldene Heinrich" in Stuttgart

Drei junge Männer riefen im "Goldenen Heinrich" rechte Parolen und verletzten zwei Gäste - die Polizei verschweigt, dass es sich um ein Schwulenlokal handelt.

Von Carsten Weidemann

Drei junge Männer, die offenbar der rechten Szene angehören, wurden vorläufig festgenommen, nachdem sie in Stuttgarts ältester Gay-Bar "Goldener Heinrich" zwei Gäste verletzt und dabei rechte Parolen gerufen hatten. Die Tat ereignete sich bereits am vergangenen Mittwoch.

Laut Polizeibericht waren die 20, 23 und 26 Jahren alten Männer gegen Mittag in das Lokal gekommen, um dort etwas zu trinken. Beim späteren Verlassen des Gay-Lokals attackierten sie zunächst einen Gast verbal. Nachdem der Wirt und ein weiterer Gast zu Hilfe eilten, wendeten sie mit Schlägen und Tritten auch körperliche Gewalt an.

Darüber hinaus versprühten die drei Rechtsradikalen Tränengas, so dass ein 46-jähriger Gast in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Ein 64-jähriger Besucher des Lokals erlitt Gesichtsverletzungen. Das alkoholisierte Trio flüchtete zunächst, konnte aber später von alarmierten Polizeibeamten in einem nahegelegenen Geschäft festgenommen werden.

Nur gegen einen der drei Männer wurde Haftbefehl erlassen

Die drei deutschen Staatsangehörigen sind bei der Polizei bereits einschlägig in Erscheinung getreten. Die 20 und 26-jährigen Männer wurden noch am Mittwoch auf freien Fuß gesetzt. Nur der 23-Jährige wurde am Donnerstag auf Antrag der Stuttgarter Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.

Im Stuttgarter Polizeibericht zu dem Überfall wird nicht erwähnt, dass es sich bei der "Gaststätte in der Leonhardstraße" um ein Schwulenlokal handelt. Dies kritisiert die grüne "LAG Lesben, Schwule und Transgender" als "unverständlich": Nazigewalt in jeder Form sei verabscheuungswürdig, dennoch müsse "Gewalt gegen jedwede Minderheit auch benannt werden", so die beiden LAG-Sprecher Maike Pfuderer und Till Seiler. Ihre Begründung: "Nur eine sensible Bevölkerung schaut hin und reagiert."

Der rustikal eingerichtete "Goldene Heinrich" gilt als die älteste noch existierende Schwulenkneipe in Deutschland. Gemeinsam mit den nur wenigen Schritte entfernten Kneipen "Finkennest" und "Jakobstube" bildet das Lokal das schwule Bermudadreieck der Stuttgarter Altstadt.



#1 RaffaelAnonym
  • 24.01.2012, 09:23h
  • 1. Dass nicht erwähnt wird, dass es um eine Schwulenkneipe geht, wundert mich nicht. Denn Politik und Polizei tun NICHTS zu unserem Schutz vor rechten Schlägern.

    Und so wird das verschwiegen, damit das nicht klar wird, dass homophobe Gewalt ein großes Problem, auch hier in Deutschland, ist.

    2. Dass nur gegen einen der drei Täter Haftbefehl erlassen wurde, ist ein Justizskandal!

    Aber es geht ja wieder mal "nur" um die Schwulen. Da gelten ja bekanntlich bei Politik und Justiz andere Maßstäbe.
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#2 TreegAnonym
  • 24.01.2012, 09:45h
  • Das überhaupt offen gesagt wird, das es sich bei den Tätern um NAZIS handelt wundert mich schon ein bischen. Denn im Normalfall wird doch jede Straftat bis hin zum vorsätzlichen Mord, die von nachweislichen Nazis begangen wurde, verharmlost! Zumindest war das bis zum "Outing" der Naziterroristen aus Zwickau auch immer der Fall, denn es gibt weit über hundert Fälle, in denen die Staatsanwaltschaft trotz beweisen keinen rechtsextremen hintergrund sieht:
    www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/todes
    opfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990


    Leider muss ich auch dazu sagen, das trotz derartiger "Einzelfälle" immernoch sehr viel Schwule den Nazis hinterherlaufen....
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#3 HarryAnonym
  • 24.01.2012, 09:52h
  • Antwort auf #1 von Raffael
  • Was erzählst du den für einen Müll herum? Die Leute haben beim verlassen herum gegrölt und Gäste beleidigt, danach so Bericht Schritt ein Gast und der Wirt ein danach kam es erst zur Schlägerei. Das es sich hierbei um ein schwulenfeindlicher Übergriff handelt liest sich heraus überhaupt nicht , das kann in jeder anderern Kneipe genauso passieren bei Betrunkenen die zum Schluss ausfällig werden. Es stellt sich sogar die Frage ob die drei jungen Männer überhaupt gewusst haben ob sie sich in einer Schwulen Kneipe befinden.
    Sicherlich führt man sich in einer Gaststätte nicht so auf aber der Bericht samt deiner Aussage sind etwas weit her geholt. Bild Niveau lässt grüßen.
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#4 TreegAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.01.2012, 10:13h
  • Dieser rechtsradikale Abschaum schreckt auch wirklich vor nichts und niemanden zurüfck! Ich hoffe, daß die lange im Knast landen!
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#6 Geert
#7 TreegProfil
#8 Bblaubaer
  • 24.01.2012, 10:40h
  • Es ist unglaublich wie du mit deinen Aussagen das ganze Forum verseuchst! Hast du noch nicht gemerkt, dass deine Aussagen hier niemand hören will?

    Such dir bitte ein Forum, dass deine Aussagen unterstützt, und verpeste uns nicht mit rechtem Gedankengut, das auch noch versucht die Tat dieses Artikels zu verharmlosen.
    Unglaublich!
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#9 Timm-StuttgartAnonym
  • 24.01.2012, 10:42h
  • Also - als Stuttgarter kenne ich den "GOLDENEN HEINRICH" im Volksmund auch liebevoll "Heini" genannt seit 1977 !!

    Seit jeher ist das Lokal, das direkt im noch einzig existierenden Stuttgarter "Rotlichtviertel" (Leonhardstr.) liegt, ein beliebter Treffpunkt von Prostituierten, Zuhältern, Freiern, Stricher etc. und natürlich auch (gelegentlich) von schwulen Männern !!

    Wobei durch häufige Pächterwechsel in den vergangenen Jahren sich der GOLDENE HEINRICH immer mehr zur "Altstadtkneipe" gewandelt hat, und (leider) in Stuttgarts "schwuler Welt", eher keine so große Rolle mehr spielt !!

    Soviel dazu - das die Stuttgarter Polizei hier nicht von einem Übergriff in einem "Schwulenlokal" berichtete !?

    Ich bin der Meinung, das sich dieser Vorfall auch in jeder anderen Kneipe hätte ereignen können, und sehe entgegen der "LAG Lesben, Schwule und Transgender" hier keinen "gezielten" schwulenfeindlichen Übergriff !!

    Ich denke mir einfach, das wenn drei junge Männer 20, 23 und 26 Jahre alt als quasi "Frischfleisch" den Laden besuchen - sich beim überwiegend, älteren 50+ Publikum sowas wie ein "Balzverhalten" einstellt, das eben bei heterosexuellen Gästen manchmal nicht so gut ankommt ... und das zwangsläufig zu derartigen "Handgreiflichkeiten" führen kann !!
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#10 TreegProfil