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Film wird ausgwechselt

Auch lesbische Küsse im Homo-Mahnmal


Bald gibt´s auch Lesben durch das Sichtfenster zu sehen (Bild: Scott Hux)

Am Donnerstag wird ein neuer Film für das Berliner Homo-Mahnmal vorgestellt, das an die von den Nationalsozialisten verfolgten Homosexuellen erinnert – auf Druck von Feministinnen werden nun abwechselnd küssende Männer- und Frauenpaare gezeigt.

Im Augenblick kann im Sichtfenster des Mahnmals ein Film in Endlosschleife mit einem schwulen küssenden Paar betrachtet werden. In Kürze können Tiergarten-Besucher einen neuen Film ansehen, in dem mehrere Homo-Paare unterschiedlichen Geschlechts und Alters dargestellt werden. Ursprünglich sollte der Wechsel bereits 2010 stattfinden. Nach Angaben von Stiftungssprecherin Felizitas Borzym gab es aber Probleme beim Wettbewerb. Der neue Film stammt nun von den Künstlern Gerald Backhaus, Bernd Fischer und Ibrahim Gülnar; er soll verschiedene Situationen zeigen, in denen sich Homosexuelle küssen wie auch negative Reaktionen auf den Kuss. Damit soll darauf hingewiesen werden, dass auch heute noch Homophobie ein Problem sei.

"Emma" brachte Stein ins Rollen


Seit 2008 können Besucher dieses Paar im Mahnmal betrachten

Eigentlich sollte im Entwurf der Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset nur eine "endlos wirkende Kussszene" zweier Männer in dem Mahnmal vorkommen. Ein halbes Jahr, nachdem der Entwurf abgesegnet wurde, hat das Frauenmagazin "Emma" jedoch eine Kampagne gegen das Mahnmal gestartet, weil es weibliche Homosexuelle nicht berücksichtige (queer.de berichtete). Lesben, so die "Emma", seien im Nationalsozialismus in gleicher Weise verfolgt worden, auch wenn sie nicht unter den Paragrafen 175 fielen. Daraufhin einigten sich die Beteiligten darauf, das Video alle zwei Jahre auszutauschen.

Diese Entscheidung führte zu einer Verhärtung der Fronten: Schwule Aktivisten und die Leiter der KZ-Gedenkstätten warnten vor einer "Verfälschung der Geschichte". Es sei historisch nicht zu belegen, "dass lesbische Frauen im Nationalsozialismus individueller Verfolgung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ausgesetzt gewesen seien", schrieben sie in einem offenen Brief (queer.de berichtete).

Zwischen Schwulenaktivisten und Frauenrechtlerinnen gibt es bereits seit Jahren einen Streit um das Ausmaß der Verfolgung im Nationalsozialismus. Die Männer verweisen auf den seit 1935 verschärften Paragrafen 175, nach dem schon ein lüsterner Blick zur Strafverfolgung führen konnte, die in Kastration oder im Konzentrationslager enden konnte. Lesbische Aktivistinnen erklären aber, dass die Verfolgung von Lesben als "Asoziale" auch ohne ein ausdrückliches Gesetz stattgefunden habe. (dk)



#1 Geert
  • 24.01.2012, 12:46h
  • Die Frauen sind so stark geworden, dass sich selbst schwule Männer von lesbischen Frauen verdrängen lassen.
    Es ist einfach lächerlich: Keine einzige Lesbe ist unter Hitler wegen ihres Lesbischseins getötet worden, sehr wohl aber Zehntausende von schwulen Männern!
    Das nenne ich Geschichtsverfälschung!
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#2 hugoAnonym
  • 24.01.2012, 12:57h
  • Etwas besseres kann den Geschichtsrevisionisten gar nicht geschenkt werden. Wenn alle verfolgt wurden, wurde eben niemand ermordet. Emma sei Dank
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#3 DadoMUCAnonym
  • 24.01.2012, 13:00h

  • Lesben. Dazu gehôren wollen sie nicht. Für die rechte kämpfen sie kaum bis gar nicht. Aber ihre Klappe aufreißen das können sie.
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#4 austinAnonym
  • 24.01.2012, 13:51h
  • Damit wird das Mahnmal verunglimpft. Es lebe die femokratische Geschichtsklitterung!
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#5 highking
  • 24.01.2012, 14:13h
  • Wer ist das größere Opfer?

    "Wir!" - "Nein wir!" - "Nein wir!" - "NEIN WIR!" - "Immer zweimal mehr wie Du!"

    Kinder, Kinder. Das ist ein MAHNmal und nicht die Siegessäule.

    Ich glaube nicht, dass es weniger mahnt nur weil sich zwei Frauen küssen.
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#6 alexander
  • 24.01.2012, 16:40h
  • man sollte wirklich nicht allzu kleinlich sein, aber hier wird die MAHNUNG des MAHNMALS verfälscht und auch abgewertet !
    es soll an die verfolgung und "ermordung" von schwulen erinnern, besonders in konzentrationslagern, durch sehr scharfe gesetze sanktioniert !

    allein das frauenbild, dass von den nazis "zelebriert" wurde, schloss mord und totschlag an frauen eigentlich aus, denn auch lesben konnten gebären !
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#7 AtheosAnonym
  • 24.01.2012, 16:41h
  • Wir Homosexuelle, egal ob Schwul oder Lesbisch, mussten unter den Nazis leiden.
    Ich finde es die perfekte Lösung das in dem Film verschiedene Paare gezeigt werden.
    Wo für stehen wir den mit unserer Regenbogenflagge?
    Ich sage es euch, wir stehen für die Vielfalt, Liebe und Freiheit.
    Schwule und Lesben gehören zusammen, wir kämpfen seite an seite für unsere rechte.
    Wir sind Homosexuelle und gehören zusammen.
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#8 pseudogedenkenAnonym
  • 24.01.2012, 17:18h
  • Ich finde überhaupt die gesamte Auseinandersetzung darüber mehr als seltsam. Da entrüsten sich Herrschaften, von denen nicht ein einziger persönlich die Verfolgungssituation überhaupt erlebt hat, darüber, dass lesbische Frauen, die unter den Nazis historisch nachweisbar auch verfolgt und oft systematisch vergewaltigt worden sind, in einem modernen Mahnmal mit berücksichtigt werden, anstatt dass mann sie erneut ignoriert oder einfach totschweigt? Diese Leute regen sich künstlich über einen gezeigten Frauenkuss auf und spulen hier und anderswo munter ihr dummes, teilweise sexistisch selbstherrliches Zeug ab, weil ihnen quasi ihr gefühlt persönlicher Anteil am Betroffenheitskuchen vermeintlich geschmälert wird? Gruselig, finster, gar nix kapiert.
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#9 ArthasAnonym
  • 24.01.2012, 17:19h
  • Antwort auf #7 von Atheos
  • "Wir Homosexuelle, egal ob Schwul oder Lesbisch, mussten unter den Nazis leiden."

    Falsch, Lesben wurden ein wenig schikaniert, d.h. Lesbenbars geschloßen und Lesbenzeitungen verboten, während Schwule nach Polen in KZs deportiert wurden, für medizinsche Versuche als Versuchskaninchen dienten und letzendelich vergast oder erschossen wurden. Das sind MASSIVE Unterschiede. Du bist auch schon bereits dem Geschichtsrevisionismus der FeministInnen, die übrigends einem Ernst Zündel, David Dukes oder Achmadinejad in nichts nachstehen, aufgessessen.
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#10 alexander
  • 24.01.2012, 17:45h
  • Antwort auf #9 von Arthas
  • das widerlichste an diesem ärgernis, dass diese schon leicht demente "alice schwarzer" mit ihrer "emma" mal wieder ihren kopf durchgesetzt hat !!!
    nachdem sie ja in den letzten jahren "gute verbindungen" zu unseren konservativen aufgebaut und genutzt hat, die ja bekanntlich immer so sehr für FRAUENRECHTE eingetreten sind !!!
    seit sie schmusebacke bei unserer bundesmutti spielt und bei der bildzeitung auf den strich geht, kann man diese "agitationsjule" doch nun wirklich nicht mehr für voll nehmen !
    und trotzdem hat sie es geschafft ???
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