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Initiativen in Bundesstaaten

USA: Ehe-Öffnung auf dem Vormarsch


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Während sich die republikanischen Präsidentschaftsbewerber in Homophobie zu überbieten versuchen, könnten in Kürze zwei weitere Bundesstaaten die Ehe öffnen.

Washington und Maryland sind am Montag der Ehe-Öffnung einen Schritt näher gekommen: Im Westküstenstaat gibt es nun eine Mehrheit in beiden Parlamentskammern für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht, nachdem die Demokratin Mary Margaret als 25. Senatorin erklärt hatte, für ein entsprechendes Gesetz stimmen zu wollen. Im 49 Mitglieder zählenden Senat gibt es damit genug Stimmen, ebenso wie im von den Demokraten kontrollierten Repräsentantenhaus.

In einer Pressemitteilung beschreibt Margaret, warum sie so lange zögerte: "Ich musste zunächst den Antrag mit meinen religiösen Glauben in Einklag bringen", erklärte die Katholikin. "Als Amerikanerin, als Abgeordnete und als Ehefrau und Mutter kann ich aber anderen nicht das Glück und die rechtlichen Vorteile verweigern, die ich selbst in Anspruch nehme".

Erst vor zwei Wochen hatte die scheidende Gouverneurin von Washington, Chris Gregoire, erklärt, dass Schwule und Lesben die gleichen Rechte wie die Mehrheitsbevölkerung erhalten sollten und sie deshalb für die Öffnung der Ehe kämpfen würde (queer.de berichtete). Bislang war aber unklar, ob sie eine Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments zustande bringen würde. Auch Gregoire ist eine Katholikin, die einen "Kampf mit meiner Religion" in dieser Frage ausgefochten habe.

Maryland: Gouverneur beantragt Ehe-Öffnung


Gouverneur Martin O´Malley unternimmt einen weiteren Anlauf, Schwule und Lesben im Eherecht gleichzustellen

Im Ostküsten-Staat Maryland hat unterdessen der demokratische Gouverneur Martin O'Malley einen Antrag zur Ehe-Öffnung ins Parlament eingebracht. Um eine Mehrheit im Regionalparlament zu erhalten, hat er mehrere Ausnahmen für religiöse Einrichtungen in den Gesetzentwurf integriert. Am Dienstag wird er mit schwul-lesbische Aktivisten und Kirchenführern sprechen, um einen möglichst breiten Konsens herzustellen.

Maryland unternahm bereits im vergangenen Jahr einen Versuch, die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen. Damals waren die Befürworter allerdings im Abgeordnetenhaus knapp mit 14 gegen 16 Stimmen unterlegen. Stärkste Lobbygruppe gegen die Gleichbehandlung war die katholische Kirche, die Gläubige sogar aufgefordert hatte, gegen Homo-Rechte zu fasten (queer.de berichtete).

Auch in anderen Staaten hat es zuletzt Fortschritte gegeben. So hat ein Berufungsgericht in Minnesota ebenfalls am Montag die Klage von Homo-Paaren gegen das Ehe-Verbot zugelassen. Die Paare argumentieren, dass die Ungleichbehandlung gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz in der US-Verfassung verstoße. Derzeit behandeln sechs der 50 US-Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington D.C. Schwule und Lesben im Eherecht gleich. Zwölf weitere Staaten bieten eingetragene Lebenspartnerschaften an. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Timm JohannesAnonym
  • 25.01.2012, 07:38h
  • Das wäre sehr erfreulich, wenn Washington an der Pazifikküste mit Seattle sowie Maryland die Ehe öffnen.

    Hoffentlich gewinnt auch Obama die Wahlen im Herbst. Dessen republikanischen potentiellen Gegner empfinde ich als indiskutabel.
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