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Zwillinge sind sich oft ähnlicher als sie glauben (Bild: Sony Pictures)

Filmtechnik und Maske machen es möglich, die eigene Zwillingsschwester zu spielen. Herausgekommen ist eine harmlose Slapstick-Komödie.

Von Carsten Weidemann

Adam Sandler mag ganz offensichtlich Komödien mit doppelten Böden, Doppelnamen und Geschlechterverwirrung. Spielte er doch 2007 in "Chuck und Larry" einen heterosexuellen Feuerwehrmann, der mit seinem besten Kumpel vorgab, ein schwules Paar zu sein, um dadurch in eine bessere Gehaltsklasse zu rutschen. Die Komödie endete mit der altbewährten Donna-Summer-Weisheit: "I am, what i am". Jeder ist so, wie er ist, und alle anderen mögen doch bitte etwas toleranter sein.

Regisseur Dennis Dugan, der auch "Chuck und Larry" umsetzte, hat sich offensichtlich gedacht, dass es nicht schadet, diese Message noch einmal aufzuwärmen, nur dass es diesmal nicht um den Gegensatz "Homo- Hetero", sondern um den klassischen Konflikt "Mann - Frau" geht. Verschärft durch verwandtschaftliche Beziehung und unterschiedliche Temperamente (Langweiliger Bruder trifft extrovertierte Schwester). Ins Absurde gedreht durch die Zwillings-Doppelrolle, in der Adam Sandlers Gesicht in seiner Frauentracht männlicher wirkt als bei seiner verkörperten Männerfigur.

Charleys Tante, Tootsie oder Mrs. Doubtfire?

Die Story: Jack Sadelstein ist ein erfolgreicher Werbefachmann und glücklicher Familienvater, der mit seiner schönen Frau Erin und seinen Kindern in Los Angeles lebt. Doch vor einem Ereignis graut es ihm jedes Jahr aufs Neue: vor dem Thanksgiving-Besuch seiner Zwillingsschwester Jill. Ihre vielen Extrawünsche und ihre sehr spezielle Art treiben Jack regelmäßig in den Wahnsinn und stellen sein ansonsten beschauliches Leben auf den Kopf. Unter anderem trifft sie zufällig auf den Schauspieler Al Pacino - gespielt durch Al Pacino - der sie massiv umwirbt, aber wenig Erfolg hat.

Steve Koren, der gemeinsam mit Adam Sandler das Drehbuch geschrieben hat, berichtet von den Besonderheiten dieser Produktion: "Ein Teil des Witzes ist, dass Jack und Jill stets gleichzeitig exakt dieselbe Dinge machen", erklärt Koren. "Das bedeutete natürlich, dass Adam eine Szene als Jack drehen und sie dann als Jill noch einmal genau wiederholen musste, fast wie ein Tanz, ein Ballett; Adam musste sich für dieses perfekte Timing unglaublich konzentrieren. Es war umwerfend, dabei zuzusehen."

Youtube | Offizieller Trailer

John Travolta als Frau war überzeugend, Adam Sandler ist es auch

Die größte Herausforderung des Films war es aber, Sandler in zwei verschiedene Charaktere zu verwandeln. Chefmaskenbildnerin Ann Pala, Chefhaarstylist Thomas Real und Kostümdesignerin Ellen Lutter waren schwer gefordert. Entscheidend war für die Filmemacher, dass Jill als eine echte Frau erscheinen sollte. "Adam spielt keinen Mann, der sich als Frau verkleidet; er spielt eine Frau", sagt Lutter. "Er sollte nicht wie eine Transe wirken - wir wollten eine weibliche Persönlichkeit erschaffen, mit spezifischen Eigenschaften und Charakterzügen - sie sollte echt und natürlich erscheinen. Andererseits konnten wir uns einen Spaß daraus machen, dass sie genau wie ihr Bruder aussieht. Das ließ wunderbar Raum für Adams männliche Attribute - Jill ist eben nicht gerade eine recht feminine Frau."

Adam Sandler ist als Jill besonders dann witzig, wenn sie in ihrer Tollpatschigkeit zu sehen ist. Wenn das viel zu kleine Pony, auf dem sie reiten will zusammenbricht, oder sie auf die Idee kommt, im Swimmingpool einen Jetski auszuprobieren. Männer als Frauen gibt es immer wieder mal im Kino zu sehen, Sandler gelingt die Transformation aber ganz gut.



#1 Geert
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 GayUserAnonym
  • 26.01.2012, 00:12h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • MIt dem Unterschied Helga Feddersen hatte Witz und Klasse...

    Während Adam Sandler "sein" Publikum bevorzugt mit dümmlichen Slapstick-Komödien unterhält, in denen er beständig ein und denselben infantilen Gesichtsausdruck zur Schau trägt.

    Bleibt noch offen welche schwule Relevanz der Film hat und warum in der Überschrift, der eher homophobe Begriff "Fummelschwester" benutzt wird?
    Zumal sich die Produzent im Text davon ausdrücklich distanzieren:
    ""Adam spielt keinen Mann, der sich als Frau verkleidet; er spielt eine Frau", sagt Lutter. "Er sollte nicht wie eine Transe wirken..."

    Zumindest das ist gelungen. Sandler wirkt wie in den meisten seiner Filme, wie ein grenzdebiler 14 jähriger im Körper eines Erwachsenen....
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#4 CarstenFfm
  • 26.01.2012, 18:04h
  • "I an what I am"
    hat Gloria Gaynor gesungen - nicht Donna Summer
    ursprünglich aus "la Cage aux Folles"
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