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  • 26. Januar 2012, noch kein Kommentar

Lukas Marics autobiografischer Roman zeigt schwules Lebensgefühl in der post-jugoslawischen Gesellschaft

Mal ungeschönt, mal poetisch: Luka Marics Roman "Auf meiner Couch"

Von Carsten Weidemann

Eine winzige Junggesellenwohnung, in der eine Couch steht. Gekauft hat sie Luka mit seinem ersten, inzwischen abbezahlten Kredit. Dort sitzt ein Mann - ein Liebhaber, Fremder, Ehemann und Familienvater. Weswegen ist er gekommen? Wird auch er nicht bleiben? Jedenfalls erzählt Luka ihm in dieser Nacht alles. Er hat die Nase voll davon, den Mund zu halten. Und vielleicht bringt dieser Mann Luka bei zu lieben. Besser, als er Zoran lieben konnte. Inniger, als er Dino geliebt hat. Sehnsüchtiger als Ante. Dauerhafter als Sven ...

In direkter Sprache, mal ungeschönt, mal poetisch, lässt der Ich-Erzähler in "Auf meiner Coach" die Leser an seinem Leben als junger Schwuler im heutigen Kroatien teilhaben. Im Zentrum steht die Sehnsucht nach Glück, Geborgenheit, Anerkennung - die das Lebensgefühl in der post-jugoslawischen Gesellschaft intensiv zum Ausdruck bringt.

Luka Maric: Auf meiner Couch, Roman, aus dem Kroatischen übersetzt von Anita Gasteiner, Softcover, 198 Seiten, Zaglossus Verlag, Wien 2011, 12,95 €, ISBN 978-3-9502922-4-4