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Godfrey Bloom kritisiert mit anderen Rechtspopulisten die Gleichstellung von Schwulen und Lesben

Die schwul-lesbische Intergruppe im Europaparlament ist empört über den britischen Abgeordneten Godfrey Bloom, der mit homophoben Anfragen und Schimpftiraden auf sich aufmerksam macht.

Bloom hat mehrere Anfragen an die Kommission zur Finanzierung der Homo-Gruppe ILGA-Europe gestellt. Er kritisiert insbesondere, dass die EU der schwul-lesbischen Gruppe in diesem Jahr knapp eine Million Euro an Unterstützung zugesichert hat. Bloom ist ein Mitglied der nationalistischen UK Independence Party, die im Europaparlament eine Fraktionsgemeinschaft mit anderen Rechtspopulisten wie der italienischen Lega Nord oder den "Wahren Finnen" bildet.

Die LGBT Intergroup, die sich innerhalb des Parlaments für schwul-lesbische Belange einsetzt, ist über die Anfragen des britischen Rechtspopulisten empört: "Herr Blooms Versuch, die europäischen Fördermittel zu unterminieren, ist die Publizierung nicht wert", erklärte der Co-Vorsitzende Michael Cashman, ein britischer Sozialdemokrat. "Er sollte sich auf die wesentlichen Fragestellungen konzentrieren, nämlich Gleichstellung und Nichtdiskriminierung. Ich erwarte dies aber nicht wirklich von einem Kollegen, der die Rechte der Frauen für Zeitverschwendung hält."

"Ein Vorbild für Rüpel in ganz Europa"

Bereits in der Vergangenheit hat Bloom für Aufregung gesorgt. So bezeichnete er die offen lesbische Abgeordnete Nicole Sinclaire in der Vergangenheit abfällig als "queer". Den deutschen Sozialdemokraten Martin Schulz nannte er während einer Debatte einen "undemokratischen Faschisten" und versuchte Schulz auf Deutsch mit dem Nazi-Spruch "Ein Volk, ein Reich, ein Führer" zu provozieren. "Er ist ein ganz großes Vorbild für Rüpel in ganz Europa", fasst Ulrike Lunacek von den österreichischen Grünen den Einfluss Blooms zusammen.

Für seine Anfrage ließ sich Bloom von Artikeln des amerikanischen Blogs "Turtle Bay and Beyond" inspirieren. Der Blog wird von C-FAM ("Catholic and Human Rights Institute") geführt. Die konservative Lobbygruppe sieht vor allem in supranationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen oder der EU eine Gefahr. ILGA-Europe wurde von der Seite als "inoffizielle EU-Agentur" beschrieben, die eine "extremistische Agenda" vertrete. So versuche sie, Christen einen "Maulkorb" zu verpassen. (dk)



#1 HannibalEhemaliges Profil
#2 Iceman
  • 26.01.2012, 12:22h
  • Da Martin Schulz mittlerweile Präsident des europäischen Parlamentes ist und es sich dieser Mensch, der es nicht würdig ist, das europäische Volk im Parlament zu vertreten, schon vorher mit ihm verscherzt hat, dürfte er nicht wirklich ernst zu nehmen sein.

    Dass aber solche Populisten in ein Parlament einziehen können, ist schon mehr als grenzwertig, da sie ja die Organisation (EU), welche die Basis für diese Versammlung darstellt selbst kritisieren.
    Für mich hat das schon selbstzerstörerischen Charakter, da sie damit ja ihr eigenes Mandat verlieren würden.

    Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Dummheit dieser Leute nicht durchsetzen wird.
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#4 Knueppel
  • 26.01.2012, 12:35h
  • Es lohnt sich fast immer, solchen offensiv homophoben Gestalten ein wenig "auf den Zahn" zu fühlen ...

    Da diese Figuren mit ihrer geradezu pathologischen Homophobie meist davon ablenken wollen, dass sie selbst die von ihnen eingeforderten "hohen moralischen Anforderungen" nicht einmal ansatzweise erfüllen, fördert ein wenig Recherche häufig so viel Dreck zutage, dass sie damit völlig unglaubwürdig werden.

    Warten wir's ab, was demnächst über diesen Mann, mit dem "Säufergesicht" zu lesen sein wird.
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#5 DadoMucAnonym
  • 26.01.2012, 13:08h

  • Wie soll ich das ausdrücken.
    Also er ist ein Ar..... Aber wir leben in einer Demokratie und auch solche schwa..ma... dürfen ihre Meinung äußern.

    Wir können nur mit Aufklärung und hinterlassen eines positiven Bildes des queeren Menschens was verândern.

    Ok das A-Wort und Schw-Wort widersprechen zwar meiner Äußerung. War halt gerade ein Emoitinsausbruch.

    Trotzallem haben rechte auch rechte.
    Nur sollten Queers und Aussländer alles erdenkliche und machbare tun um mit positiven Taten solchen Menschen das hetztmaterial zu nehmen.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.01.2012, 15:27h
  • Es ist ein Unding, daß im Europaparlament solcher rechtspopulistischer Abschaum sitzt! Allerdings ist die Europäische Union daran selbst schuld: wenn man durch unpopuläre Politik und Entscheidungen die Wähler vergrault und die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen stetig zurückgeht, kann man diese fiese Möpp leider nicht am Parlamentseinzug hindern!
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#7 PierreAnonym
  • 26.01.2012, 17:29h
  • Diese faschistischen Aussagen stimmen in auffälliger Weise mit der Meinung radikaler Evangelikaler und Äußerungen des Papstes überein.
    Für mich heißt das: Naizis = Evangelikale = Papst.
    Und den armen Sozialdemokraten Martin Schulz mit diesem Nazispruch provozieren zu wollen, zeugt nur von absoluter Dummheit. Dass Martin Schulz nicht unbedingt bei den Ultra-Rechten beliebt ist, war mir klar. Aber dass man als Faschist einen aufrechten Sozialdemokraten beleidigt, nur weil er unbequem ist und aus Deutschland kommt, ist mehr als erbärmlich.
    Berlusconi hat das ja auch schon versucht und er ist jetzt da, wo er schon seit Jahren hingehört hätte: In der Versenkung.
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#8 saltgay
  • 26.01.2012, 18:08h
  • Was ich bei solchen Diskussionen überhaupt nicht mag, sind Spekulationen wie: "...wer so homosexuellenfeindlich sich äußert, ist wohl selber heimlich schwul..." Das Eine hat doch mit dem Anderen überhaupt nichts zu tun. Da stänkert nun ein Rechtsradikaler vor dem Parlament, weil er sonst einfach nicht wahrgenommen wird. Mittlerweile besitzt jedes europäische Land einen eigenen "Geert Wilders". Mir ist das doch völlig kotgleich, ob dieser Mann eine Klemmschwester ist oder nicht. Das Beste, was solchen Leuten passieren kann ist eine Party mit anschließender Heimreise und viel Promille. Mit Jörg Haider war das ja schon einmal ein hoffnungsvoller Anfang und in der rechtsliberalen Ecke gibt es noch jede Menge derartiger Leute denen man gern eine solch' gute Fahrt wünscht.

    Diese unbedeutenden geistigen Flachprodukte werden leider immer wieder durch die Politik aufgewertet. Das ist das Problem. Durch die Konservativen in den Niederlanden konnte doch erst so eine verkrachte Existenz wie Wilders Einfluss gewinnen. Dadurch verstoßen die Niederlande nun auch gegen das Schengenabkommen, weil sie Videokameras an den Grenzübergängen zur Überwachung installiert haben - die Geert-Wilders-Cams.

    Mit Mr. Bloom ist es dasselbe. Zugegeben, wer aus einer solch trostlosen Ecke wie Yorkshire stammt, hat in der Regel auch keinen großen Horizont. Dort gibt es Ecken, in denen es noch wie im Kohlenpott in den 50er Jahren aussieht.
    Da kommt nun dieser britische Alfred Tetzlaff als Krawallmeier in das EU-Parlament, weil die verarmte Bevölkerung sich von solchen Typen Besserung versprechen. Dabei stößt der nur in das gleiche Horn wie die Tochter des Grünkramhändlers, die später als Margaret Thatcher berüchtigt wurde und UK in den Abgrund trieb. Aber das mit dem Lernen im Volke ist so eine Sache.

    Solche Leute müssen einfach gezielt in ihrer umfassenden Hässlichkeit und Primitivität zur Schau gestellt werden, aber dazu ist das Spekulieren auf heimliche schwule Aktivitäten mit möglicher öffentlicher Skandalisierung am wenigsten geeignet. Das zieht ja selbst kaum noch in den USA. Bloom ist nichts anderes als ein reaktionärer, frauen- und schwulenfeindlicher Puffgänger, von denen es auch in unserem Lande soviele gibt. Die verstecken sich meist hinter einer Ausgabe der BLÖD-Zeitung, aber sie sind unter uns.
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#9 Frankyboy
  • 26.01.2012, 18:12h
  • Warum sind solche Menschen in so einer Position? Für mich setzt dies eigentlich eine gewisse Intelligenz voraus. So kann man sich täuschen...
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#10 HinnerkAnonym
  • 26.01.2012, 20:15h
  • Was will man schon von den Rechtsextremisten (die es leider auch im EU-Parlament gibt) erwarten?
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