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Der Münchener Bürgermeister Christian Ude (rechts) ist auch wieder beim CSD dabei

Nach dem Streit um den "Christina Street Day" 2011 geht der CSD München dieses Jahr in seiner Motto-Findung auf Nummer sicher: Die Wahl fiel auf "Fight for global rights - Solidarität kennt keine Grenzen".

Bereits im Vorfeld wollten die CSD-Organisatoren 2012 die Situation von Lesben, Schwulen und Transgender in der Welt zum Thema machen und hatten in der Szene um Motto-Vorschläge gebeten. Aus knapp 50 Einsendungen präsentierten die Veranstalter am Mittwoch bei einem Treffen eine Kurzauswahl. Schließlich fiel die Entscheidung auf das englisch-deutsche Mix-Motto "Fight for global rights - Solidarität kennt keine Grenzen".

"Gleichberechtigung und selbstbestimmtes Leben ist für uns Lesben, Schwule und Transgender fast nirgends auf der Welt selbstverständlich. Den meisten drohen Rechtlosigkeit, Verfolgung, Folter, Gewalt, Diskriminierung bis hin zur Todesstrafe", begründet CSD-Sprecher Thomas Niederbühl die Wahl. "Deshalb schauen wir 2012 über den Tellerrand und nehmen die Welt in den Blick, in der wir so gern reisen, wo wir gerne in jeder Szene zu Hause sind und Kontakte knüpfen, aber fast nirgends frei leben könnten. Darüber aufzuklären, dagegen zu protestieren und uns mit der weltweiten Community zu solidarisieren, aus der viele ja auch in unserer Münchner Szene eine neue Heimat gefunden haben, machen wir uns zur politischen Aufgabe beim CSD 2012." Derzeit werden Homosexuelle in 76 Ländern der Welt strafrechtlich verfolgt. In sieben Staaten droht sogar die Todesstrafe.

Im vergangenen Jahr führte die geplante einmalige CSD-Namensänderung in Christina Street Day zu heftigen Diskussionen in der Szene. Die Organisatoren wollten damit auf die mangelnde Sichtbarkeit von Lesben in der Szene und in der Öffentlichkeit hinweisen, Kritiker sahen das aber als Geschichtsklitterung an. Am Ende wurde die Umbenennung zurückgenommen und das sperrige Motto "Für ein solidarisches Miteinander: Lesben vor!" beschlossen (queer.de berichtete). (dk)



#1 Karl ValentinAnonym
#2 RaffaelAnonym
  • 27.01.2012, 18:50h
  • Ein schönes Motto, das alle einschließt und niemanden ausschließt - egal ob schwul, lesbisch, bi oder trans.

    Nur schade, dass sich der Münchner CSD mit seinem letztjährigen Motto so der Lächerlichkeit preisgegeben hat, dass niemand mehr den Münchner CSD ernst nimmt.

    Es wird Jahre dauern bis der von Herrn Niederbühl aus purem Trotz verursachte Schaden wieder gut gemacht ist und der Münchner CSD endlich wieder was bewegen kann.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 Tobi CologneAnonym
  • 27.01.2012, 20:27h
  • Antwort auf #2 von Raffael
  • Volle Zustimmung. Ein schönes Motto. Aber ehe ein Motto nochmals wirklich wahrgenommen wird, wird es noch lange dauern, da man letztes Jahr so viel Porzellan zerdeppert hat.

    Letztes Jahr hat man so viel über Jahre aufgebautes zerstört, dass es ebenfalls Jahre dauern wird, bis der Schaden behoben ist und es wieder an die Sacharbeit geht.
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#5 MissBiGirlEhemaliges Profil
  • 28.01.2012, 08:18h
  • Sehr schönes Motto.
    Ich komme zwar aus Franken und wir haben dort zwei CSDs. Aber vielleicht komme ich dann doch zu euch nach München zum CSD. Ganz einfach um zu feiern und auch mal wieder nach etwa 2 Jahren die Stadt zu besuchen.
    War ja auch als Unterfränkin schon mal in Köln auf LGBT-Veranstaltungen. ;-)
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