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Demo gegen Aufmarsch von "Pro Köln"

Köln-Kalk: Blanke Männerärsche gegen Rechts


Samstag, 28. Januar 2012: Seit zehn Uhr am Morgen kreist der Polizei-Hubschrauber über Kölns rechtsrheinischem Stadtteil Kalk. Hundertschaften von Uniformierten haben die Straßen gesichert und zum Teil gesperrt. Die rechtsgerichtete Vereinigung Pro Köln hat erneut zur Demonstration in den Stadtteil geladen, in dem viele Menschen mit Migrationshintergrund leben. Die von verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen unterstützte Initiative "Kalk macht dicht" stellt sich mit Gegendemonstrationen den Rechten entgegen. Ein paar der Anwohner der Kalker Hauptstraße ziehen blank, um zu zeigen, was sie von Pro Köln und ihren knapp 100 angereisten Anhängern halten, wie das Tweet-Foto von strassenstriche.net zeigt. "Asch Huh, Zäng usseinander", empfahl einst BAP-Sänger Wolfgang Niedecken im Umgang mit Rechtsradikalismus. Das mit dem Hinterteil nahmen hier drei Männer wörtlich.

Bereits im November 2011 hatte Pro Köln versucht, eine Demo in Köln-Kalk zu organisieren, war aber durch die Sitzblockaden der "Kalk macht dicht"-Gegendemonstranten nicht weit gekommen. Einer der Teilnehmer damals wie heute ist der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck. Auch sein schwuler grüner NRW-Landtagskollege Arndt Klocke ist dabei: "Stehen vor dem Autonomen Zentrum, gute Stimmung bei den AZlern. Faule Eier für Pro Köln" twittert er. Beck ätzt: "Lächerliche 91 Leute von Pro Köln, was für eine traurige Truppe."

Zuvor hatte Beck die Haltung des Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers kritisiert. Der hatte empfohlen, den Aufmarsch zu ignorieren, und passiven Protest durch Herablassen von Rollläden vorgeschlagen. "Wir dürfen ‚Pro Köln' keinen gesellschaftlichen Raum geben", sagte Beck gegenüber der taz.

Die so genannte "Bürgerbewegung Pro Köln" versucht sich seit Jahren durch Hetze gegen gesellschaftliche Minderheiten zu profilieren, stößt dabei in der Rheinmetropole aber immer wieder auf hartnäckigen Widerstand. (cs)



#1 FinnAnonym
  • 28.01.2012, 16:30h
  • Wieder mal sind es zwei Grüne, diesmal die Kölner Abgeordneten Volker Beck und Arndt Klocke, die sich gegen Rechts engagieren.

    Und wo sind die anderen Parteien?
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#2 im wald gewesenAnonym
  • 28.01.2012, 16:31h
  • gefällt mir

    "In echt Hambacher Tradition geschah dagegen etwas höchst AufmüpfigDespektierliches, was Helmut Kohl Jahre später, in seiner Biographie,
    noch immer empörte: Als der Bundeskanzler 1985 mit dem amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan zum Schloss hinauf fuhr, wo
    dieser „eine Rede vor 10.000 Jugendlichen“ halten sollte, säumten „etwa 200 erwachsene Menschen“ rechts und links die Wegstrecke. Und diese „ließen schlagartig ihre Hosen und Röcke herunter, als die Kolonne mit dem Staatsgast an ihnen vorbei fuhr. So zeigten sie dem amerikanischen Präsidenten und seiner Begleitung den nackten Hintern.“

    www.xn--brgergemeinschaft-speyer-vsc.de/x_neues/Von%20Arnim%
    20VortrFWHamb15907.pdf
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#3 suspektAnonym
  • 28.01.2012, 16:38h

  • nen grund zum arsch hinhalten is halt in manchen kreisen das höchste der gefühle.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.01.2012, 17:06h
  • Ein Bild für die Götter - man stelle sich einmal vor, da hätte einer noch sein Geschäft (nämlich getreu dem Motto "Wir sch... auf Pro Köln!) verrichtet!
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#5 suspektAnonym
#6 alexander
#7 RaffaelAnonym
  • 28.01.2012, 18:23h
  • Gegen rechte Rattenfänger kann man gar nicht genug und vielfältig genug protestieren...

    Dank auch an Volker Beck und Arndt Klocke von den Grünen, die wieder mal vor Ort engagiert sind.

    Schöne PR-Reden im Wahlkampf schwingen viele, aber beim Engagement vor Ort sieht man immer, wer es ernst meint und nicht nur labert.
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#8 finkAnonym
  • 28.01.2012, 18:23h
  • Antwort auf #5 von suspekt
  • der einzige, der bei nackten ärschen offenbar an gar nichts anderes denken kann als an sex - der bist hier leider du selbst, liebelein.

    ich finde es generell gut, dass es inzwischen anscheinend verstärkt darum geht, solchen aufmärsche auch mit anderen mitteln zu kritisieren als mit gegendemonstrationen. so gut ich die motive der gegendemonstranten verstehen kann - letztlich ist doch gerade eine große gegendemo, polizeischutz usw. leider auch öl auf die mühlen von gruppen, die trotz ihrer geringen größe und bedeutung vor allem nach aufmerksamkeit lechzen - und sie ja so auch bekommen.

    wie man die balance hinbekommt, solche gruppen einerseits nicht einfach machen zu lassen, sie aber andererseits nicht auch noch unfreiwillig aufzuwerten, das ist eine frage, auf die ich noch keine antwort gefunden habe.
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#9 -hw-Anonym
#10 suspektAnonym