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  • 01. September 2004, noch kein Kommentar

Sexy US-Star Jessica Simpson trällert besser als Britney und Christina. Mit neuem Album und Robbie Williams' "Angels" will sie Deutschland erobern.

Von Jan Gebauer

Jessica Simpson (24) dürfte noch vielen durch ihre Bombast-Schnulze "I Wanna Love You Forever" bekannt sein, die 2000 weltweit auf Spitzenplätzen (UK # 7, USA # 3) in den Charts stand. Divenliebhaber waren hingerissen von Jessicas gewaltigem Organ, das Britney Spears locker an die Wand singt und sogar mit Christina Aguilera mithalten kann. Ähnlich Stimmgewaltigkeit setzt sie sich auch auf ihrem neuen dritten Album "In This Skin" in Szene. In den USA wurde die CD bereits 2003 veröffentlicht und hat sich bisher über zwei Millionen mal verkauft. Beim ersten Track versorgt Jessica den geneigten Hörer bereits mit einem Knaller: Robbie Williams' "Angels", eine der genialsten Balladen der 90er Jahre, wird von ihr mit genauso viel Verve interpretiert wie "I Wanna Love You Forever". Ein schwer zu interpretierender Titel, dem sich die Texanerin gewachsen sieht. Das andere gewagte Cover "Take My Breath Away" der Gruppe Berlin (bekannt aus dem Film "Top Gun") singt die Künstlerin genauso atemlos, wie es der Titel verspricht. In den USA war der Song ebenso ein Hit (# 20) wie der sehr hübsche zweite Song auf dem Album: "With You" (# 14). Leider ist das Berlin-Cover nicht ganz so gelungen wie "Angels", aber dennoch hörenswert.

Die von Nashville-Songwriterin Holly Lamar (Faith Hill, Sara Evans, JoDee Messina, etc.) mitgeschriebene Ballade "I Have Loved You" überzeugt dank Jessicas Einsatz und einer schönen Melodie. Auch auf Diven-Profi Diane Warren (Whitney Houston, Barbra Streisand, Céline Dion, etc.) ist bei dem lasziven "Sweetest Sin" Verlass. Ein paar Titel haben zwar Füllwerkcharakter ("My Way Home", "Loving You") oder kommen nicht so richtig in die Gänge ("You Don't Have To Let Go"), aber insgesamt ist "In This Skin" gelungen. Wer allerdings bei großen Stimmen wie der von Céline Dion oder Mariah Carey Ohrenschmerzen bekommt und amerikanischen Mainstream-Pop ablehnt, sollte lieber die Finger von dem Album lassen. Ansonsten droht eine akute Saccharinvergiftung, denn süß ist die Musik von Jessica Simpson ohne Ende. Eigentlich schade, dass sie ebenso wie Britney Spears ihre Gesangstalente ausgerechnet für George Bush im amerikanischen Wahlkampf aufschwingt. Das macht sie leider nicht sympatischer, aber vielleicht platzen dem amtierenden Präsidenten der USA ja wenigstens die Trommelfälle wenn Jessica singt.

Portrait:

Jessica Simpson wurde am 10. Juli 1980 in Dallas (Texas, USA) geboren. Sie gehörte 2000 zu einer Reihe von Sängerinnen, die im Teenie-Pop-Boom rund um Britney Spears nach oben gepusht wurden. Im Gegensatz zu Britney oder auch Christina Aguilera hielt sie sich imagetechnisch zurück, präsentierte sich sexy aber trotzdem züchtig und heiratete 2002 brav Nick Lachey, den Sänger der Boy-Group 98°. Ihr christlicher Background schien der Sängerin vor allen Dingen in ihrer Heimat Glück zu bringen. Die erste Single "I Wanna Love You Forever" war ein Top-Hit, danach folgten "I Think I'm In Love With You", "Where You Are" im Duett mit ihrem Mann und der Titelsong ihres zweiten Albums: "Irresistible". Ihr Debüt-Album "Sweet Kisses" (2000) hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits zum Millionenseller entwickelt. Ein Song von Adam Green sorgte 2003 für Wirbel, hieß es doch in ihm: "Jessica Simpson, where has your love gone? It's not in your music, no. So where has it gone then?". Fast zeitgleich startete auf MTV die sehr erfolgreiche Reality-Show Newlyweds: Nick & Jessica", die sich an "The Osbournes" anlehnt und die Sängerin auch professionell mit ihrem Mann vereinte. Zusammen hatten die beiden im Januar 2004 einen Auftritt in der legendären TV-Comedy-Show "Saturday Night Live", die Jessica die Gelegenheit gab, Paris Hilton und ihre Konkurrentin Britney Spears zu parodieren. Außerdem schnappte sie ihr die Rolle der Daisy Duke in dem für 2005 geplanten Film "The Dukes of Hazzard" (TV-Serie, 1979-85, auch bekannt als "Ein Duke kommt selten allein") weg. Ein Duett-Album mit Nick Lachey ist ebenfalls in Planung.

1. September 2004