Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15845

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon setzt sich für Homo-Rechte in Afrika ein (Bild: broddi / flickr / by-sa 2.0)

Beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Wochenende ein Ende der Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gefordert.

In einer Rede vor mehr als 30 Staats- und Regierungschefs im äthiopischen Addis Abeba erklärte Ban: "Eine Form der Diskriminierung, die von vielen Staaten zu lange ignoriert worden ist, basiert auf sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität." Diese Menschen würden in vielen Ländern als "Bürger zweiter Klasse oder sogar Kriminelle" angesehen. "Es ist eine Herausforderung, derartige Diskriminierungsvorgänge zu konfrontieren. Aber wir dürfen die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschriebenen Ideen nicht aufgeben."

Homosexualität ist in den meisten Ländern Afrikas verboten. In Mauretanien, Sudan und Nigeria können Schwule sogar zum Tode verurteilt werden, in Uganda wird ein dementsprechender Gesetzentwurf seit Jahren im Parlament debattiert (queer.de berichtete). Einzig Südafrika hat Schwule und Lesben vollständig gleichgestellt und auch die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet.

Vorwurf des Kolonialismus aus Afrika

Westliche Länder haben in letzter Zeit afrikanischen Staaten eine Kürzung oder Streichung der Entwicklungshilfe angedroht, wenn sie Menschen wegen derer sexuellen Orientierung verfolgen. Mehrere afrikanische Länder – darunter Uganda, Malawi und Ghana – haben Europa daraufhin kolonialistische Bestrebungen vorgeworfen. Insbesondere die frühere Kolonialmacht Großbritannien steht in der Kritik. Homosexualität wird von vielen afrikanischen Politikern als europäische Erfindung beschrieben, die "unafrikanisch" sei (queer.de berichtete).

Der Südkoreander Ban, der seit 2007 an der Spitze der Vereinten Nationen steht, hat sich bereits wiederholt für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben eingesetzt, insbesondere in Afrika (queer.de berichtete). Seine Amtszeit läuft noch bis Ende 2016. (dk)



#1 TadzioScot
  • 30.01.2012, 15:56h
  • War echt erstaunt von diesem Ban (in diesem Fall) !!!. Wow ! Er thematisert unsere Themen ! Freut mich... Weiter so !!!

    Von Ban könnte sich ein Westerwelle (in diesen Falle) ruhig eine Scheibe abschneiden !

    Unser Schwuler Außenminster thematisiert die Schwulen Verfolgung nicht im geringesten und ein (wahscheinlich Heterosexueller ?) Ban macht der kann das !

    Wäre ich jedenfalls ein Außenminster Westerwelle, würde ich überall auf der Welt
    auf die Verbrechen die in den Homphoben Ländern herscht (wie z.b den Iran) laufend
    und vehement aufmerksam machen !

    Ich würde Thematisieren das Schwule dort zu unrecht Diskriminiert und Verfolgt werden und sie mit Kanst und Tode betraft werden können etc...

    Ich würde auch keinen hehl von meiner Homosexualität machen !

    Vielleicht würde ich sogar als Rosa-Diva auf den Plan treten, mit Flauschigen Rosa Pulli usw... !
    Einfach nur um ein Zeichen zu setzen ! Würde dann aber auch sagen das es viele Schwule gibt denen man das Schwul sein nicht ansieht !
    Würde erklären das 10-15% der Menschen Schwul sind und sie überall sind ! Und jeder
    schonmal einen Schwulen begegenet ist,
    selbst wenn man's nicht merkt !
    Ja, aber so wäre ich, nicht unser Westerwelle...

    Westerwelle ist wie es Brian Kinney in "Queer as Folk" so schön sagt ein "Schwanzloser Eunurch" ! Traurig aber war. Dieser Westerwelle macht ja sogar noch in Homphoben Ländern wie Ägypten Urlaub ! Das ist ist einfach...
    ...Pfui !

    Und ich hoffe das der Ban zu diesem
    unseren Thema genauso weiter macht !
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 30.01.2012, 19:36h
  • Der UN-Generalsekretär geht endlich das an, was die EU nie geschafft hätte: er plädiert endlich für das Ende der Diskriminierung und Verfolgung von Schwulen und Lesben in Afrika und ich rechne ihm das hoch an!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 TreegProfil
  • 30.01.2012, 21:19hDoetinchem
  • Das Problem in den meisten Afrikanischen Länder sind die Evangelikalen, die den einwohnern eintrichtern, das homosexualität die Botschaft Satans ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 ChristophAnonym
  • 30.01.2012, 23:02h
  • Endlich kommt auch die UN mal ihrer Pflicht nach, Menschenrechte für jeden zu fordern. Und nicht nur für manche.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 xapplexAnonym
  • 30.01.2012, 23:48h
  • Afrikaner sind mehrheitlich (zu 45%) Moslems - dort würden sich "Evangelikale" in Lebensgefahr bringen. Auch liegen die Länder/Regionen, in denen Schwule zum Tode verurteilt werden können allesamt im islamischen Norden des Kontinents.

    Aber auch die 40 Prozent Christen verurteilen Schwule in der Regel nicht, weil es unchristlich wäre, sondern weil sie Homosexualität als einen "unafrikanischen" westlichen Import ansehen. Auch traditionelle afrikanische Religionen verdammen Homosexualität.

    Der einzige Lichtblick ist in der Tat Südafrika, und zwar weil das Land wegen seiner wirtschaftlich bedeutenden europäischstämmigen Minderheit (knapp 10%) am wenigsten vom Rest der Welt abgeschottet ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 XelppaxAnonym
#7 godamn liberalAnonym
  • 31.01.2012, 10:05h
  • Antwort auf #5 von xapplex
  • Auch das homophobe Sambia ist wie Uganda, wo die Todesstrafe für unsereinen in der Diskussion ist, ein 'christlich' geprägtes Land.

    Was den Islam in Afrika und anderswo nicht verharmlosen soll. V.a. da, wo die Saudis ihre Finger drin haben, wird über die Todesstrafe für unsereinen nicht mal mehr diskutiert. Es ist ohnehin Unsinn immer Islam und Christentum gegeneinander auszuspielen. Der Islam ist eine Abzweigung des Christentums, in der manches, was durch Jesus aufgeweicht wurde, wieder verhärtet wurde. In Afrika jedenfalls zanken sich die frommen Brüder mit zwillingshafter Ideologie um dieselbe Klientel.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 finkAnonym
  • 31.01.2012, 17:38h
  • Antwort auf #5 von xapplex
  • "Auch traditionelle afrikanische Religionen verdammen Homosexualität."

    einige tun das heute, dank einfluss muslimischer oder christlicher missionare, andere taten es schon vorher, von einigen wissen wir es nicht, weil die quellenlage nicht ausreicht und bei einigen war homosexualität völlig okay oder sogar in bestimmten situationen der anerkannt richtige weg.

    bitte nicht immer diese pauschalisierungen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 NajaAnonym
  • 31.01.2012, 17:50h
  • Antwort auf #8 von fink
  • Nicht pauschalisierender als die sonstigen Diskussionen hier ablaufen.
    Wenn man etwas allgemein gegen monotheistische Religionen sagt ist das auch pauschal und trotzdem machen das hier viele.
    Es ist genau wie bei speziellen Religionen, wenn das Christentum genannt wird darf man in diesem Forum pauschal lästern, aber wenn der Islam genannt wird, kommen mehrere Kommentare das man doch differenzieren solle.

    Ist dir das noch nie aufgefallen?
    Ich finde es jedenfalls nicht richtig das hier oft mit zweierlei Maß gemessen wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 finkAnonym
  • 31.01.2012, 18:06h
  • Antwort auf #9 von Naja
  • wirf mir bitte nur meine eigenen pauschalisierungen vor, nicht die der anderen.

    zugegeben, ich pauschalisiere auch, jedenfalls, was meine meinung zu religion als solcher betrifft: ich halte übersinnlich fundierte weltbilder generell für quark.

    das rechtfertigt aber m.e. nicht, unwahrheiten zu verbreiten, was die details dieses quarks angeht.
  • Antworten » | Direktlink »