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Während Youtube schon mal die Umarmung von zwei Männern als Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen entfernen lässt, hat das Videoportal offenbar kein Problem mit homophobem Material - wie mit dem Video mit dem sarkastischen Titel "Be Yourself", das in den Vereinigten Arabischen Emiraten entstanden ist. Hier kann man zusehen, wie ein effeminiert agierender offenbar schwuler Junge mit "Sesamstraßen"-Shirt und Fistelstimme heterosexualisiert werden kann - und zwar durch so heterosexuelle Tätigkeiten wie Waschen, Haareschneiden und eine Maniküre:

Die beiden Männer im traditionellen Gewand sagen dem Schwulen, dass er seine Persönlichkeit ändern muss und sie ihm dabei helfen würden, übersetzt das britische Portal "Pink News", das am Montag erstmals über das Video berichtet hatte. Dem wissbegierigen Lehrling werden dann maskuline Gesten gezeigt und ein angeblich heterosexuelles Äußeres hergestellt. Das Video soll in der Stadt Adschman aufgenommen worden sein.

"Pink News" zitiert den 24-jährigen Abdullah aus Abu-Dhabi, der die Gruppe "Gay, Lesbian, Bisexual & Transexual Rights UAE " leitet. Er muss dies anonym tun, da in den Vereinigten Arabischen Emiraten Schwule im Extremfall mit der Todesstrafe bedroht werden.

Das Video zeigt den Grad der Herausforderung für die Homo-Szene in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es reicht nicht, nur die Meinung der Regierung zu ändern, wir müssen die gesamte Gesellschaft verändern. Das wühlt mich auf und macht mich traurig. Dieses Video wäre verheerend gewesen, wenn ich es als 16-Jähriger anschauen hätte müssen. Ich erinnere mich noch, wie meine Mutter mich damals noch angeschrien hatte, wenn ich beim Sprechen meine Hand zu viel bewegte. Das hat dazu geführt, dass ich mich wie ein Roboter verhalten habe... Meine Mutter hat mich auch angeschrien, wenn ich englische Worte wie 'guys' verwendet habe, weil sie das als Nachahmen von Westlern empfand und einen direkten Angriff auf die arabische Sprache und meine maskulinen Verhaltensweisen.

Abdullah erklärte weiter, dass viele Menschen in den Emiraten Homosexualität als "westliche Erfindung" angesehen wird. Daher löst sie bei den Einheimischen besondere Abwehrreaktionen hervor. (dk)



#1 LarsAnonym
  • 31.01.2012, 14:33h
  • Vielfalt bedeutet Menschen so hinzunehmen wie sie sind.
    Das beinhaltet auch das nicht jeder Schwuler dem Klischee von der Tunte entspricht und das akzeptiert werden soll und umgekehrt.

    Ich kenne viele Schwule die sind kein bischen tuntig, einfach weil sie nicht so empfinden.
    Leider haben einige von denen was gegen Tunten, nur weil die anders sind.

    Ich kenne aber auch Tunten die sehen in jedem Schwulen der nicht in Klischees aufgeht, jemanden der sich angeblich angepasst hat. Das ist genauso pauschaler Blödsinn.

    Denn es ist menschlich das es überall Unterschiede gibt und auch die Schwulen keinem allgemeinen "Prototyp" angehören.

    Man soll die Tunte so akzeptieren und sein lassen wie sie ist und man soll den nicht-tuntigen Schwulen genauso akzeptieren und sein lassen wie er ist.

    Schade das sich Menschen immer in anderer Leute leben einmischen müssen.
    Wäre das nicht so, gäbe es auch wenier Homophobie.
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#2 _Simpsons_
  • 31.01.2012, 15:56h
  • Macht folgendes:
    1 - klickt auf das Video, um auf Youtupe zu kommen und der Clip ist beibehalten.
    2 - direkt unterm Clip gibt es fünf Schaltflächen: "mag ich"; "mag ich nicht"; "+Hinzufügen zu"; "Teilen" und das letzte ein so eine Art Fähnchen --> "Als unangemessen melden".
    Klickt auf das Fähnchen "Als unangemessen melden"
    3 - Dann kommt die Meldung unterm Clip: "Dieses Video als unangemessen melden [...]
    Melden als: [Grund auswählen]" --> anwählen.
    4 - wählt die Option "Hasserfüääter oder beleidigender Inhalt" und dann weiter mit "Mobbing/Schikane"
    5 - Nun die Meldung absenden ...
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#3 JoonasAnonym
  • 31.01.2012, 16:45h
  • Tja, so ist das bei Google, Apple, Facebook & Co (YouTube gehört Google):
    zwei umarmende Männer werden als anstößig zensiert. Aber Homohass darf ungehindert verbreitet werden.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 gurnemanzAnonym
#6 Anti-HeterrorAnonym
  • 05.02.2012, 00:13h
  • Antwort auf #3 von Joonas
  • Nicht nur dort, sondern auch in der realen Welt.

    Gerade in einem Imbiss neben einer Gruppe von Jugendlichen, alle so zwischen 17 und 18.

    Innerhalb von 15 Minuten ist mindestens 6 Mal der Begriff "Schwuchtel" bzw. der Ausspruch "Igitt, du Schwuchtel" gefallen, 4 Mal von jungen Frauen, die ihre gesellschaftlich zugewiesene Rolle offenbar begeistert ausfüllen.

    Und was machen Schwule? Denen geht dieser immer aggressivere Heterosexismus, insbesondere die Feindlichkeit gegenüber allem Schwulen, der jungen Männern von kleinauf jede Freiheit raubt, selbstbestimmt ihre (Homo-) Sexualität zu entdecken und zu leben, kollektiv am Arsch vorbei.

    Erlebt man auch immer wieder in diesem Forum, wo schon gefühlte 1000 Mal auf die immer weiter abnehmende Zahl gleichgeschlechtlicher Kontakte männlicher Jugendlicher (und den exakt gegenläufigen Trend bei jungen Frauen) hingewiesen wurde.

    Die Reaktion besteht jedes Mal in lautstarkem Schweigen und Ignorieren. Denn sonst müsste man(n) sich ja das völlige Scheitern der angeblich so genialen "Gleichstellungspolitik" der letzten 20 Jahre eingestehen!

    Über die Selbstmorde junger Schwuler wird dementsprechend hierzulande nicht einmal geredet. Geschweige denn hält es irgend jemand für nötig, das allgegenwärtige aggressive Schwulen-Bashing, welches ja nur das Gegenstück zum omnipräsenten, immer aggressiveren Sexismus ist, in irgendeiner Weise wirkungsvoll zu bekämpfen und zu unterbinden. Ganz im Gegenteil. Man beteiligt sich sogar noch begeistert an den betreffenden Geschäftsmodellen.

    Verlogenes Dreckspack!
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