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Gleichstellung bis 2013 erwartet

Schottland vor Ehe-Öffnung


Die schottischen Abgeordneten Johann Lamont (Labour), Willie Rennie (Liberaldemokraten), Patrick Harvey (Grüne) und Ruth Davidson (Konservative) versprechen, dass sie sich für die Öffnung der Ehe einsetzen werden

In Schottland scheinen alle fünf im Parlament vertretenen Parteien die Öffnung der Ehe zu befürworten - Homo-Aktivisten rechnen bis Ende 2013 mit einer Gesetzesänderung.

Die mit absoluter Mehrheit in Edinburgh regierende separatistische Scottish National Party (SNP) hat in den letzten Monaten eine Mitgliederbefragung zum Thema Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht durchgeführt, deren Ergebnisse im Frühjahr veröffentlicht werden. Es wird allgemein damit gerechnet, dass die SNP, die auf europäischer Ebene mit den Grünen zusammenarbeitet, sich deutlich für die Gleichstellung einsetzen wird.

Am Dienstag haben außerdem Vertreter aller vier Oppositionsparteien - Labour, Konservative, Liberaldemokraten und Grüne - das Versprechen unterzeichnet, sich für die Gleichstellung im Eherecht einzusetzen. Sie folgten damit einem Aufruf der Homogruppe "Equality Network". Deren Chef glaubt nun, dass es bis Mitte 2013 zu einer Abstimmung im schottischen Parlament kommen kann und das Gesetz Ende 2013 in Kraft treten wird. "Das ist der letzte Baustein, damit Schottland die volle Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben im Gesetz herstellt", erklärte Tim Hopkins gegenüber "Pink News".

Problem: Religion

Umstritten ist insbesondere, ob religiöse Einrichtungen Eheschließungen anerkennen müssen. Anders als in Deutschland können in Großbritannien auch Pfarrer vom Staat anerkannte Ehen schließen. Die SNP hat im Vorfeld der Mitgliederbefragung empfohlen, religiöse Einrichtungen nicht zu zwingen, Homo-Ehen durchzuführen. Sollten homofreundliche Kirchen - wie die Unitarier - Homo-Ehen jedoch anbieten wollen, dürften sie dies tun.

Trotz der Ausnahmeregelung für Religionen kritisiert die katholische Kirche die Entwicklung in Schottland scharf: "Es ist enttäuschend, dass die Parteiführer so einfach die Definition der Ehe ändern wollen", erklärte Kirchensprecher John Deighan gegenüber der Tageszeitung "Scotsman". Als Katholik fühle er sich von der schottischen Regierung beinahe verfolgt, so Deighan: "Die Ehe ist hauptsächlich dafür da, die Rollen von Vater und Mutter zu schützen. Es ist intolerant, diese Ansicht als Diskriminierung oder Engstirnigkeit zu diffamieren."

Da es in Schottland Selbstverwaltung gibt, könnte die Regionalregierung auch gegen den Willen Londons die Ehe für Schwule und Lesben öffnen. Bereits jetzt weigert sich die SNP, Londoner Vorgaben wie hohe Studiengebühren in Schottland einzuführen. Die SNP strebt sogar die Unabhängigkeit des Landes vom Vereinigten Königreich an und will darüber in den nächsten Jahren einen Volksentscheid abhalten.

England: Gleichstellung bis 2015 angekündigt

England strebt eine Öffnung der Ehe bis zum Jahr 2015 an, wie die verantwortliche Staatssekretärin von den Liberaldemokraten im September 2011 ankündigte (queer.de berichtete). Die Regelung würde auch für Wales gelten, dessen Parlament praktisch keine wichtigen Befugnisse besitzt.

Die Liberaldemokraten, die in London Juniorpartner in der Koalition mit den Konservativen sind, waren vor wenigen Jahren noch die einzige der großen Parteien, die die Ehe für Schwule und Lesben öffnen wollten. Sie haben sich in dieser Frage offenbar gegen die skeptischen Konservativen durchgesetzt. Premierminister David Cameron bezeichnete nach der Ankündigung die Homo-Ehe sogar als "konservative Forderung" (queer.de berichtete). Nun wird darüber spekuliert, ob bei einer früheren Ehe-Öffnung in Schottland England seinen Zeitplan ändern will. (dk)



#1 MariaRatzingerProfil
  • 02.02.2012, 15:16hMünster
  • Meine Meinung dazu: Schwule sollten dieselben Rechte haben wie Heteros, aber nicht das Recht der Adoption.
    Deswegen soll die Ehe, die auf -leibliche- Nachkommen hin ausgerichtet ist, den Heteros vorbehalten bleiben. Die Schwulen haben dafür die Lebenspartnerschaft und das reicht ja auch.
    Die Ehe ist etwas, das es gibt, solange es Menschen gibt. Sie hat sich in Jahrtausenden bewährt und sollte nicht aufgrund augenblicklicher kultureller Strömungen umgedeutet werden. Was der Vertreter der katholischen Kirche in Schottland gesagt hat, ist also völlig richtig:

    "Die Ehe ist hauptsächlich dafür da, die Rollen von Vater und Mutter zu schützen. Es ist intolerant, diese Ansicht als Diskriminierung oder Engstirnigkeit zu diffamieren."

    Auch wenn ich hier so argumentiere, wofür ich jetzt sicher unzählige Rotpunkte bekomme, habe ich ausschließlich das Wohl der Kinder vor Augen, denn die sind die Schwächsten. Kinder brauchen Vater UND Mutter!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.02.2012, 16:03h
  • Und schon wieder ist ein Land(esteil) viel weiter in Sachen Homoehe wie Deutschland und was macht unsre Berliner Tigerentenschnarchnasenkoalition: NIXXXX!!!!!
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#3 finkAnonym
  • 02.02.2012, 16:39h
  • Antwort auf #1 von MariaRatzinger
  • "Die Ehe ist etwas, das es gibt, solange es Menschen gibt."

    sagt wer? das buch mit den lustigen sprechenden schlangen und dornbüschen? nein, nicht einmal das sagt es. und jedes moderne geschichtsbuch sagt auch das gegenteil.

    kann es sein, dass du das einfach so erfindest? böses mädchen...
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#4 KathiGr
  • 02.02.2012, 17:28h
  • Antwort auf #1 von MariaRatzinger
  • Du hast doch echt was an der Waffel. Warum muss man auf queer.de so 'nen homophoben Scheiß lesen?

    "Kinder brauchen Vater UND Mutter!"
    Dann bist du also dafür, dass man allen Alleinerziehenden die Kinder wegnimmt, ja? Und du denkst auch, dass Einzelpersonen das Adoptieren verboten werden sollte, ja?

    Nun zum Artikel: Ich frage mich echt, warum in GB die Eheöffnung schon so lange vorher groß angekündigt wird. Wenn sich schon jetzt alle einig sind, worauf warten die dann noch? Und was die Kirchen angeht: Wenn ein Pfarrer die Befugnis hat, eine weltliche Ehe zu schließen, dann muss er sich dabei auch an weltliche Gesetze halten. Und wenn das weltliche Gesetz "marriage equality" vorschreibt, dann darf der Pfarrer das nicht einfach ignorieren.
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#5 MagdalenaAnonym
  • 02.02.2012, 17:44h
  • Antwort auf #1 von MariaRatzinger
  • @MariaRatzinger:

    Das ist eine Traumvorstellung.

    Eine geöffnete Ehe verursacht wesentlich weniger Verwaltungsaufwand (=Kosten) und ist allein schon daher zu bevorzugen. Durch ungetrennte Insitutionen wird zudem sichergestellt, dass auch wirklich beide die gemeinsamen Rechte und Pflichten teilen.

    Zur "jahrtausenden" alten Ehe gabs hier kürzlich eine nette Graphik. Mal sehen ob ich sie noch finde...

    Ach ja, hier bitte:
    30.media.tumblr.com/tumblr_lmjpqwmkGK1qzb8r6o1_400.jpg

    Das Kinder-Argument zählt nicht, da genug Kinder diskriminiert werden (weil sie inzwischen unbestreitbar auch in ehelosen Familien und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsen). Diese kinder kann (und will auch keiner) in eine Ehe aus Mann und Frau stecken. Das wäre würdelos.
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#6 nino89
  • 02.02.2012, 17:58h
  • Antwort auf #4 von KathiGr
  • Es ist echt interessant, wie laut LGBTs nach Vielfalt schreien, aber in den eigenen Reihen schnell "Abweichler" diffarmieren.

    Ich finde es auch gut, dass die Ehe für alle geöffnet wird. Das mit der Adoption ist aber so eine Sache. Natürlich hast du Recht, dass Single-Eltern ja auch nur eine Rolle der elterlichen Erziehung übernehmen können. Alleinerziehende Eltern sind aber nicht der Idealfall, sondern eher eine Notlösung. Und sich an einer Notlösung zu orientieren, ist finde ich nicht richtig.

    Auch bin ich mir nicht sicher, ob Kinder unbedingt von gleichgeschlechtlichen Eltern adoptiert werden müssen. Ich glaube, dass das ein heikles Thema ist, an das man mit viel Bedacht, viel Sorgfalt und vorallem ohne jeglichen politischen, idealistischen oder ideellen Druck herangehen sollte. Aber anscheinend kann man hier mit einer Nein-zur-Adoption-Haltung sofort als Homophober bezeichnet werden, da kann man nicht mal offen und frei diskutieren/beraten. Das Ziel ist schon vorgegeben und Leute mit anderer Ansicht oder mit Bedenken werden diffarmiert, als Schwulenfeinde, Klemmschwestern oder dergleichen bezeichnet.

    Ich finde, dass die LGBT-Community sich genauso in eine fanatische Ecke entwickeln kann, wie jede andere gesellschaftliche Gruppe ebenfalls. Und in manchen Punkten, wie eben in deinem Kommentar passiert, schon dort angekommen ist.
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#7 KathiGr
  • 02.02.2012, 18:24h
  • Antwort auf #6 von nino89
  • Was soll denn bitteschön am Wunsch nach Gleichberechtigung fanatisch sein? Fanatisch sind diejenigen, die andere wie Menschen 2. Klasse behandeln.

    Ich habe überhaupt nichts gegen Meinungsvielfalt. Aber wenn mir jemand Gleichberechtigung verweigert, dann hört bei mir der Spaß auf. Wie schon einmal jemand hier so schön geschrieben hat: Toleranz hört bei mir dort auf, wo ich mit Toleranz Intoleranz fördere.

    Es gibt eine Reihe von Menschen, die ich nicht leiden kann, wie bspw. Gottesanbeter. Allerdings hasse ich keinen Menschen so sehr, dass ich ihm Gleichberechtigung verweigern würde. Und das Gleiche erwarte ich auch im Gegenzug.

    "Alleinerziehende Eltern sind aber nicht der Idealfall, sondern eher eine Notlösung. Und sich an einer Notlösung zu orientieren, ist finde ich nicht richtig. "

    Es geht hierbei um die Logik. Wenn jemand gleichgeschlechtlichen Paaren die Adoption verbieten will mit dem Argument, dass ein Kind Vater und Mutter braucht, dann würde ich das akzeptieren, vorausgesetzt derjenige ist dann auch so konsequent und nimmt Alleinerziehenden die Kinder weg und verbietet Einzelpersonen die Adoption. Falls derjenige das aber nicht machen will, dann beweist das, dass dies nur ein vorgeschobenes Argument war und es ihm nicht wirklich um das Kindeswohl geht, sondern er einfach nur homophob ist.
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#8 MariaRatzingerProfil
  • 02.02.2012, 20:58hMünster
  • Antwort auf #7 von KathiGr
  • Richtig! "Alleinerziehende" sollte nur im absoluten Ausnahmefall Kinder adoptieren dürfen!
    Welch ein trauriges Bild, wenn man in der Stadt die besorgten Mütter mit ihren Einzelkindern sieht, die über-behütet sind, altklug und ängstlich. Kleine Jungs wachsen bei diesen Müttern ohne Vater auf, dann bei Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen und haben später weibliche Chefs. Und das alles nur, weil die Frau meint, sich "verwirklichen" und sich vom dem Vater ihrer Kinder trennen zu müssen.
    Entweder diese Jungs werden schwul oder sie werden -als Heteros- glucksende Softie-Männer mit Dutt im Haar, die unbewusst alte Frauen imitieren. Kinder brauchen Frauen UND Männer als Vorbilder!
    Deswegen sollte man nach sorgfältiger Prüfung NUR heterosexuellen Ehepartner (Mann und Frau) ein Kind zur Adoption geben.
    Selbstverständlich kann im Interesse der Kinder keine Rede davon sein, den sogenannten "Alleinerziehenden" die Kinder wegzunehmen. So weit kann man nicht gehen.
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#9 finkAnonym
  • 02.02.2012, 21:10h
  • Antwort auf #8 von MariaRatzinger
  • "Welch ein trauriges Bild, wenn man in der Stadt die besorgten Mütter mit ihren Einzelkindern sieht, die über-behütet sind, altklug und ängstlich."

    jetzt machst du mich neugierig: wie schafft man das, müttern in der stadt im vorbeigehen anzusehen, ob sie alleinerziehend sind? ist das so eine art pfingstwunder?

    als parodie wären deine beiträge fast lustig. aber leider nur fast.
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#10 MagdalenaAnonym