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Nein, das ist nicht Kylie, auch nicht Lady Gaga, es is unsere Mutter Madonna (Bild: Universal Music)

Touchdown für eine neue Single samt Video. Unsere Tanzmutti tritt mit "Give Me All Your Luvin" bei der Super-Bowl-Halbzeitshow in den USA auf.

Von Carsten Weidemann

Seit 15 Uhr mitteleuropäischer Winterzeit ist sie zurück. Madonna, die sich im vergangenen Jahr als Regisseurin für den Film W.E. betätigte, hat sich einen neues Turndress schneidern lassen (diesmal in schwarz statt in pink wie beim Video zu "Hung Up") und zeigt uns, dass sie mit 53 immer noch fit wie ein Turnschuh ist. Ein Turnschuh, der weiß, was über 300 Millionen US-Amerikaner wünschen.

Denn das Video zur neuen Single "Give Me All Your Luvin" ist eine Hommage an das weltweit größte Sport- und TV-Ereignis: der Super Bowl, das alljährliche Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga. Eines der Highlights ist die Halbzeit, in der immer eine spektakuläre Show geboten wird. Und die wird diesmal von Madonna mitbestritten. Entsprechend puscheln viele Cheerleader durch das Video, während eine Horde von Football-Spielern in ihrem martialischen Dress die tanzende Sängerin vor allem Unheil beschützen.

Madonna Remastered, aber nicht in HD-Qualität

Sie wird getragen, aufgefangen, hochgehoben und sogar durch vollen Körpereinsatz vor einem tödlichen Kugelhagel bewahrt. Es ist schließlich sie, die Popkönigin, die da für den Super Bowl singt. Damit das ja nicht vergessen wird, intonieren die Cheerleaderinnen es immer wieder im Refrain: "L.U.V., Madonna!" Sie wechselt zwar mehrmals die Frisur und zappt damit durch mehrere Jahrzehnte an Haarmoden, doch sie selbst wirkt im Video wie Anfang 30. Die Nachbearbeitungsmöglichkeiten am Computer werden offensichtlich immer besser.

"Hör auf mit den dummen Spielen, gib mir all deine Liebe" fordert sie uns auf. Hoffentlich missverstehen die Super Bowl-Fans da nichts. Mit "Give Me All Your Luvin'" feat. Nicki Minaj & M.I.A. legt Madonna den ersten Song aus ihrem neuen Album "MDNA" vor, das am 26. März veröffentlicht wird. Der Song gibt ganz klar die Richtung vor, es wird weiter getanzt mit Mutti. Überraschend oder neu ist allerdings nichts an dem Stück.

Madonna im TV

Freitag, 03.02.2012
17:00 Uhr Pro 7/taff
18:30 Uhr RTL/Exclusiv
20:00 Uhr RTL2 News
20:00 Uhr VOX/prominent

Sonntag, 05.02.2012
24:00 Uhr Sat. 1/Super Bowl XL VI
05:30 Uhr (am 06.02.) Sat.1/Frühstücksfernsehen


#1 finkAnonym
  • 03.02.2012, 17:51h
  • nur mal ein gedankenspiel: wenn jemand ein video drehen würde, in dem der männliche sänger die ganze zeit über die schultern und körper gesichtsloser frauen steigen würde, in dem frauen als möbel dienen und in dem am ende mehreren frauen der kopf abgeschlagen bzw. abgerissen wird - was wäre da los?

    vielleicht ist diese video hier nicht ganz typisch, weil es zusätzlich mehrere ironische brechungen enthält. mir fällt aber auf, dass es insgesamt eine tendenz in den medien gibt, wonach gewalt von frauen gegen männer scheinbar allgemein als etwas "unterhaltsames" gilt, während männliche gewalt gegen frauen zumindest von großen teilen der bevölkerung zu recht kritisiert wird.

    und ja, ich weiß, dass man diskriminierungen und symbolische abwertungen nicht ohne beachtung der gesellschaftlichen machtverältnisse beurteilen kann. trotzdem frage ich mich, ob diese seltsame umkehrung wirklich hilfreich ist.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 03.02.2012, 17:57h
  • Wurde langsam auch Zeit, daß Madonna wieder mal einen neuen Song auf den Markt bringt! Und sieht wieder gnadenlos makellos aus!
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#3 Der RickAnonym
  • 04.02.2012, 17:10h
  • So was sieht dann ein Mädchen wie Demi Moore und denkt sie müsse so altern bzw. nicht altern. ts ts.

    Guter Coup, Minaj und M.I.A. zu holen, aber das Lied ist nich sooo geil geworden. Und von M.I.A. hätte ich das nicht gedacht, dass sie bei Madonna rumspringt..seltsam.. hm
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#4 EnyyoAnonym
  • 05.02.2012, 09:16h
  • Antwort auf #1 von fink
  • Du hast vollkommen recht, hinzu kommen die Köpfe als Trophäen in der Bar.

    Aber immerhin tauchen auch anonyme Manga-Mädchen auf und zum Schluss schmeißt "Mutti" (ist die nicht etwa so alt wie die Merkel?) ein "Kind" achtlos weg, insofern kriegen alle ihr Fett weg.

    Ansonsten: belangloses, langweiliges Lala von einer m.E. schon lange überschätzten "Ikone". Madonna war gut und hat Stile gebildet - dass sie jetzt noch aussieht wie max. 30 liegt wohl wirklich an der Computertechnik (man denke an Benjamin Button...).

    Aber das Liedchen mit dem Piepsstimmchen: nee Mutti, das war nix!

    Da lob ich mir Lady Gaga, die hat wenigstens eine geile Stimme!

    P.S. Ich bin nicht viel jünger als Frau Ciccone...
    P.P.S. Was wohl Adidas für das Product Placement gelatzt hat?
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#5 Hansi HinternAnonym
  • 05.02.2012, 09:36h
  • Antwort auf #4 von Enyyo
  • "P.S. Ich bin nicht viel jünger als Frau Ciccone..."

    Bist du auch noch so knackig?
    Blöde Plauzen, wa?

    “P.P.S. Was wohl Adidas für das Product Placement gelatzt hat?”

    Tja, so finaziert man heute Musikvideos.
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#6 EnyyoAnonym
#7 najaAnonym
  • 05.02.2012, 13:04h
  • die queere thematik des videos und damit des artikels entgeht mir irgendwie.
    die halbnackten frauen in chierliederoutfit in kombination mit den im gegensatz dazu ( fürs schwule auge zu) dick eingepackten spielern, kommt mir eher typisch hetero vor.
    ebenso wie das von fink angesprochene...andersrum nennt man so etwas gewaltverherrlichende darstellung gegen frauen in den medien.
    gegen männer scheint es aber "cool" zu sein und den modernen, heterosexuellen zeitgeist zu treffen.
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#8 auweiaAnonym
#9 Sexism rulezAnonym
  • 05.02.2012, 15:40h
  • Antwort auf #7 von naja
  • So mischen Schwule halt immer kräftiger mit beim weiteren Zerstören schwuler Freiräume männlicher Jugendlicher

    und sichern sich wirkungsmächtig ihre Bröckchen vom immer gewalttätigeren (hetero-) sexistischen Geschäftsmodell.

    Auf eines ist aber Verlass:

    Die üblichen fünf Minuten kollektives und sehr bemühtes Aufheulen angesichts des nächsten Selbstmordes eines jungen Schwulen sind so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Immerhin geht es ja stets nur um Selbstmorde in den USA.
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#10 stromboliProfil
  • 06.02.2012, 08:42hberlin
  • Antwort auf #9 von Sexism rulez
  • ja zum teufel noch mal.. aber wo sind die schwulen musiker wie Frankie goes to hollywood ...etc. ( @ fink, der hätte im video dann als mann gesichtslose männer bestiegen... ) , die heute den markt besetzten könnten mit schwul-identischen inhalten?

    Waren es nicht gerade die schwulen, die den hype um madonna anheizten, die mit den mösendiven wie gaga sich die ohren zudröhnen um so teil einer genderübergreifenden partywelt zu werden..; wobei man nur noch einen undefinierbaren einheitsbrei aus den lautsprechern entnehmen kann. Ohne spezielle kenntnis von titel, hält man die damen doch gar nicht mehr auseinander. Manche veranstaltung im schwutz kann man nicht mehr unterscheiden ob sie nun schwule oder hetenpartys sind.. so "durchmischt" will die szene sich geben.. dass ist in! Worüber also klagen?

    Solange der schwule selbst nur als ein "normal "definierbares wahrgenommen werden will, hat er (s)eine eigene sichtbarkeit nicht verdient! Dann muss er halt , mangels eigenheiten auf die versatzstücke zurück greifen , die die heterowelt sich aus vormals schwulen ikonien herausgefiltert hat.. so auch madonna.
    Dann leben wir auch mit den umbrüchen/fetischismen innerhalb heterosexueller identitäten, statt eigene zu schaffen
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