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  • 04. Februar 2012, noch kein Kommentar

(Bild: Sony Classics / Sony Music Germany)

Sie gehört zu Deutschlands gefeiertsten Jazz-Sängerinnen. Nun würdigt Lyambiko den unvergessenen Komponisten George Gershwin.

Es ist der jüngste in einer ganzen Reihe von Preisen: Im vergangenen Jahr wurde Lyambiko mit dem Echo Jazz ausgezeichnet: als "Sängerin des Jahres". Den Anstoß dazu gab ihr Album "Something Like Reality", auf dem sie mit ihrer Band Jubiläum gefeiert hatte. Seit zehn Jahren gehört ihre warme, packende Stimme und der groovende Bandsound nun schon zum Besten und Erfolgreichsten in Sachen Jazz aus Deutschland. Das wird nicht nur hierzulande so gesehen: nach einem Gastspiel mit ihrem Trio zählte der "Boston Globe" ihr Konzert zu den zehn besten Live-Ereignissen des Jahres – neben Dave Brubeck und Wayne Shorter.

Jetzt überrascht Lyambiko wieder mit einem ganz neuen Album: "Lyambiko sings Gershwin". "Es ist immer irgendwie 'back to the roots'" lacht die Sängerin. "Wir haben ja auf dem letzten Album unsere Eigenkompositionen mit Tracy Chapman und Soundgarden gemischt. Jetzt hatten wir einfach Lust, mal wieder etwa 'Ursprüngliches' zu machen, wirklich einfach Swing zu spielen".

Youtube | Interview mit Lyambiko zum aktuellen Album

(Bild: Sony Classics / Sony Music Germany)

Doch einfach hat es sich Lyambiko nicht gemacht – im Gegenteil: "Das Thema Gershwin ist wirklich reizvoll. Es ist ja nicht so, als wären wir die ersten, die diese Songs singen." Schließlich zählt George Gershwin (1898-1937) zu den produktivsten Beiträgern zum 'Great American Songbook', nicht nur Ella Fitzgerald und Frank Sinatra, auch Miles Davis und Janis Joplin haben seine Songs längst in unsterblichen Versionen ins kulturelle Gedächtnis unserer Zeit eingegraben.

"Will ich jetzt etwas vollkommen Neues machen?" fragte sich Lyambiko, "oder mich ganz und gar auf das Original besinnen? Letztlich habe ich den einzig richtigen Weg gefunden und mich selbst in der Musik gesucht". Lyambiko ging zurück an die Quelle, studierte Gershwins Partituren und entwickelte zusammen mit den Musikern ihrer Band – Marque Lowenthal (Klavier), Robin Draganic (Bass) und Heinrich Koebberling (Drums) – ihre eigene Interpretation der Songs, die einst als Musical-Nummern und für die Jazz-Oper "Porgy and Bess" geschrieben wurden. (cw/pm)