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Auch ein grausamer Glory-Hole-Mord kann urkomisch erzählt werden: Tony Fennelly schrieb den Kultkrimi vor über einem Vierteljahrhundert

Verdiente Neuauflage: Tony Fennellys urkomischer Kriminalroman aus dem Jahr 1985 ist der siebte Band der Gmünder-Reihe "Die Besten".

Von Carsten Weidemann

Hubert Loomis erwartete einen feuchten, saugfreudigen Mund, als er in der Toilette einer Schwulenbar von New Orleans seinen Schwanz durch das Glory Hole schob - doch stattdessen wird der weiße Geschäftsmann auf abscheuliche Weise ermordet. Polizei-Lieutenant Frank Washington bittet seinen ehemaligen Kollegen Matty Sinclair bei den Ermittlungen in der ihm fremden Schwulenszene um Hilfe. Sinclair hatte vor zehn Jahren auch wegen seiner Homosexualität den Dienst quittiert und handelt seither mit Antiquitäten.

Nicht ganz ohne Überheblichkeit akzeptiert Sinclair die Bitte und nimmt, einen blutjungen Burschen im Schlepptau, die Ermittlungen auf. Verdächtig sind zunächst viele, und Sinclair hat allen Grund, sich zu beeilen - denn während er entgegen der Abmachung auch in den vornehmen weißen Vierteln recherchiert, werden drei weitere schwule Männer auf ähnlich grässliche Weise umgebracht.

Die Untiefen der schwulen Subkultur

Auch Matty selbst, immer anfällig für die Schönheit junger Männer, entkommt nur knapp dem Tod. Geht es hier um mehr als um Racheakte in der Schwulenszene? Welche Rolle spielt die Mafia? Hat der Fall politische Brisanz? Jedenfalls - das steht bald fest - war der ermordete H.R. Loomis nicht der bürgerliche Ehrenmann, den er in der Öffentlichkeit präsentierte.

Mit "Mord auf der Klappe" hat die Amerikanerin Tony Fennelly 1985 einen geistreichen und oft urkomischen Krimi vorgelegt, der hemmungslos in die Untiefen schwuler Subkultur blickt.

Fennellys Biografie ist nicht weniger bunt als ihre Kriminalromane. Geboren 1945 in New Jersey, arbeitete sie unter anderem als Damenwäscheverkäuferin, Sozialarbeiterin und Stripperin, bevor sie die Schauspielschule der Universität von New Orleans besuchte. "The Glory Hole Murders", so der englische Originaltitel, war ihr erster Kriminalroman. Sie schrieb noch zwei weitere Fälle mit Matty Sinclair als Hauptfigur, bevor sie mit der Margo-Fortier‐Reihe eine neue Ermittlerin in den Mittelpunkt ihrer Krimis rücken ließ.

Tony Fennelly: Mord auf der Klappe, Die Besten #7, Kriminalroman, 208 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2012, 12,95 €, ISBN 978‐3‐86787‐254‐6



Mitch Mitchells letzter Fall

Mit "Der letzte Akt" bringt James Lear seine Krimi-Trilogie zu einem fulminanten Abschluss.
#1 finkAnonym
  • 05.02.2012, 13:07h
  • bin jetzt schon gespannt, wieviele doofe kommentare à la "wer sich in gefahr begibt", "restrisiko" und "gottseidank bin ich ja der monogamiekönig" es hier diesmal geben wird...
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#2 Schmier-finkAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 alexMucEhemaliges Profil
  • 05.02.2012, 19:00h
  • Antwort auf #1 von fink
  • Kann man das wieder annähen ? Ich war oft in einer Bar, nannte sich Klappenbar. Da war, neben den Pissbecken, gleich die Bar und es roch nach Poppers. Also ein Darkroom mit Bar und Pissbecken. Das hatte was. Ich fands erotisch. Gibts so etwas überhaupt noch?
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#5 FoXXXy LoveAnonym
#6 harald mAnonym
  • 06.02.2012, 10:00h
  • lässt gmuender seine Bücher eigentlich immer noch immer vom je billigsten Buchdrucker machen? Früher sind die Dinger nämlich immer nach nem halben Jahr auseinandergefallen. Einmal lesen ging, aber wenn man öfter was nachschlagen wollte, zB bei Sachbüchern, gab's Seitenkonfetti :/
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