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Martina XXX, Lesbensex, in Szene gesetzt von Jürgen Brüning (Bild: Moviemento)

Ein romantischer Fistfuck in freier Natur? Ein lesbischer Quickie auf dem Klo? Acht Kurzfilme erzählen Geschichten über queeren Sex.

Von Carsten Weidemann

Die Idee gab es zunächst als Buch. Lesbische Autorinnen schreiben schwule Sexgeschichten und umgekehrt. "SEXperimente", erschienen im Berliner Querverlag, war tatsächlich ein Experiment, weil sich schwule Männer plötzlich intensiv mit lesbischer Sexualität auseinandersetzten und lesbische Frauen geile Männerphantasien entwickelten. Mit "Fucking Different" begann vor sechs Jahren in Berlin die filmische Umsetzung dieser Idee. Inzwischen ist daraus ein weltweites Phänomen geworden: Schwule Filmemacher drehen Filme über Lesben und lesbische Regisseurinnen über Schwule.

Fucking Different Berlin, Tel Aviv, New York, Sao Paulo: Für die neueste Version "Fucking Different XXX" fanden sich acht prominente internationale Filmschaffende zusammen, um das jeweils "andere" Geschlecht sexuell in Szene zu setzen. Dabei steuern sie ganz persönliche Beiträge von einem Ort ihrer Wahl bei: In New York, Berlin, Paris und San Francisco entstanden Arbeiten von Maria Beatty, Jürgen Brüning, Emilie Jouvet, Manuela Kay, Bruce LaBruce, Kristian Petersen, Courtney Trouble und Todd Verow.

Der Trailer? Zu heiß für Youtube. Er wurde gelöscht.


Fesselnde Blicke, aber ist es wirklich ein Mann da auf dem Bett? (Bild: Moviemento)

So begleitet zum Beispiel Todd Verow ("Little Shots of Happiness") Pornostar Judy Minx beim Cruising in Paris, Maria Beatty ("Post Apocalyptic Cowgirls") inszeniert ihre Version von Abel und Kain in einer New Yorker Schwulenbar, Kristian Petersen dreht einen heißen Quickie auf der Toilette des Kreuzberger Szeneclubs Südblock, Manuela Kay ("Airport") zeigt wie romantisch ein Fistfuck in freier Natur sein kann und Jürgen Brüning erzählt von einem spielerischen Nachmittag mit Tennisbällen, großen Bällen, Orangen und anderen Früchten.

"Fucking Different XXX" ist kein klassischer Porno, auch wenn es sexuell explizit alles zeigt. Im Vordergrund steht vielmehr die Vielfalt von sexuellen Spielarten und Varianten, jenseits aller Klischees mit frischem, humorvollem Blick auf Sexualität. Jürgen Brüning, der schon bei der ersten Version von "Fucking Different" dabei war, zählt auf, welche Voraussetzungen die Filmemacher mitbringen mussten: "Einzige Bedingung war, dass die beteiligten Filmemacher schon mal einen pornographischen Film über ihr eigenes Geschlecht gedreht hatten. Es gab keine weiteren Beschränkungen - alle hatten inhaltlich und künstlerisch freie Hand und die Filme sollten nicht länger als 10 Minuten sein."

Kristian Petersen, Produzent und Ideengeber zu der Filmserie hat offensichtlich einen Nerv getroffen: "In der schwulen Welt des Pornos hörte ich oft Gespräche, in denen es immer nur um Gyms, Workouts, Drogen, Sexparties ging und da das so außerhalb meines eigenen Lebens war, habe mich irgendwann gefragt, ob ich vielleicht gar nicht schwul sondern lesbisch bin." Er hatte sich dann mit schwulen und lesbischen Freund/Innen unterhalten, und war sehr erstaunt über die vielen Stereotype und Klischees über das andere Geschlecht, die da zum Vorschein kamen.

Diese festgefahrenen Sichtweisen auf Pornographie und Sexualität wollte er aufbrechen. Während es in den ersten Filmen aber oft mehr um Liebe und Beziehung ging, und auch die Transgender-Personen zu kurz kamen, ist "Fucking Different XXX" wesentlich anregender und queerer als die Vorgänger.



#1 fucking stupidAnonym
  • 09.02.2012, 21:46h
  • ich weiß nicht, was uns hier als "queerer sex" verkauft werden soll, aber für mich ist schwuler sex immer noch schwuler sex!

    als schwuler will ich mich angesichts der dauerbeschallung mit ach so geilen hetero- bzw. frauengeschichten 24/7/365 GERADE NICHT auch noch unter dem Label "queer" mit frauensex beschäftigen.

    so langsam reicht es mit dem "queer"-bisexuellen umerziehungsprogramm für schwule.

    ganz im gegensatz dazu muss es dringend darum gehen, dass schwule endlich die fortschreitende zerstörung SCHWULER freiräume männlicher jugendlicher verhindern.
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#2 Branleur de biteAnonym
  • 09.02.2012, 22:21h

  • Schwul- lesbische Solidarität unbedingt. Aber was interessiert mich lesbischer Sex? Davon träumen doch nur Heteros!

    Ich will nur Schwänze und Lesben nur Muschis. And this is the fucking difference!
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#3 LuziferAnonym
  • 09.02.2012, 22:32h
  • Hm...den Sinn verstehe ich nicht ganz.
    Pornos so ganz ohne Bezug zum begehrten Objekt empfinde ich so aufregend wie ein Thriller ohne Spannung.

    Klar, Lesbenpornos sind für Hetenmänner und Lesben geil und Schwulenpornos für Schwule und einige Hetenfrauen.

    Aber queere Pornos?
    Vielleicht aus Neugierde mal ganz interessant zu sehen weil dort weniger Stereotype wie in Schwulen- und Hetenpornos gezeigt werden. Aber was bringt es? Im Endeffekt ist ein Porno zum Stimulieren da und nicht zum "ich gucke mir jetzt einen Porno zum Nachdenken über Stereotype und die Rollen der queeren Personen an..."

    Wenn die Stimmulation ( und dafür ist für mich das von mir begehrte Geschlecht Männer Voraussetzung) fehlt, wofür dann der Porno?
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 redrosebudAnonym
  • 10.02.2012, 09:50h
  • piraten-sex!
    wulffen!

    rot-töne der darminnenwand immer relevanter:

    gestern, 23:28 uhr, marina weisband bei lanz:
    "wulff schiebt den piraten die wähler in der arsch."
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#6 apamnak fiaAnonym
  • 10.02.2012, 10:09h
  • Antwort auf #1 von fucking stupid
  • Bravo! Es freut mich zu sehen, dass anscheinend auch andere dieses ganze "queere" Gesülze nicht mehr hören und sehen können! Wir sind schwul, und basta! Das heißt wirklich nicht, dass uns "irgendwie" alle sexuellen Varianten nahestehen, die vom Heterosex abweichen.
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#7 vingtans
  • 10.02.2012, 14:03h
  • wie ulkig ignorant die kommentare hier sind.

    "was interessieren mich muschies?" mit dem o-ton "ieh"
    ziemlich provinziell.

    der film ist kein porno, sondern es geht um nicht klassischen nicht heteorosexuellen sex.
    und warum? damit menschen über ihren eigenen teller hinausschauen und sexuelle facetten anderer kennenzulernen.

    und scheinbar könnten das einige schwule hier auch ganz vertragen. angesprochen sollte sich das intolerante pack hier.
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#8 mmarkusAnonym
  • 10.02.2012, 14:13h
  • Antwort auf #3 von Luzifer
  • "Im Endeffekt ist ein Porno zum Stimulieren da und nicht zum "ich gucke mir jetzt einen Porno zum Nachdenken über Stereotype und die Rollen der queeren Personen an... Wenn die Stimmulation ( und dafür ist für mich das von mir begehrte Geschlecht Männer Voraussetzung) fehlt, wofür dann der Porno?"

    deswegen sind queere pornos in erster linie von und für lesben und transgender.
    der unterschied: frauen, lesben und trans diskutieren über den orgasmus, männer ( homo und hetero) haben ihn einfach
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#9 apamnak fiaAnonym
#10 Meine MeinungAnonym
  • 10.02.2012, 15:04h
  • Meine Meinung:

    Dafür das es in dem großen Heten- Pornomarkt alles gibt nur eins nicht ( es gibt Hetensex, Lesbensex, Transensex, diverse Subgenres, halt alles nur kein schwuler Sex, denn der Homomarkt ist getrennt vom Heteromarkt) , der Fokus in "allgemeinen" Pornos also extrem auf der Frau liegt, bin ich der Meinung queere Pornos sind ein falsches Zeichen weil sie eh nur in der queeren Szene wahrgenommen werden und nicht zur Vielfalt in der Allgemeinbevölkerung beitragen...denn DORT wäre es wirklich wichtig Klischees zu wiederlegen.

    Solange der Mann als erotisches Objekt in unserem Zeitgeist verleugnet wird und das obwohl die Hälfte der Menschheit auf Männer steht, sollten sich schwule Regisseure an dem queeren Pornoquatsch nicht beteiligen.
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