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  • 01.09.2004           22      Teilen:   |

Jeder zweite Schwule geht fremd

Sind wir wirklich so promisk, wie alle behaupten? Das homosexuelle Liebesleben in wissenschaftlichen Studien

Von Norbert Blech

Nur wenige Forscher haben sich bislang getraut, einmal ins schwule Schlafzimmer zu schauen. Doch die wenigen Studien, die es gibt, bestätigen bei Homo-Paaren sowohl eine hohe Wertschätzung der Partnerschaft als auch eine eher lockere Haltung gegenüber Treue und Monogamie.

In Deutschland führt der erste und ausführlichste Blick in die Umfragen des Berliner Forschers Michael Bochow für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA), die letzte fand 2003 stand: Jeder zweite Teilnehmer hatte zum Zeitpunkt der Befragung einen Partner, wovon wiederum fast jeder zweite noch zusätzliche Sexualpartner außerhalb der Beziehung hatte. Das heißt: In etwa jeder zweiten schwulen Beziehung wird "fremdgegangen".

Dabei hatte die Dauer der Partnerschaft einen großen Einfluss auf die Promiskuität der Männer, je länger Mann mit Mann zusammenlebt, umso mehr "Seitensprünge" finden statt. Bei den Beziehungen mit einer Länge von zwei bis zu vier Jahren leben bereits 48 Prozent der Partner nicht monogam, nach mindestens vier Jahren nur noch 28 Prozent. Bei einer Beziehungsdauer unter sechs Monaten gaben noch 80 Prozent der Paare an, sich körperlich treu zu sein.

Bei einem Blick über den Atlantik fällt die Statistik noch deutlicher aus: So hat eine Untersuchung der Universität von Windsor in Kanada ergeben, dass gar drei Viertel aller schwulen Männer in einer Partnerschaft seit über einem Jahr bereits Sex außerhalb suchen – deutlich mehr als in Deutschland. Nur für junge Schwule oder bei denen mit einer kürzeren Beziehungsdauer spielt Monogamie noch eine größere Rolle.

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Barry Adam, ein schwuler Professor an der Universität, sagt dazu: "Ich denke, dass die Jugendlichen mit einem ‚heterosexuellen Script’ im Kopf herumlaufen, wie Beziehungen funktionieren sollen, und adaptieren dies auf ihre Beziehungen zu Männern. Erst später realisieren sie, dass die schwule Community eigene Scripts hat, die offenbar besser funktionieren."

Adams fand bei der Befragung von sechzig Paaren auch heraus, dass die Herkunft eine Rolle spielt. So seien lateinamerikanische oder asiatische Paare deutlich monogamer. "Hier spielt die Idee von Romantik offenbar eine größere Rolle", so Adams.

Homosexuelle Paare leben insgesamt ausgeglichener und kompromissbereiter als heterosexuelle Paare, ergab eine Studie aus Amerika, die Ende 2003 im Psychologen-Magazin "Journal of Homosexuality" veröffentlich wurde. Der Studie des Beziehungsinstitutes in Seattle zufolge sind Lesben und Schwule eher bereit, dem Partner zuzuhören und auf ihn zuzugehen.

Eine solche nahe, sorgende Beziehung bringt Vorteile. Einer im "British Medical Journal" veröffentlichten Langzeitstudie der Universitäts-Poliklinik Basel zufolge haben HIV-positive Männer mit einem Partner eine größere Lebenserwartung als HIV-positive Singles.

Der Text ist in gekürzter Fassung dem neuen Buch "'Fremdgehen' macht glücklich! Neue schwule Lebens- und Liebesformen" entnommen, das Anfang September im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienen ist (ISBN 3-89602-613-5).

Links zum Thema:
» Mehr Infos zum Fremdgeh-Buch und Bestellmöglichkeit bei Amazon
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Reaktionen zu "Jeder zweite Schwule geht fremd"


 22 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
08.09.2004
18:41:42


(0

Von Stephan


Der hier gemachte Beitrag ist in sich völlig widersprüchlich ! Das Promiskuität zur Partnerschaftsstärkung beiträgt halte ich für ein haltlose Annahme ! Die Studie möchte ich gerne mal sehen !
Dipl. Pflegewirth , cand MScN


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#2
09.09.2004
13:38:16


(0

Von Hermes


Nun ich denke, das Fremdgehen hat eher etwas damit zu tun dass der Partner sich weniger um seinen Partner kümmert, wir wollen doch umworben werden, unsere Schwäche, wenn möglich im Zentrum sein beim Partner, das geht wohl in den seltensten Fällen. Ich als schwuler Mann hab die Antennen doch stehts auf Empfang - merke doch auf dem Gehsteig wenn ein möglicher Partner auf mich zukommt. (6ter Sinn?) nein einfach ein Gespür für eine Möglichkeit fremden Sex zu haben.


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#3
09.09.2004
14:43:51


(0

Von Markus2


Wenn man schon über eine solche Studie schreibt, sollte man vielleicht auch ein paar Zahlen einfügen. Wieviele Paare sind denn befragt worden, dass man diese "Studie" als wissenschaftlich darstellen kann? Im beschriebenen Buch jedenfalls sind es "knapp 20" Paare - nicht gerade viel, wenn man davon ein Gesamtbild ableiten will. Vor allem dann nicht, wenn sich scheinbar einige davon untereinander kennen - und sich evtl. unter diesen Umständen kennengelernt haben. Ich jedenfalls kenne in meinem Freundeskreis nicht ein einziges Paar, dass eine "offene Beziehung" führt - und die meisten sind deutlich mehr als vier Jahre zusammen. Auch die Singles halten eher Monogamie für ihren Weg. Es kommt immer darauf an, wo man sich umschaut. Auf bestimmten Portals und Chatrooms, in denen Sex gesucht wird, findet man natürlich überdurchschnittlich viele Männer die in einer offenen Beziehung leben. Mir ist schon klar, dass Männer anders mit Sex umgehen, als Frauen das tun. Mir ist ebenfalls klar, dass "es" sicher passieren kann - und eine gute Beziehung sollte deshalb sicher nicht beendet werden. Aber die These "Fremdgehen macht glücklich" halte ich schon für etwas gewagt - vor allem dann, wenn sie auf einer nicht repräsentativen Umfrage basiert.


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#4
09.09.2004
23:40:25


(0

Von Stefan


Die, die am lautesten schreien...! ;-)


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#5
10.09.2004
00:34:54


(0

Von Markus2


@Stefan
Ich denke, dass ich das mal auf mich beziehen darf / soll. Ich verurteile niemanden, der eine offene Beziehung führt. Kein Problem. Auch sage ich nicht, dass mir "sowas" nicht passieren wird. Jedoch bin ich nicht erst seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen - und 'bisher' ist außerhalb nichts passiert. Sicher kribbelt es hier und da mal, wenn man einen geilen Kerl sieht oder angemacht wird. Klar. (obwohl ich es viel geiler finde zu widerstehen... Aber ist Geschmacksache...). Was ich sagen wollte, wenn Du den Text verstanden hast, ist: Es geht mir auf die Eier, wenn man 17, 18 oder 19 Paare ("fast 20 Paare" -s.d.- entweder sind es 19, oder 18... "knapp 20"... 'knapp 1000' ist ja ne Zahl... aber "knapp 20" sagt mir schon genügend über die Betreiber dieser 'Studie') befragt und die Ergebnisse anschließend als "wissenschaftliche" oder "repräsentative" Studie ausgibt. Das ist nicht nur völlig blöd, sondern eine Frechheit!


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#6
10.09.2004
08:59:59


(0

Von Hermes


Nun denn, dachte ich mir's doch, die Zweifler denken anders! Klar doch, wie lange meine Beziehung steht? Meine Herren ich hab diese Partnerschaft seit 14 Jahren. Wir verreisen zusammen, wohnen jedoch nicht zusammen, sind übers Wochenend zusammen, meist im Haus des Freundes. Sonst noch was? Ach ja, in Gedanken kommt schon ab und zu der Wunsch zum Fremdgehen, aber eben... Vielleicht wird man im Alter einfach zu bequem?


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#7
12.09.2004
10:07:48


(0

Von Gerd


Von einer Studie mit so geringen Fallzahlen halte ich nichts. Das ist weit von einer wissenschaftlichen Studie weg.

Persönlich glaube ich, dass homosexuelle Paare eher in unterschiedlichen Phasen ihrer Partnerschaft mehr zu ausserpartnerschaftlichen Sex als heterosexuelle Paare neigen, während sie in anderen Phasen ihres Lebens monogam mit ihrem Partner leben.

Aber ich denke ein sehr wesentlicher Unterschied zum "Fremdgehen" bei heterosexuellen Paaren besteht darin, dass in diesen Beziehungen hierüber offen in der Regel gesprochen wird und die Partner dies akzeptieren, soweit es sich nicht um "Mehrfachtreffen" zu einem anderen Menschen handelt; denn dies wird dann häufig als emotionale Bedrohung empfunden.

Demgegenüber wird in heterosexuellen Beziehungen in der Regel, wenn es denn passiert, heimlich fremdgegangen.

Aber das ist halt nur mein persönlicher Eindruck, und ich bezeichne dies nicht als wissenschaftliche Erkenntnis...


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#8
12.09.2004
18:04:50


(0

Von Peter


Könnt Ihr denn nicht lesen, Jungs, und unterscheiden zwischen der wissenschaftlichen Studie und dem populären Buch?

Der Artikel, der ein Vorabdruck aus dem Buch ist, zitiert die renommierte Bochow-Studie, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Auftrag gegeben wird. Bei der letzten Studie 2003 haben dort 4.750 Männer teilgenommen - die Zahl lässt repräsentative Schlüsse zu. Und das (nicht überraschende) Ergebnis ist eben, dass jeder zweite Schwule in einer Beziehung noch andere Lover hat...

In dem Buch selbst, das ich übrigens sehr gelungen finde, kommen dann 20 schwule Paare zu Wort, die erzählen, wie sie ihre offene Beziehung leben.


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#9
12.10.2004
14:19:28


(0

Von ernibert


ich gehe absofort fremd da mein mann immer so stinkt wenn er kakt.es haben sich sogar die tapeten gelöst im klo.
das habe ich satt.mein anderer lover fickt mich noch besser wie mein mann.


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#10
13.11.2004
02:02:26


(0

Von Hans Peter


ich sehe hier wieder mal ein Vorurteil bestätigt in dieser Studie: Homos sind promiskuitiv, können nicht monogam leben und haben ausser Ficken nix anderes im Kopf. Zu allem Überfluss: Sie verachten sogar noch monogame Heteros die goldene Hochzeit feiern,und deren Sexualität nach dem Kinder kriegen eingeschlafen ist, weil sie in der Freizeit jetzt lieber Briefmarken und Pilze sammeln....da würgt es doch gleich jeden strunzgeilen Schwulen bei dem Gedanken,dass es so etwas tatsächlich auch noch geben könnte....!!!!


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