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Whitney in der O2-Arena in London, 2010 (Bild: Wiki Commons / Egghead06 / CC-BY-3.0)

Whitney Houston, die Diva mit dem größten Stimmumfang und den meisten Travestiedoublen der Welt, ist tot.

Von Christian Scheuß

Die Stimmung auf der Grammy Award Gala am Sonntagabend in Los Angeles wird wohl sehr gedrückt sein. Denn eigentlich war geplant, dass Whitney Houston beim wichtigsten Preis der Musikbranche auftritt. Deswegen war sie in die Stadt gekommen und in ein Hotel in Beverly Hills abgestiegen. Und plötzlich ist sie tot. Die Fans sind geschockt, dass die einstige Königin des Pophimmels im Alter von 48 Jahren diesen Planeten verlassen hat.

Noch vor gut einem Jahr hatte sie queer.de auf Platz vier im Ranking der "Top Ten Homo-Hymnen" gelistet und - etwas respektlos - geschrieben: "Whitney gehört zu der Sorte von Diven, denen die Community beinahe alles verzeiht und die, sollte sie noch mit 70 Jahren auf die Bühne wollen, nicht wie Rex Gildo dereinst in schäbigen Möbelhäusern auftreten muss. Wir werden sie zu sämtlichen CSDs dieser Welt einladen und sie für ewig lieben. So wie die Knef, die Rosenberg, oder Marie Luise Nikuta. Wir wären sogar bereit, ihr noch etwas Crack zu besorgen vor ihrem Auftritt, sollte sie es verlangen."

Möglicherweise ist die Künstlerin an den Folgen ihrer Suchtkrankheit verstorben, noch gibt es keine Gewissheit über die Todesursache. Doch dass sie trotz ihrer Erklärung von 2009, wieder clean zu sein, es eben nicht geschafft hatte, vom Alkohol und sonstigen Suchtmitteln loszukommen, zeigte ihr erneuter Gang in eine Entzugsklinik im Mai 2011. Nach Michael Jackson und Amy Winehouse scheint Whitney ein weiteres Beispiel dafür zu liefern, wie schwer es offensichtlich ist, als Superstar ein ausbalanciertes Leben zu führen.

Youtube | Whitney Live beim einem TV-Auftritt im Jahr 2004

Whitney Houston war zu Gast auf den schwulen Dancefloors dieser Welt

Whitney war auf jeden Fall ein gern gehörter Gast auf den schwulen Dancefloors dieser Welt in den Achtzigern. "I Wanna Dance With Somebody" fehlte auf keiner Party, und ihre Balladen wie "Saving All My Love For you" oder "I Will Always Love You" sind Hymnen-Klassiker für die schwulen Generationen, die mit den 80s und 90s aufgewachsen sind. Die Pop- und Souldiva war außerdem prädestiniert für die diversen Tuntenshows, meist ganz trashig auf den kleinen Bühnen der Homozentren, mal ganz glamourös bei den großen Travestiegalen.

"It's Not Right, But It's Okay", ihr Hit aus dem Jahr 2000 wäre eine treffende Beschreibung für ihren anschließenden Karriereknick. Die Fans warteten geduldig, und der 2008 im Internet kursierende Titel "Like I Never Left", mit dem Sänger Akon eingesungen, ließ die Hoffnung wachsen, dass sie ihre Krise überwunden hat und nun ein grandioses Comeback hinlegt. Doch obwohl ihr 2009er Album "I Look To You" kommerziell sehr erfolgreich war, der Lack war ab. Beziehungsweise die Stimme nicht mehr so großartig wie zuvor. Vor allem ihre Liveauftritte 2009 / 2010 zeigten eine Diva, die mit brüchiger Stimme und Aussetzern ihre Schwächen zeigte und sich nur selten wieder in Hochform präsentierte. Selbst ein taiwanesischer Kandidat einer Castingshow stach Whitney mit ihrem eigenen Song "I Will Always Love You" aus.

Youtube | Lin Yu Chun, Castingkandidat singt "I Will Always Love You"

Nachtrag, 21.55h: Der britische LGBT-Aktivist Peter Tatchell, eine glaubhafte und abwägende Stimme, schreibt über Whitney Houston: "Sie war am glücklichsten und auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, als sie in den 1980ern mit ihrer Partnerin zusammen war. Sie waren so glücklich zusammen." 1991 habe er die Sängerin bei einer Demo zum Thema Aids in London getroffen: "Whitney sprach sehr berührend; sie unterstützte Menschen mit HIV, während andere Stars ihre Distanz hielten. Sie wurde in die Ehe mit Bobby Brown hineingezwungen. Ein Desaster. Ihr Leben ging danach schnell bergab. Whitneys Tod ist ein tragischer Verlust."



#1 vingtans
  • 12.02.2012, 12:23h
  • es ist nicht ganz meine generation, aber dennoch schade.

    aber wie sagte trude herr doch einst ?! "niemals geht man so ganz"
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.02.2012, 13:12h
  • Als ich heute Morgen vom unerwarteten Ableben Whitney Houstons gehört habe, war ich schockiert und auch wütend über den Mann, der sie zu einem körperlichen und seelischen Wrack degradiert hat: Bobby Brown! Er ist schuld an Whitneys Tod! Ohne ihn hätte sie keine Alkohol- und Drogenprobleme sowie häusliche Gewalt erfahren müssen!

    Whitney Houston hat uns tolle Songs beschert und war eine der größten und besten Künstlerinnen in der ganzen Welt. Ihre Musik wird weiterleben und mein aufrichtiges Beileid gilt ihrer Tochter Bobby Christina. Whitney - R.I.P., we miss you and will always love you!
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#3 sushekAnonym
  • 12.02.2012, 13:39h
  • schade, sie konnte jedenfalls singen.

    mir fallen andere angebliche "stars" aus der retorte ein bei denen wäre es nicht schade, eher eine befreiung für eine szene die jede billige ische mit piepsstimme, die von sich selbst behauptet sie möge gays und queers, zur ikone erhebt.
    denn das behaupten aus geschäftsgründen mitlerweile alle aus dem pool des unzähligen, gecasteten sondermülls.
    die queere szene ist so grenzenlos naiv.
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#4 ReartAnonym
#5 BurgerBerlinProfil
  • 12.02.2012, 18:20hBerlin
  • zerstörtes Leben

    Natürlich ist der Tod eines Menschen immer ein trauriges Ereignis. Allerdings darf auch die Frage gestellt werden, ob dies nicht das Ergebnis eines selbstzerstörerischen Lebens ist, bei dem alle zugeschaut haben.

    Eine Frau, die scheinbar immer mit einem Sack voll Drogen um die Welt reiste, und keiner stoppte dieses Treiben.

    Für die Medien ist es eigentlich egal, ob die Sängerin auf der Bühne eine gute Leistung abliefert oder völlig zu gedröhnt ins Mikrofon stammelt. Hauptsache die Schlagzeile ist gesichert. Selbst der Tod wird zu einem medialen Happening und gespickt mit Kommentaren über dieses verpfuschte Leben. Traurig!!
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#6 LorenProfil
  • 12.02.2012, 18:40hGreifswald
  • Eine schöne Stimme und offenbar eine labile Persönlichkeit sind heute gestorben. Schade.
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#7 SebiAnonym
  • 12.02.2012, 19:29h
  • Eine der größten Sängerinnen ihrer Zeit ist an ihren seelischen Problemen zugrunde gegangen.

    Leb wohl Whitney.
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#8 alexander
#9 Fred i BKKAnonym
  • 13.02.2012, 00:24h
  • .....und die Moral von der Geschicht...
    benuetze niemals Drogen nicht.....

    keine Macht den Drogen- keine Machte den Religionen- .....

    ...lasst uns frei sein von Abhaengigkeiten...

    ...ein kleines Wort macht den Unterschied ...sagt

    NEIN !!!!
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#10 alexMucEhemaliges Profil
  • 13.02.2012, 07:09h
  • Nichts gegen das Original, W.Houston, war eben gut zu Ihrer Zeit, keine Frage. Aber Whitney Houson, Marlene Dietrich und Tina Turner hatten Schuld daran, daß ich, in Travestie-Shows, nur alle 10 Jahre, mehr oder weniger freiwillig gehe.
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