Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15933

Die libysche Flagge ist neu, die Politik bleibt die alte

Die neue libysche Regierung hat ihren ersten Auftritt im UN-Menschenrechtsrat mit einer scharfen Attacke gegen Homosexuelle begonnen.

Wie die Nichtregierungsorganisation "UN Watch" meldet, hat der libysche Delegierte am Montag bei seinem ersten Auftritt die Homo-Politik der Vereinten Nationen scharf kritisiert. Er erklärte, dass die Beratung über schwul-lesbische Themen "die Religion beeinträchtigen und das Überleben der Menschheit" infrage stellen würde. Libyen wurde im März letzten Jahres wegen der Menschenrechtsverletzungen des Gaddafi-Regimes aus dem Menschenrechtsrat ausgeschlossen. Erst im November wurde die neue Regierung wieder aufgenommen.

Dem "neuen" Libyen ist besonders eine UN-Resolution des Menschenrechtsrates vom Juni 2011 ein Dorn im Auge, in dem erstmals die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in der Welt kritisiert wurde. Die Resolution wurde knapp mit 23 gegen 19 Stimmen angenommen. Der Beschluss wurde von der EU, den USA sowie lateinamerikanischen Ländern unterstützt, während sich afrikanische und arabische Staaten dagegen aussprachen (queer.de berichtete). Der libysche Delegierte stellte klar, dass sein Land gegen die Resolution gestimmt hätte, wäre sein Land nicht ausgeschlossen gewesen.

Laura Dupuy Lasserre, die aus Uruguay stammende Präsidentin des Menschenrechtsrats, kritisierte Libyen für die harte Rhetorik. Sie erklärte, der Rat sei da, "um Menschenrechte zu verteidigen und Diskriminierung zu verhindern."

"Schwule und Lesben bezahlen jetzt den Preis"

UN Watch bemängelte, dass Libyen nicht nur Homophobie verbreite, sondern systematisch Gefangene misshandele. "Das wirft die Frage auf, ob das neue Regime besser ist", erklärte Hillel Neuer von der Genfer Menschenrechtsorganisation, die Entscheidungen der Vereinten Nationen kritisch begleitet. Alle westlichen Demokratien hätten die Aufnahme Libyens in den Menschenrechtsrat befürwortet, obwohl das neue Regime im In- und Ausland keinerlei Engagement für Menschenrechte erkennen lasse. "Schwule und Lesben bezahlen jetzt dafür den Preis", so Hillel.

Im libyschen Strafgesetzbuch werden gleichgeschlechtliche Handlungen mit bis zu fünf Jahren Haft bedroht. Homo-Gruppen sind im Land verboten. (dk)



#1 menschheitAnonym
#2 UK DelegationAnonym
  • 14.02.2012, 14:43h
  • "Wir stehen an der Seite des Papstes"

    Großbritannien: Eine muslimische Ministerin warnt vor der "militanten Säkularisierung" und empfiehlt das Christentum zur Förderung der sozialen Harmonie.

    Nun tritt sie an der Spitze einer britischen Delegation aus Regierungsmitgliedern einen Besuch beim Papst an.

    www.heise.de/tp/blogs/6/151429
  • Antworten » | Direktlink »
#3 ChristineAnonym
  • 14.02.2012, 14:56h
  • Das hört sich verdammt danach an, als sollte man das "neue" Libyen besser auch gleich wieder aus dem UN-Menschenrechtsrat ausschließen.
    Was wurden denn da nur für Komiker als Regierung und Delegierte installiert?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 AbrahamLinkeAnonym
  • 14.02.2012, 15:07h
  • "Libyen: Schwule bedrohen Menschheit"

    Hm... ich weiß jetzt nicht was ich davon halten soll ? Der Westen wollte doch unbedingt Gadaffi loswerden und hat die sogenannte Oposition, die Rebellen unterstützt was das zeug hält, bloß um Gaddafis "lockeren" Staat (im vergleich zu den anderen Arabischen Staaten) kaputt zu machen... War doch klar das nach Gadaffi ein noch konservativerer Staat entstehen würde,
    der Schwule auch nicht mag... Aber Gadaffi war ja so böse, hat sogar (angeblich) Viagra bestellt damit seine Soldaten Frauen vergewaltigen konnten... Also offensichtlichere Lügen gibt es nicht...

    "Die Kriegslügen über Libyen sind schlimmer als die über den Irak"

    dierostigelaterne.wordpress.com/2012/01/22/us-truppen-landen
    -in-libyen/


    "[...]Die Lügen, mit denen der NATO-Krieg gegen Libyen gerechtfertigt wird, übertreffen diejenigen, mit denen die Invasion des Irak gerechtfertigt wurde.[...]

    "[...]Laut der fließend Arabisch sprechenden Beobachterin von Amnesty International gibt es keinen bestätigten Fall von Vergewaltigung durch Kämpfer aus Gaddafis Lager, und es gibt auch keinen Arzt, dem so ein Fall bekannt war. Alle Geschichten über Massenvergewaltigungen mit Viagra sind erfunden.[...]

    Und jetzt ist Syrien der neue Feind. Wer ist die Oppsition in Syrien, was wollen die, wollen die das gleiche wie die Lybische ehmalige Opposition ? All diese Revolutionen in diesem "Arabischen Frühling" schmecken doch irgendwie nach sehr konservativen Veränderungen... Jedenfalls passiert dort nichts zu "unseren" gunsten... Und ja jetzt Syrien der neue Feind, während Saudi_Arabien unserer Freund ist, den man mit Waffen beliefert...

    Ein Arabischer Staat nach den anderen wird vom Westen umgemodelt, zu ihren gunsten, nicht aber zu den gunsten der verfolgten minderheiten in diesen Ländern.... Jedenfalls ist eines klar, all das sind stellvertreter Kriege um dem Iran zähne zu zeigen. Und wenn Syrien auch mal so enden sollte wie Lybien, dann hat der Westen ein weiteres Land zu verfügung wo sie ihre Truppen stationieren können...

    Der Westen muss jetzt reagieren, wenn sie glauben das der Iran Atombomben bauen will, denn wenn der Iran erstmal eine haben sollte,
    dann kann der Westen nicht mehr so mit den ganzen Arabischen Staaten umspringen wie es ihm beliebt... Und darum passiert das alles...

    Wegen der Ressourcen... Und nicht wegen Menschwürde und all den andren verlogenen Kriegsgründen etc.pp. Der Kampf geht nicht um die ungerechtigkeit, er geht hier einzig und allein um Profit, um Öl und dergleichen... Menschen sind dabei zweitrangig...

    Und darum ist das neue Lybien
    jetzt auch so trostlos...

    Hier noch 2 Interesannte Artikel:
    Iran, der Westen und China - ein strategischer Blick

    www.kommunisten.eu/index.php?option=com_content&view=article
    &id=3214:iran-der-westen-und-china&catid=44:internationales&
    Itemid=92


    Syriens Feinde scheitern im UN-Sicherheitsrat

    www.kommunisten.eu/index.php?option=com_content&view=article
    &id=3225:syrien&catid=44:internationales&Itemid=92
  • Antworten » | Direktlink »
#5 BurgerBerlinProfil
  • 14.02.2012, 15:23hBerlin
  • Tja, jetzt hat man den einen Despoten entfernt und die nächsten sind bereit, diese Position zu übernehmen. Der Glückstaumel des Umsturzes dieser undemokratischen Regierungen ist vorbei und jetzt zeigt sich die Fratze des Islam.
    Vielleicht kommt irgendwann die Diskussion über die Gefährlichkeit der unterschiedlichen "Regierungsformen" - auch aus der Sicht der verfolgten Homosexuellen.

    Natürlich ist aus dem Blickwinkel der überwiegend nicht verfolgten westlichen Homosexuellen, solch eine Entwicklung sehr bedauerlich.

    Aber bei den derzeitigen zu beobachteten Veränderungen, bezweifelt man die Demokratiefähigkeit dieser Staaten und somit auch den Willen zur Akzeptanz von Lesben und Schwulen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TadzioScot
  • 14.02.2012, 15:26h
  • Antwort auf #3 von Christine
  • "als sollte man das "neue" Libyen besser auch gleich wieder aus dem UN-Menschenrechtsrat ausschließen."

    wenns wirklich nach den Menschenrechten ginge müsste man die USA,China, Russland, die BRD und viele, viele, viele,viele andere Staaten auch aus dem UN-Menschenrechtsrat ausschließen....

    ..und dann wäre der UN-Menschenrechtsrat leer !

    Denn so gut wie jeder Staat hat
    Dreck am stecken, diesbezüglich...

    Der UN-Menschenrechtsrat ist nur dazu da um Politk durchzusetzen, nicht aber die Menschenrechte...

    Politik ist Krieg mit anderen Waffen. Und wenn die Politk nicht mehr weiter weiß dann kommt die Politk mit den Menschenrechten, damit man dann Politische-Zeiele mit Waffen durchsetzen kann... Traurig aber war...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Timm JohannesAnonym
  • 14.02.2012, 15:33h
  • Tja soviel zum Thema "Islam"...

    Wer wie Stromboli und die Linke glaubt, dass der Islam homosexuellen Paaren freundlich entgegenkommt und uns ein Verbündeter sein wird, der täuscht sich schwer.

    Und hier sind Volker Beck und Claudia Roth leider einfach blind, naiv und schaufeln leider homosexuellen Paaren "das emanzipatorische Grab".

    Das was so mühsam in Europa und Amerika erkämpf wurde, ist duch die islamische Einwanderung in Europa bedroht.

    Und wer das nicht glaubt, so wie stromboli oder alexander im Forum, der kann sich gern einmal über das Thema "Homosexuelle Paare" mit einer Jungtürkenclique in Kreuzberg oder mit einer Jungaraberclique in Antwerpen oder in Marseille in französischer Sprache unterhalten.

    Übrigens während eine ganze Reihe christlicher Kirchen homosexuelle Handlungen ethisch und theologisch anerkannt haben und öffentliche Segnungsgottesdienste ermöglichen (einige christliche Kirche ermöglichen sogar kirchliche Trauungen), gibt es im ganzen (!) Islam keine (!) einzige Moschee in der jemals ein Segnungsgottesdienst für ein homosexuelles Paar stattgefunden hat.

    Stromboli kann gern einmal bei seiner Lieblingsmoschee in Berlin nachfragen, ob er einen Segnungsgottesdienst bekommen würde... die Antwort dürfte wohl jedem Leser klar sein.

    Daher wer hier so auf Mulitkulti im Forum herumflötet, der gefährdet aufgrund der in Wahrheit stattfindenden einseitigen islamischen Einwanderung der schwer erkämpften Rechte homosexueller Paare.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 lenzAnonym
#9 Anti-TerrorAnonym
  • 14.02.2012, 16:17h
  • Soviel zum Thema "Bomben für Menschenrechte"!

    Oder vielmehr: Verbrecherische imperialistische Kriege und Terror, unter Zuhilfenahme von Al Qaida & Co. - siehe #1

    Und schon herrschen in Libyen Zustände wie im christlichen Afrika.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Geert
  • 14.02.2012, 16:19h
  • Noch vor einigen Wochen, als ich es gewagt hatte, den "Arabischen Frühling" anzuzweifeln, wurde ich hier als "Neo-Nazis" und "Rechtsradikaler" angebrüllt.
    Das Schlimme ist, dass diese für Schwule so fatale Entwicklung nicht nur in Libyen, sondern genau so auch in Ägypten, Tunesien und demnächst auch in Syrien abläuft.
    Das Allerschlimmste aber ist, dass Hundertausende von diesen "Freiheitskämpfern" jetzt nach Europa strömen (anstatt mitzuhelfen, ihre Länder wieder aufzubauen) und sie ihre Vorstellungen von Homosexualität nach Europa tragen.
  • Antworten » | Direktlink »