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Die winterliche Şehitlik-Moschee (Bild: cosmonautirussi / flickr / by-sa 2.0)

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) unterstützt die Solidarisierungsaktion des Berliner Senats mit der Şehitlik-Moschee. Mitglieder des Verbands nehmen am Freitag am Gebet in der Neuköllner Gemeinde teil.

Damit reagiert der LSVD Berlin-Brandenburg auf eine erneute Bedrohung der Neuköllner Moschee, die in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Angriffsziel war. Vor wenigen Tagen hatte ein Unbekannter einen Drohbrief mit volksverhetzenden Parolen an die Neuköllner Şehitlik-Gemeinde geschickt und deren Mitglieder Gewalt angedroht.

"Ein sichtbares Zeichen gegen volksverhetzende rassistische Parolen halten wir für dringend geboten", sagte LSVD-Vorstand Bodo Mende. "Berliner Nicht-Muslime sind aufgerufen, sich mit den Mitbürgerinnen und Mitbürgern muslimischen Glaubens zu solidarisieren. Gewalt, Bedrohungen und Hetze dürfen nicht hingenommen werden. In Berlin muss Jeder nach seiner Facon glücklich werden können."

An dem Gebet nehmen auch Vertreter des Senats teil, darunter Senatorin Dilek Kolat, Staatssekretär André Schmitz, Staatssekretär Farhad Dilmaghani und Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening.

In dem Brief an die Gemeinde am Columbiadamm waren Muslime aufgefordert worden, Deutschland innerhalb von sechs Monaten zu verlassen. Ansonsten werde es Erschießungen geben.



#1 MullewopAnonym
  • 17.02.2012, 11:29h
  • Ich hoffe, die Muslime fühlen sich durch die Unterstützung eines Schwulen-Verbandes nicht entehrt.
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#2 Timm JohannesAnonym
  • 17.02.2012, 11:46h
  • Antwort auf #1 von Mullewop
  • Na wenn die Berlinerr LSVD-Vertreter da nicht sofort wieder aus der Moschee rausgeschmissen werden, wenn Sie sich nicht als Einzelperson sondern als schwules Paar mit Kuss oder als Regenbogenfamilie offen sich in der Moschee zu erkennen geben.

    Zwar ist es richtig, dass der LSVD auch hier Solidarität gegen jede (!) Form des Rechtsradikalismus zeigt und das finde ich gut.

    ABER ich befrüchte doch sehr, dass gerade dort Ihnen wenig Gegenliebe und Verbundenheit gezeigt wird. Wenn ich in Berlin leben würde, würde ich da auch hingehen, ABER ich würde meinen Mann mitnehmen und ihn in der Moschee küssen und Händchen halten.

    UND das würde mich doch sehr interessieren, ob dies die LSVD Vertreter in Berlin auch in der Moschee machen oder sich nur als Einzelperson zu erkennen geben, denn darauf kommt es insbesondere an, wenn sie bei einer solchen Solidaritätskundgegebung teilnehmen .
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#3 leserAnonym
#4 bigottAnonym
  • 17.02.2012, 12:10h
  • Ich will mich nicht mit etwas solidarisieren was mich nicht als gleichwertigen Menschen ansieht.
    Denn solange sich Moslems und Christen auf ihre religiös- faschistoiden Traditionen und ihre Märchenbücher ( Koran und Bibel) beruhen, stehen deren Religionen für Homosexuellenfeindlichkeit.
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#5 anonymusAnonym
  • 17.02.2012, 12:47h
  • "In Berlin muss Jeder nach seiner Facon glücklich werden können."

    Schöner und edler Wunsch - hat sich aber leide nie erfüllt und w i r d sich leider auch nie erfüllen.
    Ich bin mit Solidarisierungsaufrufen mittlerweile mehr als vorsichtig. Ja, ja, wir als Minderheiten müssen bzw. sollten solidarisch mit ALLEN bedrohten Gruppen sein. Das Leben allerdings hat mich mittlerweile gelehrt daß ich nur mit denjenigen solidarisch sein kann, die mir auch Solidarität entgegenbringen. Und dazu gehören diejenigen die, sollten sie heute die Oberhand gewinnen, sprich die Mehrheit stellen, mich töten würden, nicht!
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#6 BurgerBerlinProfil
  • 17.02.2012, 13:06hBerlin
  • Natürlich sind solche Bedrohungen in einer modernen Gesellschaft nicht zu dulden. Egal aus welcher Richtung sie kommen. Es bleibt aber Fraglich, ob diese Art von Solidarität gerechtfertigt ist. Möchte man in einer Moschee sitzen, die vielleicht durch Gelder aus extremst Schwulen- und Lesbenfeindlichen Ländern finanziell unterstützt wird. Möchte man sich mit einem Glauben solidarisieren, der in einigen Ländern die Homosexualität mit der Todesstrafe verfolgt.

    Dieser Glaube betreibt in vielen Ländern eine antisemitische Politik und bedroht den Staat Israel mit Gewalt. Vielleicht wäre es sinnvoller, diese unsäglichen Drohbriefe zu verurteilen aber gleichfalls auch die Haltung des Islams zur Homosexualität zu zur Sprache zu bringen.

    Es hat ein etwas seltsames "Geschmäckle" - auf der einen Seite die geschichtliche Thematik und die Verfolgung der Lesben und Schwulen unter dem Nazi-Terror und jetzt die Solidarität mit einem unsäglichen Glauben, der im dritten Reich auch eine gewisse Nähe zu den Nationalsozialisten hatte.
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#7 depp-watchAnonym
#8 kulturbereicherAnonym
#9 DifferenciusAnonym
  • 17.02.2012, 13:42h
  • Antwort auf #5 von anonymus
  • "mittlerweile gelehrt daß ich nur mit denjenigen solidarisch sein kann, die mir auch Solidarität entgegenbringen”

    ach was?! und ja klar! Wie gesagt, es gibt doch auch schwule Nazis...

    Differencius
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#10 berlinAnonym